Lehm mit welchem Sand abmagern?

20.06.2007



Beim graben auf unserem Grundstückes stößt man nach ca. 50 cm auf Lehm, welcher jedoch seht tonhaltig ist.

Da wir uns die Mischungen für unsere Holzleichtlehmvorsatzschale selber anmischen möchten (ist sehr aufwendig, wissen wir), haben wir uns schon mal ca. 10 cbm bei einem Teichaushub "gesichert".
Nunmehr stellt sich uns die Frage mit welcher Sandqualität wir den Lehm des Aushubes abmagern.

Die Literatur schreibt - Sand 0-2 mm gebrochen und gewaschen.
Dieser ist aber schwierig, fast gar nicht zu bekommen.
Uns wurde Sand 0-2mm gebrochen (aus Steinbruch) oder Sand 0-2mm gewaschen, jedoch Rundkorn (aus Kies-, Sandgrube) angeboten.
Welches Kriterium ist für den Sand wichtiger, gebrochen oder gewaschen? Vermutlich wir der gebrochene Sand aus dem Steinbruch kam Lehmanteile aufweisen. Richtig?

Vielen Dank für alle Antworten im Voraus.



Lehm mit welchem Sand abmagern?



Welchen Sand Ihr nehmt
ist bei Eurer Verwendung egal, Hauptsache es ist Sand.
Auch der Lehmanteil spielt keine Rolle, er wirkt sich nur auf das Mischungsverhältnis aus.
Und das könnt Ihr am besten durch Probieren herauskriegen.

Viele Grüße
Georg Böttcher



Holzleichtlehm



Für Holzleichtlehm darf der Lehm aber ruhig fett sein. Er muss sich halt noch mischen lassen. Ich habe bei Holzleichtlehm noch nie Sand mit untergemischen müssen. kostet doch nur Geld. Viele Grüße, Johannes Prickarz



Wie



schon geschrieben, lass den Sand einfach weg.

Mir ist auch nicht bekannt das die Literatur für den Holzleichtlehm Sand empfiehlt.

Grüße



Bei Leichtlehm



dient der Lehm als Bindemittel, wie meine Vorredner schon sagten: lass den Sand weg.
Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik



Sand als Streckmittel



Da wir nur ca. 10 cbm Rohlehm augehoben haben und doch insgesamt etwas mehr brauchen (Vorsatzschale, Deckenschüttung), wäre der Sand gleichzeitig Streckmittel und da der Sand doch etwas billiger ist (ca. 9Euro/cbm), als Grubenlehm (bei uns 28 Euro/cbm) kommen wir da finanziell besser, wenn wir abmagern.

Was wäre für die Holzleichtlehm-Vorsatzschale (ca. 800Kg/cbm Rohdichte) in etwa bei ziemlich fetten Lehm als Mischungsverhältnis (Sand/Lehm) sinnvoll?



Die



Wärmedämmung einer Holzleichtlehmschale die nicht mit Sand abgemagert ist deutlich besser als bei einer mit Sand gestreckten Mischung!

Ob da die Kosteneinsparniss von 18€ / m³ ein Trugschluss ist?

Grüße Gerd



wie hoch ist der Tonanteil in Ihrem fetten Lehm?



Ich frage deshalb, da bei zu fettem Lehm bei gleichzeitig groben Holzhackschnitzeln die Gefahr von Rissbildung besteht. Dann würde das Abmagern mit Sand -oder besser mit Sägemehl -auch sinnvoll sein.



Tonanteil



Den genauen Tonanteil mit einem Wert können wir mit unseren Mitteln nicht bestimmen. Denke aber, nach unserer "Absetzprobe" zu orteilen, waren es locker 25%.



bei lediglich 25% Tonanteil brauchts kein Abmagern mit Sand!





Von welchen Mengen



Leichtlehm reden wir denn eigentlich?
Gemischt 1:1 hast Du schon 20m³.
Bei einer Stärke von 10cm hast Du schon 200m² Dämmmaterial!
Wie dick soll die Schicht denn sein?
Habe leider das Gewicht von 1m³ Holz nicht parat um das Mischverhältnis für 800kg/m³ Leichtlehm auszurechnen!
Kannst Du denn nicht noch mehr Lehm ausbuddeln?


Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik



200 kg



bringt ein cbm Hackschnitzel auf die Waage, kämen also ca. 600 kg Lehm dazu. Das heißt, 10 cbm Lehmmasse würden für ca. 30 cbm Holzleichtlehm reichen - das muß aber ein großes Haus sein. Viele Grüße, Johannes Prickarz



Unser Haus





Unser Haus



hat eine Wohnfläche von ca 225 m² und wir benötigen bei einer Dämmstärke von 10 cm ca 20m³ Blähtonleichtlehm
700kg/m³

Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik



Lehm mit welchem Sand abmagern



Liebe Katrin,
irgend etwas mit Eurer Schlämmprobe stimmt nicht.
Bei einem Schlämmkornanteil von 25 - 40% spricht man von gemischtkörnigen Böden, also Lehm.
Bei 25% Schlämmkorn hast Du einen tonigen oder schluffigen Sand, vielleicht gerade einmal Lehm.

Wenn Du wissen willst, ob Du bindigen Boden hast bzw. wie tonig er ist, gibt es ein paar einfache Versuche nach DIN 4022:
1. Trockenfestigkeit
Wenn Deine Bodenprobe im getrockneten Zustand nur noch mit Kraftaufwand zerbrochen werden kann und mit einfachem Fingerdruck nicht zerbricht, hast Du Ton, ev. mit einigen schluffigen oder sandigen Beimengungen (T, Tu, Ts)

2. Schüttel- Reibe- Schneidversuch
Um festzustellen, ob und wieviel Sand bzw. Schluff im Ton ist, eine Feuchte bzw. weiche, nußgroße Probe auf die gekrümmte Handfläche legen und die Hand schütteln/mit der anderen dagegenklopfen. Beginnt die Oberfläche nach einiger Zeit zu glänzen, ist Schluff bzw. Sand im Ton. wenn nicht, hast Du reinen bzw. fast reinen Ton (Tu, T)
Reibe etwas nassen Boden zwischen den Zeigefingern. Fühlt es sich seifig und glatt an, hast Du einen sandfreien, ev. schluffigen Ton (Tu, T)
Nimm ein Stück weichen Boden in den Mund und beiß etwas ab (keine Angst, Mineralboden ist geschmacklos und unschädlich. Wenn er nach Jauche schmeckt und riecht, solltest Du ihn sowieso nicht nehmen). Wenn es zwischen den Zähnen etwas knirscht, ist Schluff im Ton, wenn es nicht knirscht, hast Du reinen Ton.

3. Knetversuch
Nimm etwas weichen Boden und rolle ihn auf Deiner Handfläche zu etwa 3 mm dünnen Walzen. Forme aus den Walzen wieder einen Klumpen. Rolle den wieder aus.
Wenn Du jetzt wieder einen Klumpen formen kannst, der sich kneten lässt, ohne zu zerbröseln, hast Du reinen, ausgeprägt plastischen Ton. Je schneller er, auch schon beim Ausrollen, zerkrümelt, je mehr Schluff bzw. Sand ist im Boden.

Viele Grüße
Georg



@Georg Böttcher



und was soll Katrin jetzt machen?

Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik



Lehm mit Sand abmagern



Wenn der Fragesteller etwas anderes z.B. unter Ton versteht als der Beantworter, kann es zu einer falschen Antwort kommen.
Vielleicht hilft es ja dem nächsten potentiellen Fragesteller!

Viele Grüße
Georg