Wärmedämmung der Fachwerkwand

20.07.2004



Hallo,
wir sind dabei ein 280 Jahre altes Fachwerkhaus zu sanieren. Die alte Fachwerkfassade wurde vom Schiefer befreit und das gut erhaltene Fachwerk kam zum Vorschein. Hier wurde wohl vor Jahren die untere Etage mit rotem Ziegel ausgemauert, was auch so bleiben soll. In der oberen Etage waren noch teils gute und teils weniger gute Lehmgefache die wir gegen Lehmbausteine austauschten. Da das Fachwerk der unteren Etage bei der Ausmauerung zum teil entfernt wurde, entschlossen wir uns ein neues Fachwerk im gleichen Stil (allerdings aus neuer Eiche) davor zu setzen. Nun möchten wir den neu entstandenen Zwischenraum mit Dämmung (Mineralwolle) ausfüllen und dann Verputzen. Ist dies wohl eine gute Lösung oder schadet dies unserem Taupunkt? Der Innenbereich wird wieder mit Lehm verputzt. Vielen Dank schon mal für eure Hilfe.



gegenfrage :-)



wieso mineralwolle? bei den aufbauten, die ich kenne, muss da mit einer wetterschutzverkleidung gearbeitet werden, das widerspraeche dem neuen sichtfachwerk, oder?

zum taupunkt: fachmann hinzuziehen, denn diese Berechnung wird sicher kein laie vornehmen koennen

und noch ein tipp: die suche des forums ;) dann findet man z. b. Forumeintrag-Eintrag

---Forenreferenz-----------
Fachwerk am besten hinterlüftet verkleiden ? -
Sehe geehrte Teilnehmer,

ich beabsichtige schweren Herzens die Wetterseite meines Fachwerkhauses zu verkleiden, da die Balken bereits geliten haben und die Außenwand im Obergeschoss lediglich 15 cm berägt. Für mich stellt sich die Frage, ob die Wärmedämmung (inkl. mineralischem Putz) direkt auf den Giebel aufgebracht werden kann oder ob eine Hinterlüftung sinvoll ist.

Über eine Anwort würde ich mich sehr freuen ! mehr ...
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und andere :)



Zum Nachdenken!!!



Eben diese erörterte Konstruktion belieferte ich mit Lehmbaustoffen und beriet die Baufirma zur homogenen Ausfachung, da es dahinter eben auch eine Ziegelwand gab.
Trotz dieser diffusionsoffenen Ausbauweise kam es innerhalb von wenigen Monaten zur extremen Schwammbildung8 ca. 5 Monate)!!
Und Ihr möchtet nun noch ein's draufsetzen und MiWo einbauen.
Dann nur zu!!!
Eine erneute Systemlösung zur Fassadenverkleidung wäre sinnvoller gewesen, als ein imitiertes Fachwerk davorzusetzen.
Holzweichfaser in Lehm verlegt und eventuell verputzt oder mittels Stulpschalung beplankt, wäre garantiert preiswerter und langlebiger geworden.

Mfg ein Lehmbauer aus der Oberlausitz.



@ Udo Mühle



Was ist da falsch gemacht worden, dass es trotz dieser diffusionsoffenen Ausbauweise (innerhalb von wenigen Monaten) zur extremen Schwammbildung kam? Klingt doch sonst erst mal nicht falsch aufgebaut.
Mfg Petra



Einbaufehler!



Leider haben die Handwerker (übliche Bautechniker!!!)nicht meinen Anweisungen folgend den Aufbau durchgeführt!
Mehrlagig den Untergrund aufspritzen und diese jeweiligen Schichten komplett durchtrocknen lassen, dann nicht die Zumischrezepturen befolgt (Sägegattermehl) und dann eben noch Hohlräumen dahinter belassen, nach dem Motto: "Sieht doch eh keiner und macht doch so wie so nicht's!!!!!"
Und siehe da, es macht eben doch was!!!

Dies ist eben das Problem, wenn normale Bauhandwerker sich mit Lehm einlassen und dies dann nach der Methode: "Schnell rein und fertig!" Weil eben genau so gedacht wird, daß Lehm hydraulisch abbbindet oder dergleichen. Aber weit gefehlt , Lehm braucht Zeit und Feeling.

Grüße nach Lunzig vom Lehmbauer.