kleine Umfrage: historisch-regionales Wort für die Lehmgrube

14.08.2009



Hallo liebe Forumsgemeinde,
ich bin im nordhessischen Städtchen Niedenstein aufgewachsen. Als Kinder haben wir immer gern auf den damals noch üblichen "freien Müllhalden" gespielt. Uraltautos und allerlei sonstiges Gerümpel galt es zu bespielen, der Platz hieß "Leimkule", gesprochen: Lei(b)n-kulle.
Später erst ist mir aufgefallen, daß das ja das Wort für die ehemalige Lehmgrube war.
Fährt man nun 20km weiter nach Wolfhagen, heißt es dort "Liemecke", gesprochen: Lie-mecke.
...find ich interessant, schreibt doch bitte mal, wie das in eurer Gegend hieß. Manchmal gibt es merkwürdig klingende Straßennamen, die an eine ehemalige Lehmgrube erinnern, alte Leute benutzen solche Namen auch manchmal für einen bestimmten Ortsbereich.
Freue mich auf eure Antworten...

Gruß...j.



Auf (ober-)österreichisch...



...dort komm ich her, klingt es nicht wirklich gut (schäm):
Loam-gruam (Lehm-Grube).
Wir sind halt ein wenig zurückgeblieben ;-) und haben die Monophtongierung nicht mitgemacht...

Hier in Brandenburg/Spreewald, wo ich jetzt zuhause bin, sagen die Leute Lehm-Kute. Hier in der Gegend wurde früher auch reichlich Lehm/Ton abgebaut und zu Ziegeln für die Berliner Gründerzeitbauten gebrannt. Mehrere - ziemlich tiefe - Seen, die in den alten Tongruben entstanden sind, erfreuen heute die Schwimmer und Seegrundstücksbesitzer. Ganz in der Nähe, in Klein Köris, gibt es einen "Tonsee". Und südöstlich von Berlin einen Ort namens Niederlehme.

Gruss, f.h.



Gelöscht...



...weil doppelt



in der schönen Wetterau gibt es die Leimenkaute



gesprochen "loamkaudt". In Südbaden am Kaiserstuhl hab ich hiefür oft den Begriff Allmende, gesprochen "almaent" gehört und gelesen.
Ein baiuvarischer Lehmhausinteressent rief mal bei uns an und wollte wissen, wie man heutzutage ein "Lamahus"baut.



Bei uns in Nordsachsen ---



--- bezeichnet man eine Lehmgrube als eine Lehmkeite.
- Grüße, A. Milling





hi Hier in Hesse sächt mer Lehmkaut
Gruß Ebby



"Leimkule"



... das heest bei mir, wie beim ebby: Lehmkaut


LG Christine





"Lehmkaute" in Südhessen, das findet sich auch oft noch in Gemarkungsbezeichnungen.

"Allmende" waren früher jedoch Gemeinschaftseigentümer, an denen alle Gemeindemitglieder das Recht zum Gebrauch hatten. Hierunter fielen – je nach dem was eine Gemeinde besaß - Wälder, Wiesen, Felder, Weiden, Wasser und auch Gruben.

Flur- und Ortsbezeichnungen wie Allmendfeld, -grube,-Wald etc. zeugen noch immer davon.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



In der Oberlausitz



In der Oberlausitzer vielleicht auch generell in der Lausitzer Region sagte man oder sagt noch:

Lehmlooch (also Lehmloch oder -luch)