Lehm, Wände, Tapeten, Naja

04.12.2010



Liebe Forumsmitglieder,
wir haben in der Stadt vor kurzem ein Haus aus den 1920er Jahren gekauft.Die Außenwände bestehen aus gebrannten Ziegel, die Innenwände aus Bimsstein mit Lehmmörtel gesetzt. Alle Wände sind innen mit Strohlehm verputzt. Beim Entfernen der mehrschichtigen Tapeten zeigte sich, dass große Teile des Innenputzes hohl waren und sich von den Ziegelsteinen gelöst hatten. Wir haben alles entfernt und wollen dies für einen neuen Auftrag verwenden. Doch vorher würde ich gern wissen, ob die Ablösung vom Mauerwerk nach 85 Jahren eine normale Erscheinung ist oder hier "modernere Bausünden" ursächlich sind und ich diese zuerst beseitigen muss.





nach 85 Jahren wohl eher normalzustand. Denke mal das daß Haus zwischendurch auch mal einige Jahre unbewohnt war, dann wurds feucht und kühlte aus.
Nichts hält ewig.



Naja,



die "moderne Bausünde" ist ja schon weg, nämlich die Tapeten.
Alles lose abmachen, Installationsschlitze etc. herstellen, den Untergrund wieder mit Lehmunterputz egalisieren(dafür kann der alte Lehm eingesetzt werden) und ganzflächig mit Lehmfeinputz überziehen.
MfG
dasMaurer





Lehm ist einfach sehr anfällig für Feuchtigkeit, die schon dadurch eingebracht wird, wenn die nassen Tapeten geklebt werden.
Lehm hat die Gabe Umweltgifte zu filtern, zu speichern, aber auch nur bis zu einem gewissen Grad.
Daher bauen wir alten Lehm nicht wieder ein, sondern ersetzen ihn durch Lehm, der zwei bis drei Jahre ruhen und sich säubern konnte.
Soviel zu Thema, was ich hier beitragen möchte.
Viel Spaß