Leicht-Stampflehm (Blähglas)

20.06.2008 rote Fäden



Ich hoffe, es wird nicht als Werbung betrachtet. Wir sind ja nicht Hersteller der Ware. Weil wir gerade sehr begeistert in Ausführung der Leich-Stampflehmwände sind, liegt mir daran, diese Bauweise zu publizieren. Für mich eine ideale Ergänzung im modernen Fachwerkbau. Mit dem Lambda-Wert von 0,11 liefert es gute rechnerische Ergebnisse, verhält sich bauphysikalisch einwandfrei, und das Material ist relativ einfach einzubauen.
Auch in der Sanierung sehe ich Einsatzmöglichkeiten, z.B. beim Ersatz von Fachwerk-Ausfachungen oder als innere Vorsatzschale (immer! nach sorfältiger Überprüfung und Einschätzung der Substanz)
Schöne Grüße aus Lörrach (nur 5 km von Basel entfernt! in voller Begeisterung über unsere Kicker - Der Jogi stammt aus Schönau, 20 km von hier Richtung Schwarzwald)
Jürgen Maier



wieviel Lehm ist in Ihrem neuen Leichtlehm überhaupt drin?



Wie hygroskopisch verhält sich der Blähglas-Leichtlehm? (Feuchteaufnahme-Feuchteabgabe-Feuchtespeicherung?



Material von Thilo Schneider?



Haben Sie Material von Thilo Schneider verwendet?
Und wie haben Sie es eingebaut? Mit Handstampfer?
Haben in Tettnang ebenfalls kurz vor Jahresende eine Scheune so ausgefacht.
Nunmehr ist eine Wandheizung aufgelegt worden und wurde mittlerweile mit Lehmgrundputz verputzt.

Handwerklicher Gruß

Udo Mühle



@ Jürgen



Werbung gilt hier nicht als sittenwidrig :-)

Über gute Produkte und Techniken sollte man schon reden dürfen.

Auch mich interssiert das Mischungsverhältnis.

Grüße

Thomas



Ja es ist das Material von Thilo Schneider.



Nur er weiss die genaue Zusammensetzung. Er ist es auch der 14 Jahre Erfahrung mit dem Material hat.
Der Zuschlag ist ein Blähglasgranulat mit 2-4 mm. Wir haben es teilweise von Hand (Fäustel, Holzstampfer, 3kg-Vorschlaghammer) und mit Drucklufthandstampfer durchgeführt. Beides geht gut, die Geschwindigkeit ist nicht sehr unterschiedlich.
Wir haben bis zu 5m hohe Wände in 35 cm Dicke gestellt, und es gab nicht die geringsten Probleme.
Leider habe ich die Schwäche, dass ich trotz fast 30-jähriger Erfahrung, davon 15 Jahre mit Lehm, nicht viel mit Hygroskopierfähigkeiten im Vergleich mit anderen Lehmmischungen anfangen kann. Ich vertraue auf die Erfahrungen anderer (Thilo) und meinen Einschätzungen. Es ist soviel Lehm drin, dass es wie verrückt auch am blanken Eisen hält, oder die 5m hohe Wand zusammenhält. Der Lehmanteil in z.B. schwerem Stampflehm ist auch nicht höher, nur der Zuschlag ist schwerer. Ich schätze den Lehmanteil auf etwa 20 Volumenprozent.
Schöne Grüsse
Jürgen Maier