Sanierung Haussockel

05.03.2011



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte den Sockel an meinen Bauernhaus sanieren.
Den "alten" Kalk oder Zement habe ich entfernt, zum Vorschein kam der Lehmstock, auf Bruchstein gesetzt.
Im Lehm wurden wahlos Ziegel eingedückt ...
Was wäre die "beste" Lösung für dieses Problem?

Meine Ideen:
1. Mit Lehm die Löcher verfüllen und putzen, anschließend eine Feldsteinwand davor setzen, entweder als Trockenmauer oder im Lehm fixiert?
Zum Fixieren wurde mir Trasszement empfohlen - kann ich mir aber nicht vorstellen das dies besonders gut ist.


2. Auf den Lehm einen Außenputz anbringen - aber welchen? 3. Fundament mauern?

Viele Grüße
Czerwneka



Sockelausbildung



Was bitte ist ein "Lehmstock"?

Viele Grüße



Sockelmauerwerk



Langsam kapiere ich, das Sie damit eine Stampflehmwand oberhalb des Sockelmauerwerkes meinen.
Dieser Abschnitt gehört nicht zum Sockelbereich (der reicht etwa 30 cm unter und etwa 30 cm über das Geländeniveau) und ist normal als Außenwand zu behandeln.
Wenn hier Putz repariert werden muß, dann zweilagig als mineralischer Dickschichtputz auf Kalkbasis. Die im Stampflehm eingedrückten Ziegelsplitter dienen zur Haftverbesserung, also bloß nicht rauspuhlen!

Der eigentliche Sockelbereich ist das Bruchsteinmauerwerk darunter. Bei Lehmwänden wurde dieser Sockel steinsichtig, also ohne Putz, erstellt. Er diente als Spritzwasserschutz und waagerechte Abdichtung.
Das funktioniert aber nur, wenn nicht nachträglich durch Geländeauffüllungen, Pflasterungen usw. das Geländeniveau gestiegen ist. Falls das bei Ihnen so ist, dann sorgen Sie wieder für die mindestens 30 cm Höhe des Bruchsteinsockels zur Geländeoberfläche.
Der Sockel sollte freigelegt und neu verfugt werden.

Viele Grüße



Antwort



Sehr geehrter Herr Böttcher,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Der Bruchsteinsockel hat zur Geländeoberfläche leider keine durchgehende 30 cm Höhe ca. 15 bis 20 cm. Diese wieder oder neu herzustellen ist sehr schwierig, der Hof ist mit Granit gepflaster, mit eim Gefälle vom Haus weg.
Wenn ich den 30 cm "Bruchsteinsockel" (wenn üpberhaupt vorhanden) freilege habe ich ein Gefälle zum Haus hin, oder ich müsste das gesamte Gefälle vom Hof ca. 60m2 ändern.
Gibt es keine Alternative.

An einer Ecke vom Haus, habe ich in den losen Außenputz(Kalk/Zement)entfernt, die Löcher in der Lehmwand mit Lehm und Kies ausgeglichen und flache,leichte Naturschieferplatten eingedrückt, diese halten bisjetzt seit einem Jahr.
Wäre das eine Alternative, würde mir auch optisch viel besser gefallen?!

Viele Grüße
Czerwenka



dry boots an cap



Lehm braucht einen trockenen Fuß; entweder Ihr Dachüberstand ist so groß das kein Regen oder Schnee an den Wandfuß kommt oder Sie müssen das Spritzwasser vom Pflaster wenigstens brechen. Wie das zu bewerkstelligen ist, kann man ohne genauere Kenntnis der Gegebenheiten vor Ort nicht sagen.
Grundsätzlich ist es möglich.

Viele Grüße