Lehmputz auf Mutipor/Ytong




Hallo,

wir wollen unsere Innendämmung aus Multipor (ähnlich Porenbeton) mit Lehmputz auf einer Wandheizung versehen. Der Hersteller Xella empfiehlt einen nicht flächendeckenden Vorspritz mit Lehm.

Gibt es hier Erfahrungen, ob dies zwingend notwendig ist?

Besten Dank
Sebastian



Lehmputz auf Mutipor/Ytong



Hallo Sebastian,

damit die Wand den Lehmputz tragen kann muss die Oberfläche nur rau genug sein.
Das gilt natürlich auch für den Spritzbewurf. Dafür muss man Mörtel aber auch "schmeißen" können, sonst wird das sehr schnell frustrierend.
Ein Hammer, ein Nagelbrett oder eine Fräse wären eine Option.

Viele Grüße

Lehmbauer Marc



Ja wir haben ERfahrungen mit diesen Aufbauten.



Wir empfehlen die erste Lage Lehmputz nicht zu dick auftragen ca. 10 - 15 mm, natürlich muss der Untergrund staubfrei sein.

Grüße Gerd



Vielen Dank



Also einen flächendeckenden Vorspritz mit der Maschine, trocken heizen, dann bis Rohrüberdeckung, anschließend wieder heizen und dann Nochmal ca 5mm mit Gewebe



Ich würde die zweite



Lager über das Rohr abziehen und dann das ganze durchtrocknen lassen.

Dann Gewebe und die Endlage.



Weder noch!



Die Vorgehnsweise lt. Gerd Meurer ist im groben ganz okay, doch wir haben damit langzeitliche Erfahrungen machen können, den Lehmputz maschinell auf ein gut vorgeheiztes Wandheizsystem (ca. 40° aufwärts) zu spritzen, kurz anstrocknen lassen, dann nochmals eine dünne Lage auf die noch etwas Feuchte Ebene aufspitzen und planeben abziehen und sofort ein grobmaschiges Glasfasergewebe (10 x 10mm) Bahnen überdeckend einbetten und darauf dann nochmals die Fläche abrichten.
Nach kompletter Durchtrocknung dieser 3 cm starken Schicht, dann ohne Wh-Unterstützung einen Lehmfeinputz zur Endgestaltung aufspachteln und abschwammen.



Okay



Ich dachte bei der ersten dicken Lage kommt es zu Schwundrissen und daher soll diese nach der Trocknung mit Gewebe versehen werden. Geht ihr auch bei Ytong oder Multipor so vor?



Lieber Udo,



bitte lass das mal über andere zu schreiben wenn Dir deren Antwort nicht passt, ich mache das bei Dir auch nicht.

Sonst würde ich schreiben: Wir blicken auch ca. 6000 umgesetzte Bauvorhaben mit Lehm und Wandheizung zurück. Dann würde ich schreiben die Vorgehensweise von Udo M. finde ich in Teilbereichen nicht gut....

@Sebastian343 Wir beschreiben den Aufbau und da unterscheidet sich Multipo nicht von Weichholzfaser oder anderen schwach saugenden Untergründen unter: https://wandheizung.de/Wandheizung-auf-Innendaemmung.275.0.html Grüße Gerd



welches multiporprodukt?



Ist hier die Rede von Multipor Mineraldämmplatten?
Das ist doch nicht wirklich ein "schwach saugender Baustoff"oder?
meine ich mich erinnern zu können:)
das zeug trocknet dir den Putz so schnell weg das du gar nicht mit dem Gewebe nachkommst und dann noch mit WFH auf Vorlauftemperatur das kann schon n Sportlicher tag werden bis das Gewebe drin ist , denk ich..
Und Multipor schreibt in den richtlinien zu Lehmputz nichts von Vorspritz..
greets Flakes..



Naja



Es saugt so gut wie Porenbeton, es gibt eine sehr umfassende interne Verarbeitungsrichtlinie, da steht nicht flächendeckender Lehmvorspritz. Das Dokument ist nicht online, habe es vom Außendienstmitarbeiter



Eine hydrophobierte



Mineralschaumplatte ist für mich schwach saugend, oder?

Ich kenne die Richtlinie von Multipor, die ich teilweise für falsch halte.

Grüße Gerd





:-)



Vielem Dank Gerd,



die Anleitungen müssen sich ja vor kurzem geändert haben, den Hinweis bzgl. max. 15mm für die erste Schicht gab es bis vor kurzem nicht, oder ich habe es überlesen.

Multipor empfiehtl auch das dübeln durch das Gewebe um die Last des Putzes in den Untergrund abzutragen, was sagst du dazu?
Ich halte es für schwierig nicht das Rohr zu treffen, da ja beim Auftragen des Gewebes die Heizung aus sein sollte.
Die Schienen verankere ich im Untergrund

Beste Grüße
Sebastian



Lehmputz auf Mutipor/Ytong



"dübeln durch das Gewebe"? Interessant :-)

Also ich bin der Meinung, der Lehmputz sollte sich selbst tragen bzw. durch die Wand getragen werden. Und dafür braucht's eben eine raue Oberfläche. Keine Dübel.

Ich denke uns allen hier ist klar, dass es bei diesem System mehrere "richtige" Vorgehensweisen gibt. Der eine macht's so, und der andere eben so. Hauptsache das Endergebnis passt. Manchmal passiert es auch, dass man selbst mit den Vorgaben der Hersteller nicht konform geht und ein anderes Vorgehen wählt. Sofern man davon überzeugt ist, dass man eine gute Qualität abliefern kann ist das ja auch okay - auch wenn man dadurch evtl. die Herstellerhaftung verliert ... so sehe ich das :-)



Genau das meinte ich:"



dübeln durch das Gewebe um die Last des Putzes in den Untergrund abzutragen.
Und das noch wenn ich mich richtig erinnere wenn der Putz noch feucht ist!!

Ich bin wie Marc der Meinung das der Putz sich selbst tragen sollte.

Ich denke auch das bei dicken Putzlagen auf die Befestigung der Dämmplatten achten sollte.

Grüße Gerd



Dübeln



Ich habe mir gerade Multipor and die Kellerdecke geklebt. Die Steine müssen verdübelt werden, wenn sie verspachtelt und verputzt werden. Ich würde daraus schließen, dass damit der Stein gemeint ist, der durch den Putz höher belastet wird. Da die Steine vom Gefüge her nicht sehr stabil sind finde ich die Dübel durch das Gewebe sehr sinnvoll.

Ich habe mich noch nicht weiter damit beschäftigt, aber die Trägerschienen müssen auch bis in den tragfähigen Untergrund befestigt werden. Im Multipor wird das kaum halten.



Multipor



Dübeln muss man dann auch mit dem gewissen "Feingefühl "

Das ist wie Zwieback festnageln :))

Wurde denn aus irgendwelchen gründen der Einsatz von Holzweichfaserprodukten ausgeschlossen?Warum unbedingt Multipor?
greets Flakes..



Gerne hätte ich Holzweichfaser genommen



Zumal ich davon schon viel verarbeitet habe, aber das Haus war stark vom Hausschwamm befallen und nach langem abwägen habe ich mich für Multipor entschieden



ok



das ist n Argument..
greets Flakes..