Innenwand (Lehm) verkleiden

27.07.2010



Hallo,
habe vor kurzem ein teilrenoviertes Bauernhaus (170J.) erworben + saniere gerade.
Meine Fragen:
1. Innenwand - Nach dem Abkratzen der alten Farbschichten kamen zwischen den Holzbalken recht guterhaltene Lehmwände zum Vorschein. Ich möchte diese an der Stelle nicht Restaurieren und auch nicht offenlegen. D.h. sie sollen verkleidet werden.
Ich möchte diese kalken (zur Konservierung) dann Holzständer montieren und dann anschließend doppeltbeplankt GKP vorsetzen. Diese werden veputzt und mit Silikatfarbe gestrichen. Ist das ok oder kann ich mir das Kalken sparen.

2. Außenwand im Treppenaufgang (Wandfläche ca. 6qm mit Fenster) - hier sind die Lehmpartien zwischen den Balken nicht mehr so gut und wurden z.T. mit Gips geflickt. Das Haus hat einen intakten Außenputz und ist ungedämmt. Der Lehm ist absolut trocken. Ich möchte auf das Herauslösen des Lehmes verzichten und nur vorblenden, da ich ansonsten auf die Außenhaut des Gebäudes stoßen würde - Aufbau: Holzständer, Dämmwolle (16er), keine Dampfsperre und GKP drauf, Putz und Farbe. Macht das Sinn? Es handelt sich wie gesagt umm eine Außenwand von geringer Fläche.

Bitte mal Eure Meinung. Vielen Dank vorab.
M.S.





Lehm muss man weder konservieren noch verkleiden. Warum die GKPs?





Konservierung - weil da Kalkfarbe drauf war und Kalk auch vor Schimmel schützt. der Lehm ist unansehnlich (schwarz verfärbt). GKP mach ich drauf um das zu begradigen und den unschönen Lehm zu verstecken. Wie gesagt Innenwand an nicht dekorativer Stelle (im WZ hab ich Lehmplatten neu mit Lehmputz und Wandheizung... - ordentlich ausgeführt).



Warum



und wodurch ist der Lehm verfärbt??
Wenn Schimmel die Ursache war, sollte das Zeug entfernt werden. Anschlessend wieder mit Lehm Verputzen und mit geeignetem Anstrich versehen.
Ich weiss, GK ist billig und für den Nichthandwerker leicht zu händeln, aber für ein Fachwerkhaus immer risikobehaftet und eigentlich eine Schande ;-)).
Dann kann man sich auch ein Fertighaus aus den 70ern kaufen.
MfG
dasMaurer
PS: Ich hoffe, die Lehmbauplatten wurden hohlraumfrei verbaut.



Vorsatzschale



Die Vorsatzschale auf die kalte Außenwand ohne Dampfsperre zu setzen ergibt ein Feuchtbiotop mit Schimmelzucht hinter der Dämmung.
Nur wenn es Ihnen gelingt, die GK- Schale dampf- bzw. luftdicht auszuführen, könnte das funktionieren. Das halte ich aber für zweifelhaft.


Viele Grüße





Beim Treppenhaus wäre z.B. Eine Verkleidung mit Lehmbauplatten und Lehm-Hobelspan-Dämmung denkbar.

Bei der Innenwand wäre eine der vielen Lösungen, das Vollflächige bespannen mit Ziegelgewebe denkbar. Dieses kann dann mit Luftkalkmörtel oder Lehm verputzt werden.
Bei Fragen einfach melden.

Grüsse Thomas



Stelle noch Bilder ein



Vielen Dank für die Anregungen!!!

Innenwand: Schwarze Verfärbungen - was das war weiß ich nicht. Es kam zum Vorschein als ich dreischichtige Farbe abgespachtelt habe. Die Wand ist staubtrocken, wenn schon Schimmel muss es Jahrzente hergewesen sein, weil auf der abgespachtelten Farbe kein Schimmel war. Ich kalke die Wand und werde sie mit Fermacell verblenden. die nun nicht mehr sichtbaren Balken werde ich mit Holz auf das Fermacell aufblenden und die dazwischenliegenden Felder verputzen. Die Wand ist krum und bucklig und die alten Balken lassen sich nicht aufarbeiten. glaubt mir (ich restauriere in meiner Freizeit Bauernmöbel und weiß was es heißt, altem Holz die Identität wiederzugegben.)
2. Außenwand - wie mir G. Böttcher freundlicherweise geantwortet hat benötige ich eine Dampfsperre, dass ich diese zu 100 % dichtkriege glaub ich auch nicht, zumal oben Anschluss an das DG und verbaut. aber ich werde es mit viel Fleiß versuchen. Aufbau der Außenwand nach jetzigem Stand des Wissen (noch nicht begonnen):
- der alte Lehm wird nicht entnommen
- Vorsatzschale 15 cm tief.
- Dampfsperre (besorgt beim Restaurator nicht OBI ;-)
- Zellulose als Dämmung in den Bereich der Vorsatzschale
- HWF-Platte min. 2 cm
- Gewebe, Putz und Silikatfarbe

Könnte das klappen - wie seht Ihr das?
Gruß Marco