Sanierung/Dämmung Lehmwand

07.04.2004



Ich Saniere gerade unser 300 Jahre altes Lehmfachwerkhaus.
Das Erdgeschoß besteht aus einer 70er Lehmwand.Die erste
Etage besteht aus einer 12er Lehmwand mit Fachwerk (kein
Sichtfachwerk).Obendrauf ein Satteldach.Alles ist ein bischen Krumm und Schief.
Grösstes Kopfzerbrechen macht mir die 12er Lehmwand mit Fachwerk. Soll ich den Lehm rausnehmen und das Fachwerk mit 36er Ytong ausmauern oder soll ich Dämmwolle und Gips-
karton vor die Lehmwand stellen (Wärmepunkt,Schwitzwasser etc.).Wer kann mir weiterhelfen?
Danke im vorraus Matti



weder noch



Weder Ytong noch Gipskarton gehören in ein Fachwerkhaus, wenn man es gesund und auf lange Sicht problemfrei sanieren will.
Wenn es kein Sichtfachwerk ist, dann eine Isolierung aussen drauf. Möglich z.B. Holzweichfaserplatten in Lehm gelegt. Dazu gibt es hier im Forum schon eine Menge Beiträge, am besten mal ein bisschen suchen, wenn dann noch Fragen offen sind, nocmal fragen.



Hallo



Den Lehm auf jedenfall drinnen lassen, evtl Schadstellen mit Lehm ausbessern oder mit Lehmsteinen neu ausmauern!

Als Dämmung innen kann man auch einfach 5cm Schilfrohrmatten in ein Mörtelbett aus Lehm legen und dann darauf verputzen!
Dann kann anfallendes Tauwasser wieder raus aus der Wand und man hat keine Hohlräume in denen Schwitzwasser entsteht!

NAtürlich gibt es noch weitaus effektivere Lösungen die allerdings auch mehr Arbeit machen!





Glückwunsch zu Ihrem Schatz! Ein 300 Jahre altes Lehm-Haus - echt toll! Das schreit natürlich nach einem gut durchdachten Sanierungskonzept, das Heizung, sonstige Installationen, Wärmedämmung und Dach einschließt und möglichst auch alles ein bisschen schön krumm lassen sollte. Bleiben Sie auf jeden Fall beim Lehm - günstiger und gesünder können Sie gar nicht bauen. Wenn Außendämmung im Obergeschoss nicht gehen sollte (wäre die beste Lösung), dann eine Innendämmung etwa mit Leichtlehm (in Schalung gestopft) oder wie beschrieben mit Schilf oder Holzfaserplatten im Lehmbett. Da bekommen Sie gleich kostenlos eine Installationsebene dazu. Optimal zu kombinieren mit Wandheizung ...
Viel Glück gf



Ihr 300 Jahre altes Lehmfachwerkhaus



Hallo liebe Leute, wir haben in solchen Fällen sehr gute Erfahrungen mit einer Schilfrohrdämmung (WLG 060)gemacht, die wir mittels Lattenkonstruktion verankern und satt in Lehm betten. Schilfrohr hat den besten natürlichen Wärmedurchgangswiderstand - es ist noch nicht gelungen, den
wärmebremsenden Temperaturverlauf durch die stehenden Lufthülsen im Reetkünstlich nachzubauen.Daher eignet sich Schilf optimal in Verbindung mit Fachwerk und Lehm - die Dämmung neigt garantiert nicht zum Schwitzen und die Draht-
bindungen können auch gleich als Befestigungsebene für eine
Wandflächenheizung genutzt werden, die man dann in Lehm einputzt. Mit einem farbigen Lehmfinish wäre auch der Nach-
haltigkeit Genüge getan und alles prima....
schauen Sie gern auf meine Website: www.lehm-und-reet.de

mfG und frohe Ostern Rolf Eggersglüß



Homogenität....



... ist die wichtigste Voraussetzung zum Fortbestand Ihres historischen Bestandes.
Dies bedeutet, selbige Baustoffe wählen, wie in der Konstruktion vorkommen und diese dann aber immer in einer homogen verklebten Bauweise ausführen und einsetzen.
So wie in der vorangegangenen Erläuterungen bereits aufgezeigt.
Wir setzen aber innseitig immer mehr auf Lehmdämmsteine, da diese eine bessere Wärmespeicherung ermöglichen.

MfG die Lausitzer Lehmbauer