Lehmputz

20.11.2021 Bernhard


Hallo Leute,
ich besitze ein recht großes Bauernhaus im Lippischen das von 1848 ist. Der alte Bauer hat es ziemlich verkommen lassen und eigentlich kann man alles das, was er "renoviert" hat, wieder herausreißen.

Im Sommer habe ich dann den alten Außenputz von den Wänden geschlagen. Darunter kam Bruchstein zum Vorschein, den ich mit viel Mühe neu verfugt habe. Seinerzeit habe ich hier einige wertvolle Tipps von euch bekommen. Ebenso hat ein Teil des Hauses neue Fenster (kein Kunststoff) sondern nach außen zu öffnende Sprossenfenster bekommen. Die Fenster kommen zwar aus Polen, sind aber prima.

Nun will ich meine Arbeiten im Winter mehr auf den inneren Teil des Hauses verlegen. Das restliche Stroh (das über 50 Jahre auf dem Strohboden gelegen hat) habe ich abgeworfen und untergebracht (immerhin gut 3000 Ballen). Nun will ich erst einmal einen Raum im Haus sarnieren; Neue Elektrokabel und Steckdosen, den Eichenboden wieder freilegen, Rigipsplatten von den Wänden entfernen.
Der Raum selber ist wohl teilweise mit Kalkputz, teilweise mit Zementputz verputzt. Den Kalkputz konnte ich abschlagen, darunter kam Lehm. Den Zementputz an einer Wand konnte ich nicht abschlagen, die Wand hat der Bauer mal neu Stein auf Stein hochziehen lassen.

So ein bischen Erfahrung mit Lehm habe ich bereits. Seinerzeit habe ich einen alten Stall von 1733 mit Lehm innen neu verputzt. Das Material Lehm hat mich dabei vollkommen überzeugt. Es ist einfach ein Superzeug!

Jetzt möchte ich den Raum, den in renoviere, auch mit Lehm verputzen. Das was unsere Vorfahren gemacht haben hatte schon Sinn.

Meine Frage nun: Kann ich auch auf den Zementputz eine Lage Lehmputz aufziehen? Man sagt ja hart auf weich geht nicht, weich auf hart geht.

Meine weitere Frage Ich kann hier recht günstig ein Bigpack Lehmputz von jemandem kaufen, der wohl zuviel gekauft hat. Es ist aber der Lehmunterputz. Kann ich damit auch ein vernünftiges Putzbild hinbekommen, oder ist der zu grob. Ich will eigentlich nicht tapezieren, sondern die Öberfläche soll so etwas rau bleiben.
Es wird auf der Internetseite der Hersteller auch immer gesagt, dass der Putz innerhalb von 3 Monaten verarbeitet werden sollte. Ich bin da irritiert. Ich dachte, Lehm kann man unendlich lange verarbeiten.

Fotos mache ich, wenn ich etwas Vorzeigbares vorweisen kann.

Grüße aus dem Lipperland
Bernhard



Guten Morgen Bernhard



Wirklich helfen kann ich dir nicht , nur das mit dem Lehmputz und der Haltbarkeit meinen Erfahrung weitergeben..
Ich vermute das er nur 3 Monate haltbar im Big Pack ist ..
. Wir haben mal einen halben Sack länger stehen gehabt und er wurde schimmelig.. Ich denke das liegt daran das er halt feucht ist und im Sack nicht richtig trocknen kann.
Evtl kann man ihn länger lagern wenn man ihn aus dem Big Pack nimmt und so lagert das er erstmal trocknen kann .. Wenn du den Sack günstig bekommst ,würde ich es einfach mal ausprobieren..Lehmunterputz braucht man bei der Sanierung ja immer ...Ich frag mich manchmal wo die ganzen Tonnen geblieben sind ,die wir schon verputzt haben



Lehmputz Haltbarkeit



Hallo, also prinzipiell ist Lehmputz tatsächlich "unendlich" haltbar.

Es mag schon sein, dass so ein Bigpack, wenn er durchfeuchtet, wegen der Zuschlagstoffe anfängt zu schimmeln: das sind dann aber Strohanteile etc.

Der Lehm an sich KANN nicht schimmeln, da es sich um anorganisches Material handelt.
Ergo: du kannst den Lehm gut verwenden.

Dasselbe Phänomen tritt auch bei neuverlehmten Wänden auf, wenn die Strohzuschläge wg der Feuchtigkeit kurzzeitig schimmeln. Bei Durchtrocknung der Wand verschwindet der Schimmel aber auch wieder.

Das da überhaupt ein "Haltbarkeitsdatum" draufgedruckt wird ist schlichtweg ein Witz!



Lehmputz und Zementputz


Lehmputz und Zementputz

Ich kann auch nur meiner Erfahrungen teilen.

Der Lehmputz bleibt die ersten drei Monate schön gleichmäßig. Mit der Zeit zieht er Feuchtigkeit oder er trocknet. In beiden Fällen setzt er sich etwas zusammen. Eine schlechte Idee ist es ihn geschlossen zu halten, weil dann tatsächlich Feuchtigkeit an der Folie kondensiert und sich Schimmel bildet. Ich hatte vor allem Unterputz mit Stroh im Bigpack. Vermeiden kann man dies indem man die Tüte oben offen läßt. Ich hatte meinen Lehm in einer Scheune, da war das kein Problem. Ich musste dann eben beim herausholen den Lehm etwas auflockern. Für die Verarbeitbarkeit in der Maschine ein Problem, aber es schadet nicht der Qualität.

Ich hatte bei mir Zementputz innen in einem Raum dick mit Dispersionsfarbe gestrichen. Schön rau wie es sich für den Rustikallook der 70er gehört hat. Abschlagen habe ich dann sofort aufgegeben und es mit Grundierung versucht. Einfache Grundierung aus dem Baumarkt. Darauf dann Lehmunterputz in 2 Schichten um den ungleichen Putz auszugleichen. Ergebnis hält jetzt schon seit 2 Jahren rissfrei. Garantieren würde ich das nicht, aber bei mir hat es hervorragend funktioniert.

Ob ein Oberputz notwendig ist, ist mehr Geschmacksache. Wo ich dick aufgetragen habe, hat das auch mit der Korngröße vom Unterputz mit dem Gewebe funktioniert und ich habe das ganze abgefilzt und mit Lehmfarbe gestrichen. An Wänden wo ich wegen den Übergängen zwischen unterschiedlichen Putzarten nur noch ein paar mm Putz aufgezogen habe, war der feine Lehmoberputz die ideale Wahl. Ich mag die etwas grobere Oberfläche vom Unterputz, aber da muss man dann auch 1-2 cm Putzstärke haben.



Lehm



Hallo Sophia, hallo Ralf, hallo Historia,

erst mal vielen Dank für eure Antworten. Das war alles sehr hilfreich für mich,

Ich weiß jetzt, dass ich auch "älterne" Lehm verwenden kann. Auch scheint der Lehm auch auf Betonputz zu halten, wenn man den entsprechend vorbehandelt. Seinterzeit habe ich auch den 200 Jahre alten Lehm wieder verwendet, den ich von den Mauern abgeschlagen habe. Das war aber auch in einer alten Scheune und nicht in einem Wohnhaus.

Lehm ist schon ein tolles Material.

Historia, du hat anscheinend auch nur den Unterputz verwendet. Korrgiere mich doch, wenn ich das falsch verstanden habe. So wollte ich das auch machen, weil mir das "rustikale" eigentlich sehr gut gefällt.

Ich werde mich also in den nächsten Tagen mal an das ganze wagen. Dann melde ich mich wieder und stelle auch einige Fotos ein.

Grüße aus dem Lipperland



Unterputz



Hallo Bernhard,

ich habe weitestgehend die alten Putze belassen und dann überall eine dünne Schicht Lehmputz darüber gezogen um eine homogene Fläche zu haben.

Überwiegend auf den Innenwänden, da ich überall neue Kabel gelegt habe musste ich einmal fein darüber ziehen. Da habe ich zuerst die Löcher mit Unterputz eben gezogen und dann 2 lagen dünn Oberputz über den Ausgleich und den vorhandenen Kalkputz. In den Oberputz dann Gewebe eingelegt.

An den Außenwänden musste ich viel ausgleichen und habe alles mit Unterputz, teilweise mit Langstroh angegreichert eben gezogen. Darauf dann HWP geklebt mit Lehmkleber und darauf noch ca. 1-2 cm. Lehmunterputz mit eingelegtem Gewebe. Das ging gut und ist jetzt eine etwas grobere Optik.

An einer der letzten Wände meinte ich mir über der Isolierung den dicken Ausgleich sparen zu können. Aber bei ca. 2-4 mm nur mit Oberputz kommte es zur leichten Rissbildung. Da ist dann ein etwas dickerer Putz doch flexibler. Auch das eingelegte Gewebe hilft nur bedingt.



Lehmputz



Wie bereits geschrieben, Lehmputz ist unendlich lange haltbar. Was im feuchten Zustand anfängt zu schimmeln und/oder verrotten sind die pflanzlichen Zuschläge, wie Stroh, Heu, Hanf, usw.. Oft bilden sich an der Innenseite der BigBags auch Algen.
Die eine Option wurde auch bereits beschrieben, den BigBag mindestens offen stehen lassen, besser noch, wenn genug Platz vorhanden ist, ihn ausleeren und den Lehm trocken lassen.
Aber selbst wenn der Lehm im BigBag schon den einen oder anderen Schimmelfleck hat, kann man ihn noch bedenkenlos verarbeiten. Denn beim Anrühren und Aufziehen wird das Mycel völlig zerstört. Man muss nur während der Trocknung an den Wänden verstärkt darauf achten, dass wenn der Pilz wieder keimt, bzw. neue Sporenkörper sichtbar werden, diese gleich entfernen und idealerweise die Stellen z. B. mit 90%igem Alkohol desinfizieren. Ist der Putz dann getrocknet, stirbt der Pilz sowieso ab und kommt auch nicht wieder.

Die Oberfläche von strohhaltigem Unterputz kann man auch so glatt bekommen, dass man sie Streichen kann ohne das eine "Rauhputz"-Optik entsteht. Der Putz muss nur dicker als die größten Sandkörner im Putz sein (alte Putzerregel: 2- bis 3-facher Korndurchmesser), man muss ihn mehr filzen, damit alle Poren zu gehen und anschließend nochmal mit der Glättkelle drüber gehen, damit sich die Strohhalme flach an die Oberfläche legen.
Ich weiß auch von Leuten, die die abstehenden Halme nach der Trocknung des Putzes mit der Lötlampe "abgefackelt" haben, weil sie versäumt haben zu glätten.
Wer den Putz in seiner Originalfarbe stehen lassen will, kann die Oberfläche nach der Trocknung noch mit einer harten Bürste (Tapeziererbürste) kräftig abbürsten, um den Lehmschleier von den Halmen zu entfernen. Dann glänzen die Strohhalme mehr.



Hallo nochmal



Karl-Heinz Hubel schrieb :
Wer den Putz in seiner Originalfarbe stehen lassen will, kann die Oberfläche nach der Trocknung noch mit einer harten Bürste (Tapeziererbürste) kräftig abbürsten, um den Lehmschleier von den Halmen zu entfernen. Dann glänzen die Strohhalme mehr.

Wir haben mehrere Räume mit braunen Farblehm verputzt , dieser enthält auch Stroh. Wir haben uns schon gefragt warum man die Strohhalme bei uns nicht so sieht wie auf Beispiel Bildern..
Das mit der Tapezierbürate werden wir ausprobieren.
Vielen Dank ...



Lehm



Hallo Karl Heinz,

danke für deine Rückmeldung. Du hast mir schon einmal ganz wichtige Tipps zur Verfugung meiner Bruchsteinwände gegeben. Dank dieser Tipps ist nun etwa die Hälfte meiner Außenwände gut verfugt.

Deine Tipps zum Thema Lehm werde ich auch beherzen.

Vielleicht hast du noch einen Ratschlag für mich:

- Muss ich die glatten mit Zementmörtel verputzen Wande mit irgendetwas vorbehandeln? Ich wollte sie eigentlich nur aufrauen (ggf. mit dem Handschleifer abschleifen, weil vorher ne Tapete drauf war) und dann mit Lehm drüberputzen. Wenn ich das richtig verstehe, geht Lehm nur eine mechanische Verbindung mit dem Untergrund ein und keine chemische. Da scheint doch eine Vorbehandlung mit Tiefengrund überflüssig, oder?
- Eigentlich wollte ich kein Flechtwerk oder ähnliches in den Putz einfügen (ggf. nur an gefährdeten Stellen. Ist das so ok oder soll ich doch vollflächig so Kunststoffgitter einfügen?

Grüße aus Leopoldshöhe
Bernhard



@Bernhard



Auf "normal" gefilzten (Kalk-) Zementputz kann man einen Lehmputz in ca. 15 - 20 mm Dicke i. d. R. einfach drüber ziehen. Den Untergrund muss man dazu gut anfeuchten. Ein Tiefgrund, o. ä. ist nicht nötig. Ist der alte Putz zu glatt (am Besten eine Probefläche anlegen und die Haftfestigkeit testen) oder der Lehmputz soll dicker aufgezogen werden, kann man entweder zuerst einen Lehmkleber (od. Fliesenkleber) gezahnt aufspachteln (6er Zahnung), oder eine gekörnte Grundierung streichen (z. B. von Claytec "Die Rote"). Tapetenreste sollten aber auf jeden Fall vollständig entfernt werden. Kleisterrückstände sind kein Problem. Im Gegenteil, der Kleister vermischt sich beim Aufziehen mit dem Lehmputz ein wenig und lässt ihn besser anhaften. (Cellulose ist ein Bestandteil von Lehmkleber)
Auf "gemischtem" Untergrund muss nach gängiger Putzerregel ein Armierungsgewebe eingebettet werden.
Ich persönlich lege immer eines vollflächig ein, weil mir das Risiko der Rissbildung die Einsparung der paar Euro fürs Gewebe nicht wert ist.



@ Sophie



"Das mit der Tapezierbürate werden wir ausprobieren."
Wenn man die Bürste z. B. mit einer Pumpsprühflasche etwas "einnebelt", sprich nur ganz leicht anfeuchtet, lässt sich der Lehmschleier etwas einfacher weg "polieren". Die Bürste darf nur nicht so nass sein, dass die Putzoberfläche angeweicht wird!



Lehmputz



Hallo Karl Heinz,

danke für die Tipps. Ich hätte jetzt versucht den Taptenkleister abzubekommen. Das erspart mir wahnsinnig viel Arbeit.
Zwei Fragen hätte ich noch:
1. Du verwendets eine Amierung für den Putz. Das würde ich dann auch machen. Ich habe hier noch 100 Meter auf der Rolle, das ist so Kunststoffarmierung. Kann ich die wohl nehmen?
2. Ich will auch die Außenwände verputzen. Zweilagiger Bruchstein mit Luftschicht in der Mitte. Sollte ich da noch Lehmplatten von innen vor die Außenwand machen, um eine bessere Dämmung zu erreichen? Eigentlich stehe ich auf dem Standpunkt, alles wieder so zu machen, wie es die Baumeister seinerzeit gemacht haben,
Sobald ich vorzeigbare Ergebnisse habe, schicke ich mal einige Fotos.

Grüße Bernhard



Armierungsgewebe



@ Bernhard
"....das ist so Kunststoffarmierung."
Du meinst wahrscheinlich kunststoffumhülltes Glasfasergewebe. (?)
Das kann man verwenden, die Maschenweite sollte aber 5 x 5 mm nicht unterschreiten, weil es sonst wie eine Trennlage zwischen den Putzschichten liegt. Der Oberputz kann sich nicht mehr richtig im Unterputz verkrallen. Man kann aber genauso Gewebe mit einer Maschenweite von z. B. 10 x 10 oder 12 x 12 mm verwenden. Die sind aber meistens steifer und lassen sich deswegen nicht so gut um enge Radien (z. B. Rundungen an Fensterleibungen od. Deckenanschlüssen) legen als feinmaschigere.

"Sollte ich da noch Lehmplatten von innen vor die Außenwand machen, um eine bessere Dämmung zu erreichen?"
Lehmbauplatten sind kein Dämmstoff!
Sie haben die ziemlich gleichen Lambda-Werte wie Lehmputze.
Für eine Innendämmung solltest du entweder verputzbare Holzweichfaserplatten, oder Mineralschaumplatten verwenden. HWF-Innendämmplatten (z. B. Steico Internal, Pavatex Pavadentro, Gutex Thermoroom) gibt es beim Baustoffhändler und evtl. Dachdecker-Großhandel, Multipor-Platten gibt es in jedem gut sortierten Baumarkt.



Es ist vollbracht1



So, nun wollte ich doch noch einmal eine Rückmeldung geben, wie es bei mir mit dem Verputzen mit Lehm geklappt hat:

Ich hatte ein Bigpack Unterputz und ein Bigpack Oberputz. Zunächst habe ich nur den Unterputz verwendet und ein sehr erfreuliches Ergebnis damit erzielt. Der Tipp mit dem Schwamm alles im Nachhinein abzureiben, war Gold wert. Es sieht wirklich gut aus!
An den "schwierigen" Stellen, etwa da, wo Eichenbalken waren, habe ich eine Glasfasermatte eingearbeitet, so wie ihr das ja empfohlen habt.
Die Kanten an den Fenstern und Türen habe ich mit einer Stahlkante die man einputzen konnte, verstärkt. Die habe ich vorher mit Rotband eingeklebt.
Den Feinputz habe ich auf eine bereits mit Zementputz verputze Wand gezogen. Dazu habe ich mit zwei Schienen besorgt, die als Abstandhalter dienten. Der Putz ist supergerade geworden. Meine Frau ist happy!

Ich will das ganze nun erst mal so lassen und schauen, wie das mit dem Heizen so wird und ob der Raum so gut genug isoliert ist. Ansonsten würde ich vor die Außenwand noch eine Faserplatte kleben. Die Oberfläche ist ja jetzt ganz gerade, so dass das ohne Lufteinschlüsse geht.
Nachdem ich letztes Mal schon so hilfreiche Tipps bekommen habe: Habt ihr einen Tipp. Welche Platte würdet ihr empfehlen? Ich bin nun leider nicht so wohlhabend, und muss da nicht den Mercedes haben.
Werden die Platten in den feuchten Lehm eingedrückt, oder nutzt man speziellen Kleber?

Eine weitere Frage die sich mir stellt: Wie lange muss ich warten, bis ich mein Meisterwerk streichen kann. Und.... welche Farbe nehme ich. Ich hatte Lehmfarbe im Baumarkt gesehen, habe dann aber gleich wieder Abstand davon genommen, als ich die "Zutatenliste" gesehen habe.
An liebsten würde ich mir Farbpulver zuschicken lassen dass ich dann mit Wasser verdünnen kann. Das Ganze soll weiß werden. Ist da eine Vorbehandlung des Lehms erforderlich?

Fragen über Fragen.... die versprochenen Fotos kommen auch noch..... allerdings erst wenn ich die Baustelle aufgeräumt habe..... sonst bekommen hier einige einen Schock.

Grüße aus dem Lipperland
Bernhard



Re: Es ist vollbracht



Na das liest sich doch schon mal gut.
Herzlichen Glückwunsch zum gelungenen Werk! ;-)

"Ansonsten würde ich vor die Außenwand noch eine Faserplatte kleben. Die Oberfläche ist ja jetzt ganz gerade, so dass das ohne Lufteinschlüsse geht. Nachdem ich letztes Mal schon so hilfreiche Tipps bekommen habe: Habt ihr einen Tipp. Welche Platte würdet ihr empfehlen?"
Lies mal diese "Anleitungen", da steht drin welche Platten man verwenden kann und wie sie angebracht werden : https://www.steico.com/fileadmin/user_upload/importer/downloads/4028b6097384810e01749c3c49bb7b91/STEICOinternal_conluto_Putzempfehlung_i.pdf oder https://www.steico.com/fileadmin/user_upload/importer/downloads/4028b6097384810e01749c3c49bb7b91/STEICOinternal_CLAYTEC_Putzempfehlung_i.pdf oder https://www.claytec.de/Arbeitsbl%C3%A4tter/3_Arbeitsblatt-Innendaemmung/Arbeitsblatt_Innendaemmung.pdf

"Wie lange muss ich warten, bis ich mein Meisterwerk streichen kann. Und.... welche Farbe nehme ich."
Lehmputz muss komplett getrocknet sein, bevor er gestrichen wird.
Von beiden in den obigen Links genannten Hersteller gibt es auch Lehmfarben die, bis auf die Blautöne, rein aus farbigen Erden, ohne zusätzliche Pigmente und sonstigen unnötigen Zuschlägen (Fungizide, usw.) hergestellt werden: https://www.claytec.de/de/produkte/feine-oberflaechen und https://www.conluto.de/lehmfarbe/
Zu den jeweiligen Produkten bieten beide Hersteller auch laienverständliche Anwendungsanleitungen.
Ein noch viel größere Auswahl an "Effekten" hat: https://www.lesando.de/moeglichkeiten/oberflaechenwelten



Kreidezeit



Hallo,
Wir haben unsere Farben( und auch Leinöl Hartwachs ) von Kreidezeit und sind damit sehr zufrieden.. Deckt so gut das wir alles nur einmal streichen bräuchten...obwohl 2-3 Mal in der Anleitung stand...Dort hatten wir auch unsere Grundierung her...



Verputzt!


Verputzt!

Liebe Freunde vom Fachwerkforum,

auch dank eurer Hilfe habe ich nun den ersten Raum voll verputzt.... und zwar mit Lehm. Wie empfohlen habe ich an den schwierigen Stellen ein Gitternetz eingelegt. Nun muss das ganze trocknen. Das dauert mitunter sehr lange und das Warten fällt schon schwer.
Streichen werden ich dann alles mit Sumpfkalkfarbe von Kreidezeit. Inzwischen habe ich hier in OWL auch einen Laden gefunden, bei dem ich diese Farbe kaufen kann. Das waren zwar komische Leute.... aber ich will sie ja nicht heiraten, sondern sie sollen nur die Farbe liefern.

Wie versprochen hier auch einige Fotos von meinem Meisterwerk. Leider ist die Wand nicht ganz gerade geworden.... aber so ist es ok. Schließlich habe ich noch gut 10 Räume vor mir.

Grüße aus dem Lipperland
Bernhard



Finde...



...den Fehler zu: "Nun muss das ganze trocknen. Das dauert mitunter sehr lange und das Warten fällt schon schwer." .....Danke Bernhard für das Suchbild..... ;-)
Bei Lehmputzarbeiten sollte 7/24 gelüftet werden, aber alle Fenster und Türen sind zu...... :-(
Frozelmodus aus.

@ Bernhard: Gratualtion! das sieht gut aus!
Und wer sich über die nicht ganz so gerade gewordene Wand mokiert solls erst mal besser machen.

Ein frohes Neues!
Gruß,
KH

PS: Kleiner Tipp am Rand: Schon ein facher Ventilator vor der Wand verkürzt die Wartezeit sehr.