Lehmisolierung




Hallo zusammen - wir Isolieren gerade die (ausgemauerte Gefache)Außenwand von innen mit einer selbstgemixten Lehm-Stroh-Pampe (ca. 12 cm dick hinter einer belüfteten Schalung). irgendwie braucht das ganze ewig zum trocknen - ist das normal? wie lange dauert das wohl? was passiert, wenn es nun anfängt zu frieren?? kann ihc den trocknungsprozeß mit Heizen von innen beschleunigen oder verschalt dann das ganze??
1000 Danke und lehmige Grüße



Moin Christine



so, lebt Ihr auch noch :-)? Keine Panik wegen dem Lehm, wir haben letztes Jahr das letzte Gefach am 23. Dezember ausgemauert. DAs weiß ich deswegen noch so genau, weil ich da in einen Dachlatten-Nagel getreten bin und mir am 24.12. eine Spritze beim Doc abholen lassen musste :-). Ne Woche vorher haben wir alle möglichen Zimmer gedämmt. MAcht nix, wenn der Lehm gefriert, zum trocknen braucht er auch ziemlich lange, vor allem, wenn er keinen Lehm-Untergrund hat, der auch noch was wegsaugt. Falls der Lehm oben anfängt zu schimmeln - ist auch normal, das vergeht wieder, wenn er dann richtig trocken ist. Meiner Meinung nach braucht Ihr nicht zu heizen (wie man sieht, habt Ihr ja eh noch keine Fenster). Natürlich wär das schöner für den Lehm, nicht zu Heizen ist aber auch nicht schädlich. Nur gut Lüften solltet Ihr. Grüße aus Hessen Annette



Re



Hallo, Strohleichtlehm ist im Gegensatz zu Holzleichtlehm viel schimmelempfindlicher. Deshalb nimmt man am besten als verlorene Schalung hinter die man den Strohleichtlehm füllt Schilfrohrgewebe an dem jeder zweite Halm fehlt. Das Foto sieht aus als könnt der Lehm nicht trocknen und das ist bei Strohleichtlehm kritisch. Lehmputz der auf einen schwach saugenden Untergrund aufgetragen wird schimmelt, da Staub aus der Raumluft auf dem feuchten Putz festklebt und schimmelt. Schimmelt aber Euer Strohleichtlehm besteht die Gefahr das es nach innen schimmelt und fault. Könnt Ihr von den vorgesetzten Bretter welche abnehmen? Viele Grüße Gerd Meurer





Hallo, gerade bei dieser Herbstwitterung mit feucht-kühlen Nächten kann es lange dauern, bis so eine Lehmwand trocken wird. Lehmbau = Geduld! Den Strohlehm auf jeden Fall so trocken wie möglich einbauen und den womöglich fetten Lehm abmagern (mit Sand oder groben Sägespänen). Nützlich wäre auch eine provisorische Wandheizung, z.B. Heizleitungen aus dem Gärtnereibedarf; besser ein bisschen Strom vergeuden als später Schäden sanieren. Und, siehe Gerd Meurer, Luft ist ganz wichtig!
Günter Flegel (Lehmbau-ABC-Schütze)



Lehmisolierung



Hallo,

wir hatten kürzlich mit einem alten Mann der fasziniert vor unserem Haus stand ein Gespräch und es stellte sich heraus dass er in jungen Jahren ein Lehmbauer war. Sein Rat an uns war:" Lehmbau nur in den Monaten ohne den Buchstaben `R´...gut, September ging teilweise noch...aber mittlerweile braucht der Lehm einfach zu lange und die Sporen darin können bei zu langer Feuchte reifen und dann ist das nicht gut! Wir haben jetzt den Lehmbau eingestellt und lassen nun die bereits vorgearbeiteten Zimmer mit reinem Kalkputz von der Firma LIMESTONE (auch hier im Forum) verputzen! Warum? Weil wir das Vergügen haben nicht weit weg von der Firma zu wohnen und einmal das Fachwerkhaus besichtigen durften welches sie restauriert hatten. Kalk ist ein Traum, Gesund....und in unendlichen Varianten an die Wand zu bringen. Gesund und auch wirklich nicht teuer!
Einfach mal www.limestone-kalkbaustoffe.de klicken.

Gruss
Markus



Lehmwand



Da ich bereits einige Lehmbausemire organisiert habe kam ich in Kontakt mit diverse Lehmbauer. Es stellte sich stets dieselbe Frage: Trocknung?. Wie bereits der alte Lehmbauer gesagt hat: ab Mai bis August mit Lehm arbeiten, dann überwintern lassen. Einen anderen Lehmbauer sagte mir: April-Mai Lehmwände aufbauen, August-Sept. Lehmputz auftragen, dann überwintern lassen. Ich sehe keine
Probleme die Lehmwände so überwintern zu lassen, für Belüftung muss gesorgt werden, die Schalung sollte auch entfernt werden (normalerweise arbeitet man mit einer Gleitschalung). Ich habe vor einen Monat eine innere Lehmwand aufauen lassen, direkt danach einen Lehmputz nass im nass auftragen lassen. Das Haus ist jedoch bewohnt. Die Bewohner berichten mir regelmässig über den Stand der Dinge. Bei einem weiteren Projekt werden wir einen Winterbau versuchen (Das Haus ist nicht bewohnt aber einigermassen dicht) Allerdings handelt es sich um einen Aufbau mit Leichtlehmsteine,
teilweise mit Hinterdämmung aus Rohrmatten, anschliessend Fertiputz aus Lehm. Hier wird die "Sache" ebenfalls von mir und von den Bauherren genau verfolgt.
m.f.g.



Trocknung



Früher war alles anders. Der Lehm wurde in der Regel bis Ende August Anfang September eingebaut. Heute arbeiten wir ganzjährig mit Lehm. Bei Ausfachung und Wickeldecken waren die Lehmschichten meist 10 cm und dicker. Das bedingt entsprechende Trocknungszeiten. Kommt hier Frost rein sprengt dieser das noch Feuchte Material. Gleiches gilt für Putz der frostfrei eingebaut werden muss und auch so trocknen muss. Bei Leichlehmschalen spiele der Frost keine Rolle. Der trockene Winter begünstigt die Trocknung. Da die Fenster schon drin sind muss man auf ausreichende Querlüftung achten. Auch Zwangstrocknung ist kein Problem. Trocknet nur durch beheizen die äußere Schicht zieht diese Feuchtigkeit aus den unteren Schichten raus und lüftet diese ab. Heute wird der Lehmbau mehr und mehr im Trockenbau ausgeführt. Leichtlehmsteine statt Ausfachung mit Staken und Geflecht. Einschubdecken statt Lehmwickeldecken. Das macht den Lehmbau unabhängiger von den Jahreszeiten. Viele Grüße Gerd Meurer



schonmal ein Zwischendanke...;-)



ich hab den EIndruck,. daß das von uns angewandte "Dämmverfahren" noch nicht erprobt ist..:-( hm, garnicht schön...wenns gut geht, können wir es ja nach uns benennen, aber wenn nicht ??*hilfee* na, vielleicht kommen ja noch ein paar Tips hier an..
erstmal danke an alle :-))!!





abhängig davon was ihr wie gemixt habt, dauert das ganze natürlich eine weile. einer sehr porigen Mischung macht frost soviel nicht aus, da beim gefrieren das Material sich in den hohlräumen ausdehen kann, eine sehr dichte mischung wird ein " bischen auseinandergetriebendurch die eiskristalbildung und volumenvergrößerung. hat die kiste nix zu halten, ist das nicht der beinbruch. macht alles zu und eine querlüftng auf und dann heizen...
alternativ dazu haben wir einen lehmdämmputz lamdawert 007 . besser geht es einfach nicht. da kann auch nix schimmeln.




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