Altes FACHWERKHAUS Haus dämmen

14.01.2004



Nochmals die Frage , kann ich mit Styropor von innen ein
Fachwerkhaus dämmen, das von außen verschiefert ist ?

Grüße,

Bernd



Hm, ist einmal Fragen nicht genug?





---Forenreferenz-----------
Isolierung von innen mit Styropor -
Hallo,

Ich möchte ein altes Haus von innen ducrh Aufkleben von Styropor wärmedämmen.

Ist das grundsäztlich o.K. ?

Grüße,

Bernd mehr ...
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Das Wissen der Altvorderen und die Bauphysik nicht vergessen.



Hallo,

ich stimme der Antwort von Günter Flegel voll und ganz zu. Stellen wir uns einmal die Frage, warum unsere Fachwerkhäuser so alt geworden sind: Die Antwort ist ganz einfach - weil die Altvorderen ihre Fachwerkhäuser nicht dicht gemacht haben. Es zog durch die Fenster und die Aussenwände waren mit Strohlehm als "Innenputz" ausgestattet. Dieser entspricht zwar nicht mehr den heutigen Anforderungen an den Wohnkomfort, doch hatte er die für die Fachwerkhäuser lebenswichtigen Eigenschaften der Diffusionsoffenheit, der kapillaren Leitfähigkeit und der Homogenität. Durch diese Eigenschaften war die Fachwerkaußenwand immer wieder in der Lage, entstandene Feuchtigkeit (durch Diffusion oder Schlagregen)kapillar aus der Wand heraus zu transportieren. Eine Styroporplatte ist weder diffusionsoffen, noch ist sie kapillar leitfähig. Sie ist also weder in der Lage, Feuchtigkeit im gasförmigen Agregatzustand durchdiffundieren zu lassen, noch in Lage, entstandene Feuchtigkeit kapillar zu transportieren. Hinzu kommt, dass es fast unmöglich ist, eine starre Platte wie eine homogen (ohne Lufteinschlüsse) an eine unebene Wand zu bringen. Lufteinschlüsse in der Wand bergen die Gefahr eines erhöhten Tauwasserausfalls in der Wand. Alle diese Punkte führen zur Durchfeuchtung der Wand und somit zur Zerstörung des Holztragwerkes.

Komme ich noch einmal kurz auf den Strohlehm zurück. Dieser hat, wie bereits gesagt, hervorragende Eigenschaften, doch erfüllt er nicht mehr den heutigen Standart. Unser Lösungsvorschlag für die innere Wämedämmung von Fachwerkaußenwänden ist CELLCO-Wärmedämmlehm. Die Bestandteile sind Kork,Kieselgur, Stroh und Lehm. CELLCO-Wärmedämmlehm ist wie der Strohlehm diffusionsoffen und kapillar leitfähig, zudem jedoch auch wärmedämmend. CELLCO-Wärmedämmlehm ist ein amtlich zugelassenes Wärmeschutzprodukt. Durch Einstampfen des CELLCO-Wärmedämmlehmes zwischen Fachwerkaußenwand und z.B. einer inneren Verschalung wird ein homogener Wandaufbau geschaffen. Weite Infos gerne unter www.haacke-cellco.de

Timo Gratilow



Styropor



Ich würde kein Styropor benutzen, da das Gebäude, bzw. die Wände anfangen zu schwitzen....lieber Steinwolle, oder andere Naturmaterialien. Wenn man eine Regenjacke anhat, bekommt man zwar keinen Regen ab, aber das Wasser läuft einem von innen trotzdem runter, durchs schwitzen....so ist das auch mit Styropor



können wollen dürfen



Sie können und dürfen. Die Frage ist, ob sie es wollen. Ich würde es nicht tun. Styropor verträgt sich nicht mit Fachwerk. Dann lieber keine Dämmung und mehr heizen.





LIeber eine 5cm Schilfmatte von innen an die Wand...in ein Mörtelbett aus Lehm oder Kalk gelegt und dann verputzt.
Dann gibts zwar immer noch Tauwasseranfall aber der kann wieder sauber ausdampfen.
Dazu nen schönen alten Holzofen und kräftig beheizt.

Zur Info: Alle kaputten, verotteten und befallene Balken ind meinem Häuschen waren entweder hinter Styropor, Beton oder Gips zu finden.
Vielleicht sind die Baustoffe Lehm und Kalk etc..im Moment teurer als der "moderne" Baumarktplunder, aber wenn sie einmal die Kosten und den Aufwand für den Austausch von Schwellen, Ständern und Riegeln haben dann rechnet sich das!!

Mfg
MArkus