Lehm-Aussenputz




Ich möchte auf Wunsch eines Bauherren für die Sanierung eines FWH einen Lehm-Aussenputz auf den alten bzw. ausgebesserten Lehm-Gefachen in Betracht ziehen. (Keine Wetterseite).

Gibt es spezielle Rezepturen/Zusätze etc., die einen solchen Putz haltbarer machen können. Nach welchem Zeitraum muss mit Nachbesserungen gerechnet werden. Gibt es Erfahrungen mit einem solchem Aussenputz.

Besten Dank für die Rückantworten.



Rezept



Ein Drittel Kuhdung (frisch), ein Drittel Kalk und ein Drittel Lehm. Den Dung 1-2 Tage mit Wasser verdünnt stehen lassen, bis er gärt. Dabei bildet sich Ammoniak. Dann den Kalk und den Lehm dazutun und mischen. Putzstärke ca. 2cm. Der Kalk verbindet sich mit dem Ammoniak und macht das Ganze wasserfest. Die Pflanzenfaserreste im Dung verhindern Risse, durch die das Wasser im Winter eindringen könnte.

Ich habe dieses Rezept selbst nicht ausprobiert, kenne aber eine derartig behandelte Wand (Westseite = Wetterseite), die seit Jahren unversehrt existiert.

Tja, so waren sie, die Rezepturen unser Altvorderen...

Viele Grüße

Wolfgang



Hallo Herr Pickartz,



ja wir haben Erfahrung mit Lehmaussenputzen.

Gibt es noch historischen Lehmputz am Gebäude?

Wenn ja würde ich den neuen materialmäßig an den alten anpassen. Frischer Kuhdung verbessert wirklich gerade für den Aussenbreich die Qualität.

Die Fasse sollte einmla im Jahr begutachtete werden, so können kleine Nacharbeiten zeitnah erfolgen.

Grüße aus Koblenz