Lehmfragen

04.01.2006



Guten Abend !
Ein sehr schönes Forum .
Nun möchte ich auch ein wenig mein Wissen auffrischen.

Habe bei mir auf dem Haus ein Kämmerlein , was ich für unseren Sohn gerne wieder etwas herrichten möchte.
Es ist ein zum Speicher hin gemauertes Zimmer und zum Dach hin ist es zwischen den Sparren mit Lehm verputzt . Auch die gemauerten Innenwände sind mit Lehm verputzt .
Nun fällt an einigen Stellen der Lehm aus den Dachschrägen und ein Sparrenfach ist kompl. ohne Lehm . In diesem befindet sich nur eine Schillfmatte , welche aber auch sehr gelitten hat . Hier muss wohl jemand seinen Frust abgelassen haben .
Nun möchte ich gerne in diesem Fach eine Holzweichfaserplatte einsetzen und diese neu mit Lehm Verputzen . Ausserdem Fehlstellen an anderen Fächern ausbessern .
Zum Aufbau des Daches . Es sind die Pfannen direkt einsehbar .
Würde meine Arbeit sich lohnen , oder eher nicht .
Ich meine kann man diesen Aufbau so machen ?
Ich habe noch 35mm Weichfaserplatten im Hause , welche ich hier dann gerne verbauen möchte .
Nun meine Fragen :
Wie dick müsste ich den Lehm auftragen und wo bekomme ich diesen am besten und was kostet es ca fuer einen m2 .
Ist diese ganze Konstruktion auch sicher , wenn ich den Raum beheize ? Ich möchte gerne , da sich der Schornstein auch in diesem Raum befindet , einen Ofen installieren .
Sehr oft wird hier wohl nicht gespielt , aber man kann ja nier wissen , was meine Hobbys noch von mir verlangen .

Ich bedanke mich bei Ihnen recht herzlich .
Grüß Gott
Heinrich Köster



Machbar ist einiges



Natürlich sind diese erläuterten Sanierungsmaßnahmen durchaus mit ein wenig handwerklichen Geschick zu bewerkstelligen. Was die Situation der Lehmebenen betrifft und da kann man auch mit Naßlehmtechniken arbeiten und so sehr gute Verfüllungen der Fehlstellen erreichen.
Die Oberflächen nachher dann nur mit Strohlehmputz überputzen und oberflächenglatt abschwammen.
Jetzt muß ich aber genauer hinterfragen, was Sie mit den Holzweichfaserplatten genau noch einmal vorhaben.
Dies kann ich hier nicht genau deffinieren.
Sie können uns dazu auch direkt kontaktieren und man kann so genauer ins Detail gehen.
Preise richten sich nach verschiedensten Lösungen und können so pauschaliert nicht benannt wwerden.

Fachgrüße Udo





Guten Morgen.
Ich möchte in dem einem Sparrenfeld die Schilffmattenreste entfernen , da diese völlig zerstört sind . Dort möchte ich dann eine Holzweichfaserplatte einsetzen , da ich diese vor Ort habe .
Meine Frage zielte dort hin , ob ich die Weichfaserplatten auch verputzen kann und ob ich sie durch das verputzen auch zu den Sparren hin dicht bekomme.
Ausserdem stellt sich mir dann die Frage , ob ich das Spielzimmer auch beheizen kann , ohne Baumängel zu erhalten.
Schließlich ist auch hinter den anderen Gefächen keinerlei Folie etc und die Anschlußstellen an den Sparren scheinen durch den Putz relativ gut abgedichtet zu sein.

Vielen Dank
Köster



Keine Winddichtung





Keine Winddichtung



Leider bekommen Sie keine Winddichtung mit der Holzweichfaserplattenlösung hin, denn im Anschlußbereich der Anbindungen zum Sparrenholz entsteht stetig ein Abriß.
Dort ist nachher Luftbewegung!
Der Putz (Lehm) könnte auf der Holzweichfaserplatte (Frage ist, was für ein Produkt ist es genau?) schon halten, doch eben nicht in einer stärkeren Ausbildung. Maximal etwas 10 - 15 mm inclusive Armierungseinlage.
Wollen Sie trotzdem diese Variante umsetzen, so würden wir Ihnen vorschlagen,. beidseitig eine Nut in die Sparrenbalken zu beilen oder Fräsen oder sägen, wo die Holzweichfaserplatte sich einlagern kann und nachher noch der Lehmputz mit in die Holznut einbettet. Somit würde man eine gebrochene Konstruktionsfuge erreichen und es käme der Winddichtverbesserung etwas entgegen.
Wenn Sie nur mittels eines Ofen diese Räumlichkeit beheizen wollen, so würden wir denken, daß es nicht zu baulichen Bedenken und Schadbildentwicklungen kommen sollte.
Trotzdem wäre eine genauere Vor-Ort-besichtigung dessen nötig.

Grüße