Lehmfussbodenaufbau

13.12.2011



Moin Moin!
Ich möchte in einem alten Gutshaus ein "Kellerraum" sanieren.
Der Raum war ursprünglich wohl die Stallmeisterwohnung und soll jetzt wieder ein Wohnraum werden.
Das Bodenniveau ist etwa 20-30 cm unter Rasenkante.

Der derzeitige Bodenaufbau:
Erdreich, Sand?
trocken verlegte Backsteine,
2-3 cm Zementestrichschichtschicht, zT mit Rissen
der Boden ist nicht Eben (deutliche Kuhle in der Mitte des Raumes, bestimmt 10 cm Niveauunterschied)

Dadrauf war aus DDR-Zeiten Dachpappe, Heraklit, Dachpappe, Zementestrich. Ist jetzt wieder wech :-)

Wir wollen eine Fussbodenheizung.
Erst mal hatten wir an Dielenboden gedacht, aktuell erscheint uns aber ein Lehmboden als passender.

Also: auf die vorhandenen Steine mit der Estrichschicht eine Schüttung zum Niveauausgleich (zB sand), wasserdichte Sperrschicht (zB Folie), Isolierung (zB 9cm EPS, Polystyrol), Folie, 5cm Lehm aus der Kiesgrube mit den Heisswaserrohren, 0,5 bis 1 cm dünne Schicht mit hochwertigerem Lehm mit Leinöl. Verdichten, Polieren, freuen ;-)

Soweit die Idee...
Da gibts sicher noch was dran zu verbessern, deshalb hab ich mal hier gepostet!

Wie verhält sich zB Polysyrol, wenn man dadrüber mit einer Rüttelplatte Lehm verdichtet?

Der Bodenaufbau sollte insgesammt nicht zu hoch werden, da die Türen jetzt ein paar cm über 2m sind und nicht vergrössert werden können...



Lehmestrich



Vergessen sie es.

Viele Grüße



Das sehe ich auch so.



Lehmböden sind für Wohnsituationen ungeeignet. Auch wenn's nicht ohne Aufwand zu haben ist, ist ein Dielenboden historisch korrekt, bietet Wohnkomfort und funktioniert ggf. sogar über einer FBH des richtigen Systems.

Grüße

Thomas



Lehmboden



@ David


"Wie verhält sich zB Polystyrol, wenn man da drüber mit einer Rüttelplatte Lehm verdichtet?"
Genau so, als wenn Du mit der Rüttelplatte über Deinen Fuß fährst...platt.



@ Thomas


"Lehmböden sind für Wohnsituationen ungeeignet."
würde ich so nicht unterschreiben. Es gibt durchaus positive Erfahrungen mit Lehmboden im Wohnbereich, siehe umgebaute Tennen beim Scheunenumbau.
Allerdings ist es da nicht mit "mal eben mit der Rüttelplatte drüber"getan. Der Aufwand entspricht dem eines Tadelakt- Wandaufbaus.
Im "Holznargel" gabs dazu einige Berichte zu lesen.


Ob der vorgeschlagene Bodenaufbau funktioniert, wage ich allerdings zu bezweifeln. EPS und Polystyrol lassen den Lehm brechen, da alles nachgibt...



Andreas



Hallo Andreas,



ich kenne die betreffenden Artikel im Holznagel nicht, und auch keinen bewohnten Lehmboden.

Ich bin mir aber sicher, daß Lehm eine solide Basis benötigt, was viele wärmedämmende Aufbauten ausschließt. Ferner, daß Lehm eine gewisse Grundfeuchte braucht, was Wärmedämmung und Feuchtesperre ausschließt.

Insofern ist der Lehmfreund in mir interessiert an Aufbauten eines Lehmfußbodens, die wirklich bewohnbar sind.

Grüße

Thomas



Lehmboden



@ Thomas



Das mit der Restfeuchte ist richtig, deshalb sind diese ausgebauten Tennen oft nur Wohnraum und kein Schlafraum oder Kinderzimmer. Es gibt Untergründe aus Kies, bei denen der Grundwasserspiegel so tief liegt, daß mit aufsteigender Feuchte nicht zu rechnen ist. und das bisschen, was da hochkommt, ist die Restfeuchte, die der Lehm benötigt...

Ich denke, daß es uU funktioniert, allerdings nicht mit Folie, Styropor und Bodenheizung




Andreas



Lehmfußboden



Bei interesse einfach mal in Kleinfahner/Thüringen vorbeischaun Büro mit Stamplehmfußboden