Kellerdecke + Weichfaser-Platten ?

12.10.2006



Hi,
ich überlege die Kellerdecke (Balken mit Lehm dazwischen) zu isolieren.
Kellerwände sind aus Basalt-Steinen bis zu den Balken.
Dann kommt Fachwerk.
Der Kellerboden ist Basalt+Erde, also lose und feucht.

Kann ich da Weichfaser-Platten nehmen ?
Welchen Aufbau empfehlt Ihr ?





Wir haben Schilfrohrmatten in Lehm drangebäppt.

Ich denke mal, dass das Holz vielleicht anfangen könnte, zu modern oder zu schimmeln... Wenn, dann würd ich das auch nomma mit Lehm zuschmieren.

Grüße Annette



Lehm und



Holzweichfaser in einem "feuchten" Keller halte ich für bedenklich. Eine Anfrage beim Lehmputzhersteller Claytec hat mich in dieser Annahme bestärkt.
Ich bin gespannt, was die Lehmbauer dazu sagen.





wieso?
Wenn die Platte schön eingewickelt ist innen Lehm??..??

Grüße Anntete



Weil das Risiko



für Schimmelbildung sehr groß ist. Vielleicht irre ich mich ja. Würde mich freuen, wenn ein lehmbauer sich dazu äußern Würde. Wie gesagt ein Hersteller von Lehmprodukten hat abgeraten Lehm im Keller einzusetzen, und hierbei ging es um einen neuen Keller. Alte Keller sind erheblich feuchter.



Lehm ist kein Joker für alles



Guten Tag, Lehm ist ein sehr vorteilhafter Baustoff aber er kann kein Joker für alles sein. Manchmal ist es einfach zu feucht für Lehm und zu feucht für Holzwerkstoffe.
Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold





Aber es gibt doch Keller mit Lehmböden...



ja



Liebe Anette, das stimmt natürlich. Ich denke auch ein Wandputz aus Lehm oder Fugenmörtel aus Lehm sind dort nicht besonders schadensanfällig - sofern keine organischen Zuschläge darin sind.
Meine Erfahrung hat aber gezeigt, dass Holzbalkendecken über alten Kellern, fast immer pilzgeschädigt sind. Dort halte ich Lehm, erst recht Lehm mit Strohzuschlag und auch diverse Faserplatten für nicht geeignet.
Gruß Ulrich Arnold





Also...

in unserem Keller ist es am Boden schon feucht.
Wenn es geregnet hat, kann man sogar eine Kneipkur machen.
Dann steht manchmal eine kleine Pfütze im Keller.
Die Wände (Basalt) sind aber trocken.
Eine Wand ist bis oben hin von aussen mit Erde bedeckt.
Die Wand ist trocken, der angrenzende Lehm aber eher leicht feucht.
Da soll in naher Zukunft ne Drainage gemacht werden.
Pilz hab ich noch keinen entdeckt.
Nur diverse Wurmlöcher.
Aber da sag ich leben und leben lassen :o)
Zwischen den Balken ist Lehm.
Oben auf den Balken hab ich einen Holzboden gemacht.
Ich würde die Decke gerne dämmen, da der Keller sehr kühl ist.
Aber da sollte man sich schon sehr sicher sein, wie man das macht.
Ich will ja nicht, dass der Balken, der schon über ca. 100 Jahre hier liegt in wenigen Jahren abfault.
Ich dachte erst an Weichfaserplatten, aber wenn Ihr sagt das ist nicht so gut, dann überleg ich mir das nochmal.
Vielleicht hat ja noch einer ne gute Idee.
Wichtig wär, dass die Balken nicht faulen oder verpilzen.





unser Haus ist 300 Jahre alt.

Wir haben unterkellterte Küche und Wohnzimmer. Küche: Holzbalken mit Lehmfüllung; Wohnzimmer irgendso ein Beton...

Wir haben keinen Schimmel anner Decke (Keller -> Küche). Die Balken sind auch alle noch in Ordnung - nach 300 Jahren! Der Keller ist auch aus Basalt-Bruchstein gebaut.

Ich würde das auch so lassen, keine Drainage von außen legen... Wir haben einen Nachbarn, der hat n Gewölbekeller. Über dem Gewölbekeller lag eine Lehmschicht. Die hat der gute Mann aufgegraben. Leider, weil jetzt "regnets" rein und er muss ne teure Teichfolie kaufen um das Wasser abzuhalten. Sein Paps (gaaanz alter lieber Mann) meinte, der Lehm wäre das beste gewesen, man hätte ihn lassen sollen. Also von daher kann man das auch verschlimmern...

Wir sind mit unsren Schilfrohrmatten als Deckendämmung sehr zufrieden. Es zieht nimmer durch die Ritzen :o).

Grüße Annette