Lehmdecke neu verputzen

28.05.2019 manuel_k79



Hallo.

Ich bin Mieter einer Wohnung in einem alten Fachwerkhaus und möchte meine Lehmdecke neu verputzen. Diese wurde in den Jahren von den Vormiertern etwas misshandelt. Es wurde gestrichen, tapeziert, verputzt, wieder drüber tapeziert, ...

Jetzt habe ich mit einer Spachtel erstmal alles runtergespachtelt so dass wieder die Lehmdecke freiliegt. Ich möchte nun mit einem Lehmputz verputzen. Allerdings hängen an der Decke noch Reste von Farbe, etc. die ich mit der Spachtel nicht abbekomme ohne riesen Sauereizu machen. Daher meine Frage, ob ich über diese Reste einfach drüber putzen kann.

Ein Bild im Anhang.

Gruß, Manuel



Noch ein Bild



Noch ein Bild



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Ein Bekannter sagte, ich soll einfach Rigibslatten an die Decke machen. Ist das möglich? Die Decke ist 1,70 x 0,90m.



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Vermutlich geht beides...



Hallo Manuel,
du schreibst es im Prinzip selbst. Entweder du musst dir die Sauerei antun oder die Decke verkleiden. Dafür gibt es viele Möglichkeiten, Gipskarton, Holzpaneele, usw. Beim verkleiden ist vielleicht noch die Frage ob es eine Decke zwischen 2 beheizten Räumen ist oder eine Decke zum eventuell gedämmten Dachboden. Dann sollte man übers verkleiden nochmal genauer nachdenken. Wegen Feuchtigkeit usw. Gipskarton wiegt nicht viel, aber kurz sollte man auch über das Plus an Gewicht Nachdenken.

Wir haben bei uns öfters mal die Drahtbürtenaufsatz für die Bohrmaschine benutzen müssen. Da braucht man aber einen wirklich guten Sichtschutz und vor allem Atemschutz und wie du schreibst, es gibt eine riesen Sauerei in vorm von Staub. Die Belohnung ist, das man eine Lehmputzdecke mit all ihren positiven Eigenschaften bekommt.

Ich würde nicht verkleiden, so lange es eine alternative gibt. Gegen den Staub kann man den restlichen Raum ganz gut schützen, durch abkleben der Wände und Boden.

Gruß
Sebastian



Eins noch...



Naja du könntest natürlich auch einfach mit den Farbresten leben, die Decke mit einem Lehmspachtel spachteln und dann mit Lehmfarbe Streichen. Sicher nicht die perfekte Lösung aber meines Erachtens besser als verkleiden und viel einfacher...

Gruß Sebastian



Anfeuchten



Anfeuchten und dann die Farbreste abschaben geht nicht?



@sebastian



Also über der Decke ist ein nicht gedämmter Dachboden. Auch nicht beheizt. Wie bekomme ich die Rigibsplatten an der Decke fest? Vermutlich werde ich nur eine benötigen. Kann man in den Lehm reinschrauben? Brauche ich spezielle Dübel?



@erik



Ich glaube das sind keine Farbreste. Sieht aus wie Papier. Ich vermute Tapetenreste mit Kleister.



dann würde ich Abstand von Gipskarton nehmen...



Hallo Manuel,
Gipskarton kann man an Wänden verkleben. An der Decke und bei dem Untergrund müsste man eine Traglattung anbringen. Aber mit dem Unbeheizten Dachboden würde ich auf keinen Fall einen Hohlraum bauen, in dem sich Kondensat bilden kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Platten anfangen zu Schimmeln ist durchaus gegeben. Gipskarton direkt an den Putz schrauben ist keine Option! Der Lehm ist nicht Tragfähig, auch nicht mit Dübeln. Die vielen kleinen Hohlräume die entstehen sind ein weiterer Grund.

Der schnellste und halbwegs brauchbare Weg ist meiner Meinung nach das Spachteln mit Lehmputz und dann streichen.

Vielleicht hat jemand anders noch eine andere Idee. Aber Gipskarton würde ich unter diesen Umständen auf keinen Fall einbauen...

Gruß Sebastian



Untergrundvorbehandlung ?



Ich hänge mich hier mal mit dran.
Ich saniere aktuell auch ein altes Stadthaus, in dem die Vorbesitzer die hüühäässlichen Styropor Platten unter die alte Decke geklebt hatten. Da der Kleber nicht hielt, hatte man auch noch jede Ecke mit Schrauben und Unterlegscheiben befestigt...gruselig...
Teilweise sitzt der Kleber noch bombenfest, abspachteln geht gar nicht. Überlege halt schon Holzdämmplatten unterzuschrauben und überzuputzen, widerstrebt mir aber etwas bei einer sonst originalen über 200 Jahre alten Decke..
Bisher habe ich vor Neuverputz mit Lehm immer bis auf den Originalputz abgetragen, Leimfarben, Ölfarben, Gips, Spachtelmassen mühsam runtergeholt.
Hier wird nun gesagt, einfach mit Lehmputz überspachteln...
Ernsthaft...
Hält das ?
Habe ich mir bisher zuviel Arbeit gemacht ?
Lose Stellen und Leimfarbe ist denke ich klar, muss runter...aber feste wilde Mischung ?
Wenn es da ein Zaubermittel gibt, bitte teilt euer Wissen mit mir..
Danke



Aus meiner Sicht, alles richtig gemacht...



@anna
wir haben es bei uns genauso gemacht, habe ich auch in meiner ersten Antwort geschrieben. Die Arbeit hast du also sicher nicht umsonst gemacht.

Aber ich habe Manuel so verstanden, dass er eine möglichst einfache Lösung sucht. Mein Vorschlag ist sicher nicht perfekt aber müsste funktionieren. Oder sieht das jemand anders? Ich denke man muss selbst abwägen was einem wichtiger ist.

Den Lehmspachtel den wir zum Spachteln bei Lehmbauplatten verwendet haben, hat bei uns sehr gut gehaftet, ansonsten könnte man sicher noch mit Silikat Grundieren.

Gruß Sebastian



Was sagt denn der Vermieter?



Als Mieter kannst du nicht einfach eine handwerkliche Lösung vornehmen, die dann dem Vermieter missfällt!!
Gipskarton und Lehmdecken, tödlich und wirklich nur der Billigbaumarktmist!
Wenn du hier etwas tun willst, dann kann man die Decken mit einem Lehmfeinputzaufbau dünnlagig und Glasfasergewebeeinlage überarbeiten.
Trotzdem sind Ferndiagnosen nicht optimal und man sollte stets am Objekt selbst die genaue fachliche Herangehensweise erarbeiten.
Aber, wie gesagt, Vermieterfrage!!

FG Udo



Was der Vermieter sagt....



Der Vermieter ist mittlererweile über 80 Jahre alt. Er wohnt hier auch in dem Haus. Das Fachwerkhaus stammt aus dem 16. Jhd. Problem nur, dass mein Vermieter hier im Haus viel selber gemacht hat, bzw. meine Vormieter hier viel gemacht haben. Und wie bereits erwähnt, wurde hier viel gepfuscht. Die komplette schöne Fachwerkfasade wurde einfach verputzt, auch bei mir in der Wohnung sind die meisten Räume einfach nicht mehr original. An der Wohnzimmerdecke habe ich Nut- und Feder-Bretter, die weiß gestrichen sind, die Wände wurden vor 15 Jahren von innen gedämmt. Es wurde dann normaler Kalkputz aufgetragen. Ich glaube die Lieblingsbaumaterialien damals waren Rigibsplatten, Silikon, Putz und Nägel. Mein Vermieter sagt, dass ich hier in der Wohnung machen kann was ich will. Ich kann auch alles umbauen. Ihm ist das mit seinen über 80 Jahren relativ egal hat er gesagt. Ich habe allerdings einen Mietvertrag auf Lebenszeit. Und obwohl hier viel gepfuscht wurde gefällt mir die Wohnung. Und ich zahle nur sehr sehr wenig Miete. Nur wenn ich jetzt etwas renoviere, saniere, dann will ich es jedenfalls richtig machen. Nur ob jetzt die 2 meter x 90 cm Decke im Flur wirklich noch mit Lehm verputzt werden müssen, wenn schon die Decke der ganzen restlichen 70 m2 der Wohnung mit Nut. und Feder, bzw. Rigibsplatten verschandelt wurde, das ist die Frage. Nur es sollte schon halten. Nicht dass in ein paar Jahren wieder alles runter kommt.



Deswegen die Idee mit dem Spachteln...



Ich rede nicht von neu verputzen, sondern von abspachteln. Eine dünne Schicht mit Lehmspachtel um die Fehlstellen zu verfüllen. Danach streichen. Mit fällt keine andere Variante ein, die schneller oder einfacher ist.

Vielleicht mal "Lehmputz - Lehmspachtel für Risse in der Decke" bei youtube eingeben.

Gruß Sebastian



@ Sebastian



...es ist nicht ganz so einfach bzw. leicht zu deinem Ergebnis zu kommen, wie du es rüberbringen möchtest.
Man muss es schon etwas tiefgründiger betrachten, was die Ausführung einer Spachtelung einer alten Lehmdecke betrifft.
Tieferliegende Flächenbereiche erst einmal planeben mit einem gut gesumpften Lehmgrobputz auffüllen und dies immer bei guter Anfeuchtung der alten Lehmflächen erst einmal.
Randbereiche beim zurücktrocknen stets andrücken.
Nunmehr die alten farbbeschichteten Bestandsflächen mit einer Lehmgrundierung für Wand und Decken Grundieren (quarzsandhaltig).
Wenn dies ebenfalls 24 h durchgetrocknet ist, wird mit dem Erstauftrag eines Lehmfeinputzes begonnen, in den sofort ein kleinmaschiges Glasfasergewebe (4 x 4 mm) eingebettet wird.
Dies trocknet dann einige Tage durch.
Die Endbeschichtung erfolgt mit selbigen Feinputzmaterial auf diese Fläche, wobei auf eine gute Vornässung mit einem leistungsfähigen Sprühgerät (Gloria/Gardena) zu achten ist.
Die Fläche wird dann im noch feuchten Zustand nach entsprechendem Oberflächenempfinden mit einem Schwammbrett abgeschwammt.