Lehm reisst an Schräge Lösung

25.09.2016 Glockengiesser

Lehm reisst an Schräge Lösung

Sachverhalt:

ich habe auf Heraklithplatte die Pavatex Pavadentro in 6 cm stärke aufschrauben lassen. (Die Handwerker haben zusätzlich Kleber hinter die Platten geschmiert, was ich nicht wollte, aber diese vorgenommen haben)

Dann haben wir Claytec Lehm Unterputz in ca. 2-3 cm Stärke mit Bewährungsgitter auftragen lassen.

Jetzt reißt der Lehmputz überall in Form der Pavadentro Platten. Vollständig durchgetrockenet. Vor 6-8 Wochen bereits aufgetragen.

meine Ansätze:

- kein Kellenschnitt sichtbar
- Kleben negativ für die Platten ?
- Armierungsgewebe aus Kunststoff nicht passend?


so richtig habe ich noch keinen Ansatz.

Bilder kommen.

Wie sind Eure Lösungsvorschläge?



weiteres bild


weiteres bild

Bild



das letzte bild


das letzte bild

letztes bild



Innenputz



2-3 Zentimeter Unterputz auf glatte, ebene Plattenbekleidung?
Das war unnötig und sicher eine Ursache für die Schwindrisse.
Warum auf Heraklith eine Dämmplatte kommt verstehe ich auch nicht so richtig.
Dämmung zwischen die Sparren, ev. Dampfbremse, Putzträger, Putz- das ist die übliche Reihenfolge.
Dann verstehe ich nicht wie bei einer Putzbewehrung die Stoßfugen sich so exakt abzeichnen können. Etwas passt hier nicht zwischen dem Foto und Ihrer Beschreibung zusammen.
Ist die Dämmplatte vom Hersteller als überputzbar freigegeben?



Falsch verstanden



Altbestand war: heraklithplatte

Neu obenaufgeschraubt: pavadentro = Verputzbare Holzwoll Platte Von pavatex

Dann Putz



Innendämmung



Ich habe mir die Verarbeitungsanleitung von Pavadendro angeschaut. Eine Kopplungs- bzw. Kleberschicht ist ZWINGEND vorgeschrieben. Die Handwerker haben richtig gehandelt als Sie sich gegen Ihre Anweisung durchsetzten und eine Kleberschicht auftrugen um Hohlraumfreiheit zu garantieren.
Als Untergrund gibt Pavadendro MASSIVE Wandkonstruktionen aus Mauerwerk bzw. Fachwerk an. Den Untergrund aus HWL und Putz halte ich für nicht zulässig im Sinne des Herstellers. Die geforderte zusätzliche Verankerung kann in einem solchen Untergrund nicht sicher erfolgen. Weder Dicke noch Befestigung der HWL- Platten sind bekannt. Wie es dahinter aussieht auch nicht.

Was können Sie tun:
Als Radikallösung alles bis auf den Sparren runter,Regen- und Windsicherung falls nicht vorhanden montieren, Dämmung einbauen (flexible Dämmmatte), Dampfbremse (bei Bedarf), Traglattung, Beplankung (HWL-Putz, GK, Lehmbauplatten, Fermacell- Dünnschichtputz...)
Minimallösung: Die Risse versuchen mit einem Schwamm vorsichtig zuzureiben oder
mit den Rissen leben.



Risse



in den Anschlusskanten sind normal. Besser nicht bis in die Ecke putzen und mit beweglichem Dichtmaterial ausfüllen.
2-3 cm ist unnötig, das Gewebe ist ok aber wo? Oberfläche Unterputz oder Oberputz? hatten die Heraklitplatten an der selben Stelle eine Stoßfuge? Ist das Gitter über die Innendämmungsfugen gelegt worden? Das Kleben ist richtig und wichtig

VG Hüpenbecker