Lehmputz, Holz, Fenster, Wand, Heizung

04.01.2012



Sehr geehrte Damen und Herren,
eine ellenlange Auflistung meines Vorhabens... Ich hoffe Sie verlieren nicht die Lust am Lesen nach zwei Sätzen. U.a. möchte ich dem am Samstag vorstellig werdenen Architekten vortragen. Haben Sie noch die ein oder andere Idee aus der Ferne, bitte lassen Sie es mich wissen. Ich Danke im Vorfeld für Ihr Interesse.

Dach und Räume auf dem Boden

1. Schornstein verschiefern und Haube aufsetzen
2. Schornstein abreißen
3. zwei Gauben in Richtung Nachbarn; verschiefert, Sprossenholzfenster (Meranti/Mahagoni)
4. Dachflächenfenster in der Mitte für den Schornsteinfeger
5. Aufsparrendämmung
Pfanne Braas Achat 14
Steico Special, Steicotherm, Dampfbremse von pro Clima - Intello
Sichtbare Douglasie Dielen von Anbieter, geölt
Sparren dunkler als die Dielen
6. Aussenwände Boden
Innendämmung, Steicotherm Internal
Wandheizung
Lehmputz Claytec
Holzfenster mit Sprossen
7. Fußboden, Douglasie Dielen durchgehend
8. Raumaufteilung zwei Zimmer, kleiner Flur. Schrank im Flur, Teppichboden in den Zimmern

Obergeschoss

Flur

1. Tür zum ehemaligen Bad (neu Hauswirtschaftsraum) schließen
2. Schornstein abreißen
3. Treppe zum Boden aus Holz (Meranti/Mahagoni)
4. Wand zum zukünftigen Schlafzimmer/Arbeitszimmer entfernen
5. Neubau der Wand als Fachwerk, Felder ausgemauert mit Claytec Lehmsteinen und verputzt mit Lehmputz
6. Wand zum zukünftigen Badezimmer/Hauswirtschaftsraum verputzt mit Lehmputz Claytec
7. Fußboden im Flur, Schlafzimmer und Arbeitszimmer mit Douglasie Fußbodendielen, geölt.

Elternschlafzimmer (ehemaliges Spielzimmer)

1. Kastenfenster, Holz, Sprossen und nach außen öffnend (Mahagoni/Meranti)
2. Aussenwand, Innendämmung, Steicotherm Internal
3. Wandheizung
4. Lehmputz, Claytec
5. Fußbodendielen, Douglasie, geölt
6. Wand zwischen Arbeitszimmer und Schlafzimmer mit Lehmputz verputzt
7. Neue (alte) Holztür in den Flur bzw. Arbeitszimmer

Arbeitszimmer (ehemaliges Schlafzimmer Sohn)

1. Kastenfenster, Holz, Sprossen und nach außen öffnend (Mahagoni/Meranti)
2. Aussenwand, Innendämmung, Steicotherm Internal
3. Wandheizung
4. Lehmputz, Claytec
5. Fußbodendielen, Douglasie, geölt
6. Wand zwischen Arbeitszimmer und Schlafzimmer mit Lehmputz verputzt


Badezimmer (ehemaliges Elternschlafzimmer)

1. Fußbodenheizung
2. Fliesen
3. zwei Duschen, „ohne Eintritt“
4. WC
5. Pissoir
6. zwei Waschbecken
7. Tür in den Hauswirtschaftsraum
8. Wände halbhoch gefliest
9. Lehmputz Claytec
10. Fenster vergrößern, Holz, Sprossen usw.
11. Abluft für die feuchte Luft durch das Duschen

Hauswirtschaftsraum

1. Fußbodenheizung
2. Fliesen
3. Wände halbhoch gefliest
4. Lehmputz Claytec
5. Anschluss für Gastrockner
6. Anschluss vom Warmwasserbehälter der Heizung für Waschmaschine
7. Heizung
Viessmann
Vitopend 200-w
Vitocell 100-w
Vitosol 300-F (2)
Vitotrans Wärmetauscher

Die Heizung an der Fläche der vorherigen Tür, mit eigenem Dachausgang, da der Schlot für den Kamin im Erdgeschoss benötigt wird.


Erdgeschoss

1. Entfernung des jetzigen Hauswirtschaftsraum
2. Vergrößerung des Durchganges vom Wohnzimmer zum Esszimmer
3. Fußbodenheizung komplett
4. Fliesen
5. Kamin an den Schlot in den Durchgang; Einziehen eines Tonrohres
6. Holztreppe (Mahagoni/Meranti)
7. Haustür als Zwischentür zum Eingangsflur
8. Wände Verputzen mit Lehmputz
9. Zwischenschale ausblasen, womit auch immer...
10. Aussenwand zu Nachbarn? (Muss die neu?)
11. …..



wer könnte das Bauvorhaben besser kennen als Sie?



sorry doppelt



wer könnte das Bauvorhaben besser kennen als Sie?



Was ist das eigentlich für ein Gebäude?

Das Badezimmer wäre mir persönlich zu pompös, da können 6 Leutchen gleichzeitig.....

und: die Kombination aus halbhoher Fliese und Lehmputz erscheint mir auch unnötig aufwendig. Entweder wasserfest, dann ohne Lehmputz oder Feuchtigkeitsregulierend, dann so wenig Fliesen wie möglich. In Räumen in denen man sich nur kurz aufhält (Bad / HWR) ist die Sache mit der Feuchtigkeitsregulierung eher sekundär. Da würde man eher das Fenster aufmachen.

Es gibt übrigens auch sehr gute einheimsche Hölzer.

ach ja: Teppichboden auf Douglasiendiele im DG ??
den Schornstein würde ich auch nicht ohne Not abreißen.

Viel Erfolg wünscht Götz.



warum tropenhölzer?



Warum nehmen Sie Tropenholz für die Fenster? Ansonsten macht Ihr Vorhaben doch eher einen "regionalen" Eindruck. Da wären Fenster aus einheimischen Hölzern sicher angebrachter - mal abgesehen von der Debatte über Tropenholz/Kahlschlag/Transportaufwand...

Viele Grüße!



Vielen Dank für die Anmerkungen.



Zu Tropenhölzer im Fensterbereich:
Aufgrund der Haltbarkeit und des dunklen Holzes. Sie haben recht, ich möchte den Stil des Hauses bewahren. Empfehlen Sie mir bitte ein gutes einheimisches Gehölz, welches von der Ansicht und Haltbarkeit vergleichbar ist.
Zu Teppichboden auf den Dielen:
Für die nächste Zeit sollen die beiden Räume auf dem Dachboden Kinderzimmer werden. Im Anschluss möchte ich die Zwischenwände/Teppiche entfernen und den Bodenbereich komplett nutzen. Mir erscheint es einfacher die Grundlagen jetzt zu legen, als das ich dann nochmalig "bauen" muss.
Badezimmer:
O.K. Ihre Argumentation ist Nachvollziehbar und muss meinerseits nochmal überdacht werden.
Zum Schornstein:
Das Haus ist ein Stadthaus mit einem Mansarddach. Der Schornstein nimmt mir insbesondere im EG Platz weg, den ich anderweitig nutzen möchte.
Ich hätte gerne die ein oder andere Äusserung zur Heizungsanlage... Hat jemand Erfahrung mit dem meinerseits gewählten Aufbau?



Verzeihung



Verzeihung, aber ich setze nochmal nach.
Zum Einblasen von "Dämmstoffen" in die Zwischenschale (Nur Erdgeschoss) hätte ich gerne eine Empfehlung. (Obergeschoss zur Straße Innendämmung da Denkmalschutz, zum Hof Aussendämmung und Deckelschalung).
Zum Dachaufbau wäre der eine oder andere Satz auch mit Dank angenommen.
Ich will nicht unverschämt erscheinen, aber eine Anmerkung von Herrn Böhme bzw. Herrn Meurer würden mich vermutlich weiterbringen.

Besten Dank



Mal sehen



Aufdachdämmung, soll wohl heissen, Dachstuhl sichtbar?

Innendämmung: sollte sorgfältig geplant und ausgeführt werden!
Wärmebrücken beachten und sorfältige Detailplanung.

Aussendämmung zum Hof: Auch hier Wärmebrücken im Übergang von Innendämmung zur Aussendämmung beachten und sorgfältige Detailplanung und Ausführung

Heizung: Hier wäre als Option SolvisMax zu nennen.
Vorteil: Bei diesem Gerät ist man nicht auf einen Brennstoff angewiesen.
Ein Gerät und mehrere Möglichkeiten. Erdwärme, Gas und Öl können eingesetzt werden, bei wechsel der Brennstoffart wird nur der Brenner ausgetauscht nicht die ganze Heizung.

Einblasdämmung: eine Möglichkeit wäre ThermoFill S oder ThermoFill S40(expandiertes Vulkangestein), ungeziefersicher, Brandsicher und Verrottungssicher.

Was Böden, Wandheizung und Lehmbau anbelangt, sind sie bei den Kollegen Böhme und Meurer gut aufgehoben, Sie dürfen beide bestimmt auch direkt kontaktieren.

Grüsse



Moin Herr Kehle



Ja der Dachstuhl sichtbar, bis zum Boden des Obergeschosses runter (Mansarde).
Alle arbeiten sollen von Fachbetrieben durchgeführt werden. Ich habe schon zuviel "verschlimmbessert". Baubegleitung durch den Architekten, als unabhängigen Dritten, ist mir wichtig, in der Hoffnung das Fachgerecht gearbeitet wird.
Danke für den Hinweis auf die Einblasdämmung, werde mich Schlau lesen.
Die Auswahl des richtigen Heizungssystem erscheint mir schwieriger als gedacht, eine eierlegende Wollmilchsau wie Sie sie dort nennen funktioniert in meinen Augen nicht. Eine Niedertemperaturheizung in Verbindung mit Flächenheizungen sieht mir im Moment als beste Lösung aus. Da sie über Jahre lange erpropte Technik verfügt.



Moin moin



kenn ich, hab öfters in Nordeutschland zu tun :-)

SolvisMax ist keine Eierlegende Wollmilchsau lediglich ein Energiemanagement Sytem in Modularer Bauweise die eben den Vorteil bringt, dass er jederzeit umrüstbar ist.
Aber am besten sich selbst informieren.

Beim Dach gilt das selbe wie vorhin, Wärmebrücken beachten, sorgfältige Detailplanung und Ausführung.
Allerdings sollten Sie bedenken, dass die Aufdachdämmung bei Finanzierung über KFW unter Umständen bis zu 30 cm stark werden kann und es mit Anschlusspunkten etwas haarig werden kann.

Grüsse



.



Ah... vielen Dank. Die 30 cm habe ich nicht, da ich dann zu weit zum Nachbarhaus komme. Mir kommt es im Grunde nicht auf die Erfüllung irgendwelcher Normen an, wichtig ist ein funktionierendes, abgestimmtes System zu haben, in dem Schimmel keine Chance hat. Eine funktionierende Aussenhülle, mit Masse (Holz), Luftdicht und Diffusionsoffen. Wenn ich Nachfinanzieren muss, dass stellt sich ja dann im Laufe der nächsten Woche heraus, hoffe ich, dass der Architekt, der KFW-Sachverständiger ist, eine Berechnung aus dem Hut zaubert, die für die Damen und Herren der KFW passend ist... Zur Heizung werde ich mich nochmal belesen.

Besten Dank



Fensterholz



Es gibt schon lange keinen wirklichen Grund mehr, auf Tropenhölzer zurückzugreifen. Zum einen ist die Qualität des "Dark red Meranti" zu Boden gegangen, das heute ganz überwiegend verfügbare hell ferkelfarbene Material ist minderwertig.

Zum anderen gibt es mittlerweile Kanteln aus thermisch behandelter Buche. Einheimisches Holz, als Thermoholz Resistenzklasse 1 (besser geht nicht), dabei weniger arbeitend und ohne problematische Inhaltsstoffe wie bei manchen Tropenhölzern, zudem garantiert aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Kontakt: z.B. Firma Hagensiecker

Grüße

Thomas



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Danke Herr Böhme für den Hinweis auf das Sägewerk Hagensiecker. Für Bodenbeläge und Deckelschalung scheint dieser Anbieter ebenfalls interessant zu sein.



Für den Dielenbereich...



...kann ich nur sagen: Sehr gute Qualität.

Grüße

Thomas