Holzweichfaserplatten mit Lehm ankleben?

22.09.2013 Axelino



Hallo,

heute wollte ich Holzweichfaserplatten an der Wand (Ziegel) befestigen. Leider wollte der Lehmputz nicht so recht haften. Ich habe alles mögliche ausprobiert: Platten vornässen (dabei perlt das Wasser aber eher ab), Wand vornässen, Lehmputz trocken oder feucht. Wirklich halten tun die Platten eigentlich nur mit den Tellerdübeln. Wenn man aber wirklich 10 Tellerdübel pro qm braucht, dann frage ich mich: Wozu der Lehm? Zur Stabilität trägt er ja wohl nicht bei. Da bin ich von Ansetzgips anderes gewohnt, der klebt sofort wie der Teufel.

Hat mir jemand einen Rat, ist Lehm wirklich das geeignete Mittel um Holzweichfaserplatten zu befestigen?

Grüße
Axelino



Weichfaserplatten



habe ich noch nie auf Lehm geklebt, aber auf Mauerwerk geputzt und ich kenne mich etwas mit Lehm aus.
Je höher der Tonanteil im Lehm ist, desto besser klebt er.Das nennt man "fetten Lehm" Vielleicht war Dein Lehm zu mager.
Damit der Lehm, der die Weichfaserplatten ankleben soll selbst noch besser an der Wand klebt, würde ich diesselbe mit einer dünnen , fetten Lehmschlämme einsauen.
Das Gleiche mit der Seite der Platten, die zur Wand hin zeigen soll. Ich könnte mir auch vorstellen, dass eine Seite der Platten besser zum Ankleben geeignet ist wie die Andere.
Ansonsten: Der Lehm hat nicht nur die Aufgabe zu kleben, er ist in diesem Fall auch Füllstoff, damit die Platten möglichst hohlraumfrei angeklebt werden können.
Weil: Wenn das nicht so gemacht wird kann in eventuellen Hohlräumen Feuchtigkeit kondensieren. Weils ja eine Innendämmung ist.
Ralph Schneidewind



Innendämmung



Ohne Kenntnis des Produktes kann man zu Ihrem Problem nur Vermutungen äußern.
Hier meine:
Sie haben hydrophob eingestellte Dämmplatten eingesetzt, die sind für Innendämmung NICHT geeignet da nicht kapillaraktiv.

Viele Grüße



Tellerdübel



Also 5 Tellerdübel /m² reichen völlig aus. Einen in jede Kreuzfuge und dann noch zwei in die Platte mittig rein.
Wenn der Lehm nicht klebt ist er in aller Regel zu trocken. Untergrund und Platte nehmen das Wasser sehr schnell auf.
Bei der Platte kann auch die Oberflächenstruktur ein Abperlen von Wasser verursachen. Oberfläche aufrauen - mit was auch immer hilft. Igelwalze, 24er Schleifpapier, Drahtrbürste oder so.
Viel Erfolg



Welcher Putz und



welche Platten?

Der Lehm sollte auf der Wand aufgebracht werden. In diesen kann dann die Platte eingedrückt und zusätzlich noch verdübelt werden.

Wird die Platte vorgenässt, hält der Putz schlechter.

Grüße



Tellerdübel müssen schon sein



Meine Vorredner haben eigentlich schon alles gesagt. Ergänzen würde ich noch, dass (soweit ich das bei unserem Bauvorhaben noch in Erinnerung habe) der Lehm vor allem dazu dient, Unebenheiten auszugleichen, damit zwischen Mauerwerk und Platten keine „Luftlöcher“ bleiben.



mein Senf



Mein Gipser hat die Platten mit dem Glätter eingerieben/einmassiert. Ganz dünne Schicht. Dann mit dem Zahntraufel etwas Lehm aufgekämmt. Ebenso auf die mit Grundputz egalisierte und (ganz wichtig) durchgetrocknete Wand.

Insgesammt soll die Schicht max 1 cm sein. Ich hab sie mit einem brettchen und Hammer angeklopft. Mein Gipser lachte nur, er machtdas mit der offenen Hand. Gesht auch, wenn man Hände wie Klodeckel hat.

Tellerdübel gibt der Plattenhersteller meist die Anzahl vor.

Entweder falsche Platte, Lehm total falsche konsistenz odet falsche abmagerung, Wand nicht mit Grundputz ausgeglichen?



Lehmschlämme



Danke für die vielen Tipps. Die Platten sind laut Hersteller ausdrücklich für die Innendämmung geeignet. Ich werde mal das mit der Lehmschlämme probieren. Muss man die vorher antrocknen lassen, bevor man dann den Lehm aufträgt?
Wahrscheinlich war mein Fehler, dass ich den Lehm batzenweise aufgetragen habe. Zum Glück habe ich nach 3 Platten aufgehört, weils Murks war.

Grüße
Axelino



Innendämmung



Verraten Sie mir bitte den Namen des Herstellers und die Typenbezeichnung des Produktes.