Bad mit Lehmaussenwänden: welche Dämmung hinter Fliesen und Lehm?

13.02.2008



Hallo Fachwerkforum,

ich stelle zum ersten Mal hier eine Frage. Wir haben zwar kein Fachwerkhaus, haben aber vor den Toren Brüssels ein 1919 gebautes, fast unrenoviertes Klinkerhaus gekauft, das innen noch komplett mit Lehmgrundputz ausgestattet ist (der allerdings dann mit Gips verputzt wurde oder mit Gipsplatten (im Bad!) zugekleistert wurde, mit entsprechendem Schimmelaufkommen.) Nachdem wir all die Katastrophen entfernt haben, ist im Bad nun wieder nur der alte Lehm auf den Wänden, den wir auch behalten wollen.
Wir würden nun gerne die 2 Aussenwände zusätzlich etwas dämmen (zB mit Holzfaserplatten, darüber wieder Lehm). Wie geht man nun aber an den wenigen zu kachelnden Bereichen (rund um die Badewanne) vor? Eine Idee war, hinter den Kacheln Kalkzementputz und Hartschaumplatten als (wasserdichte) Dämmung zu nehmen. Ist das sinnvoll? Kann man an derselben Wand zwei verschiedene Dämmsysteme nebeneinander anbringen? Wir hörten noch von einer anderen Alternative für beide Bereiche, nämlich überall mit Korkplatten zu dämmen, denn angeblich kann man darauf auch kacheln. Aber kann man darauf an den nicht gekachelten Stellen auch wieder mit Lehm verputzen?

Hat jemand eine Idee? Hier in Belgien steckt vernünftige Baubiologie noch in den Kinderschuhen und die Gipsplattenliebhaber stehen hier noch hoch im Kurs....Wir wissen einfach nicht, wen wir fragen sollen, sind deshalb über jeden Hinweis sehr dankbar!

Sylvia



Habt Ihr



schon mal über ´ne Alternative zu Fliesen nachgedacht. Aber gerade im Bad wird´s bei Albauten oft Problematisch. Hier soll eine diffusionsoffene Innendämmung installiert werden, es muss in den Nassbereichen eine wasserdichte Sperre eingebaut werden. Vielleicht solltet Ihr für diesen Fall einen Fachmann suchen und einen Ortstermin vereinbaren.
MfG
dasMaurer



Sorry!



Antwort in falschen Bereich gelegt.

Grüße
Udo



Dämm-und Fliesenproblem



Danke für die Antwort! Alternativen zu Fliesen, da fällt mir jetzt nur Tadelakt ein, aber da kriegen wir hier keinen, der so was kann und wenn, dann hat der bestimmt erst im Herbst einen Termin und wir wollen aber bald einziehen..... Außerdem würde das unser Dämm-und Abdichtungsproblem auch nicht lösen. Irgendeine wasserfeste Zone möchten wir schon im Bad haben. Wir versuchen eben, so viele Meinungen wie möglich einzuholen und uns dann für die logischste (?) zu entscheiden. Vielleicht gibt es ja noch einige andere Meinungen hier in Forum? Danke!
Sylvia



Nun,



gute Tadelaktverarbeiter, die sich ausserdem mit den anderen Bereichen des Bauens auskennen, wachsen wirklich nicht auf Bäumen. Ich lerne seit fast 40 Jahren auf diesem Sektor, hab mir einen riesigen Erfahrungsschatz angeeignet und muss mir bei vielen Umbauarbeiten immer noch unkonventionelle Lösungen ausdenken, um die Wünsche des Bauherrn und die technisch sinnvolle und funktionierende Machbarkeit unter einen Hut zu kriegen.
MfG
dasMaurer



@ Ulrich



Lehrling im 40. Lj.???????
Mensch bist Du fleißig!
Und wann arbeitest Du?

Schmunzelndes zum Wochenende,

Udo



Wer nicht



mehr lernt, vergisst nur noch. Und wer viel gelernt hat, braucht länger zum Vergessen ;-))).
Vergessliche Grüsse
dasMaurer



Außenwände



Kein Hartschaum bringt auch weniger Probleme mit Hartschaum .......

Vielleicht ist ein anderer Ansatz, dass Dusche und/oder Badewanne nicht zwingend an der Außenwand stehen müssen, dann ist man hier schon mal von den ganz heiklen Punkten weg.
Fliesen würde ich nur dort, wo es dann zwingend nötig ist und: selbstverständlich funktioniert Lehm auch an den ungefliesten Wänden, bringt sogar ein tolles Raumklima mit sich. Aber => keine Tapete.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer