Lehmputz auf Kalkputz?

04.11.2005



Hallo an alle!

hat schon jemand Erfahrungen mit dünnschichtigen Lehmputz auf Kalkputzen gemacht? im vorliegenden Fall möchte ich die Decken, die aus einem Lehmunterputz und einem teilweise schadhaften Kalk-Oberputz bestehen und die Wände, die hauptsächlich aus mit Kalk verputzten massivem Mauerwerk bestehen mit einem dünnen ca. 10 mm dicken Lehmputz versehen. Meine Frage ist folgende: ist dies überhaupt möglich und wenn ja welche Arbeitsschritte sind durchzuführen?

Eine zweite Frage
hat schon jemand einen Stampflehmboden mit Fußbodenheizung eingebaut und Erfahrungen damit gesammelt?

Herzlichen Dank schon jetzt Steffen



Lehmputz auf Kalkputz =kein Problem



Hallo Steffen,
Deine Lehmputzanwendung ist seit Jahren Altbau-Standard:
den Kalkputz gut annässen, eine dünne Lehmschlemme (Lehmgrundierung) aufstreichen
dann in die noch Feuchte Grundierung direkt den Lehmputz auftragen
viel Erfolg wünscht
Klaus Schillberg
www.texbis.de



Lehmputz auf Kalkputz



Hallo

ich denke mal, mit einer dünnen Lehmschlämme ist es da nicht getan, da ich befürchte, daß der Lehm abplatzt...
Ich würde dünn einen Trasskalkvorspritzer auftragen ( mit einem Edelputzspritzer auftragen), um die Struktur gröber zu gestalten. Lehm haftet nur mechanisch, daher dürfte Innenputz zu glatt sein...

Andreas



Traßkalkspritzer ist unnötig bei Kalkputzkörnung 0-2mm



Kalkputzoberflächen haben meist eine Körnung von 0-2mm und sind nicht so glatt wie Gipsputze. Wenn wie beschrieben naß in die feuchte Lehmgrundierung (Lehmpuver mit max. 20% Tongehalt, in Wasser zu Trinkjoghurt-Konsistenz angerührt)
verputzt wird, ist ein Lehmputzauftrag auf Kalkputz no Problem, wie gesagt bei uns seit über 20 Jahren Altbau-Standard.Das Prinzip heißt hier: Lehm klebt.
mfg
Klaus Schillberg, www.texbis.de



Lehmputz auf Kalkputz



Hallo

so schlecht kann meine Antwort eigentlich nicht sein, daß sie mit -2 bewertet wird.

Ich hab mit Lehmschlämme als Grundierung letztes Jahr probegeputzt... Effekt war, daß von 20m² Putz 4m² nach der Trocknung hohl klangen und großflächig abgelöst waren. Es war als Untergrund normaler Innenkalkputz, der von mir mit dem Bandschleifer abgeschliffen (ca 5mm) wurde , um Farbe (Kalk) zu entfernen. Anschließend hab ich die Wand genäßt, Lehmschlämme mit Quast aufgestrichen und dann ca 1cm verputzt.
Wenn Klaus mit seiner Methode Erfolg hat, habe ich kein Problem damit. Ich jedenfalls gebe lieber 9€ für einen Sack Trasit aus und ein paar Cent für Vorspritzersand...


Jeder darf Erfahrungen sammeln... *fg*


Andreas