Dachgeschossboden dämmen, mit was?

31.03.2009



Liebe Leser,
in meinem 200 Jahre altem Fachwerkhaus soll der Dachgeschossboden von ca 40 qm gedämmt werden. Derzeit liegt einfacher Dielenboden.
Es soll sich hierbei um eine einfach durchzuführende Massnahme handeln. Wer kann mir weiterhelfen?
Herzlichen Dank
Peter Rauch



Dachboden dämmen



Hallo,

vorausgesetzt Ihnen reicht die verbleibende Kopfhöhe:
Kanthölzer 12/10 in 62,5 cm Abstand parallel und senkrecht zu den Tragbalken verlegen, dazwischen 12 cm mineralischer oder Naturfaserdämmstoff pder perlit-Schüttung, kreuzweise darüber dasselbe noch einmal. Belag: Rauhspund.
Vorausgesetzt wird weiter, daß kein Dachausbau erfolgt.
Es ist dann eine begehbare Decke, die die Anforderungen der künftigen EnEv 2009 erfüllt.
Ob Sie diesen Aufwand wollen, müssen Sie selber entscheiden.
M.E. macht es keinen Sinn, ein fast ungedämmtes Haus zu haben und an einzelnen Bauteilen EnEV Anforderungen erfüllen zu wollen.
M.E. tuts die Hälfte auch.

Grüße vom Niederrhein



Grüße



Hallo Herr Rauch,

Wir haben ebenfalls in der letzten Woche eben so ein Projekt durchgeführt.Wir haben dabei Flachs-Dämmplatten der Fa.Flachshaus verwendet.Diese wurden dann in die Kanthölzer eingebaut mit leichten Übermaß,ging schnell ohne Probleme,diese werden in einer Dicke von 40mm bis 200 mm hergestellt.Bitte denken Sie an die Dampfbremspappen wenn sie das Dachgeschoß als Kaltdach nutzen.Bei Fragen dazu helfen wir gern weiter.

Mit freundlichen Grüßen
Torsten Selle



Hier würde sich anbieten,



LDB auslegen Rahmen 60/120 auf vorhandenes Gebälk längs oder quer legen als Dämmung Thermofill oder Lehm-Hobelspan-Dämmung, als Boden Rauhspundbretter verlegen.

Güsse Thomas



Isofloc



Unter bestimmten Umständen lässt sich Isofloc einpressen:

- es liegt ausreichend Hohlraum vor
- die Feuchte kann nach oben weg (!)

Isofloc ist billig (habe 600 Euro für 60 qm gezahlt), schnell (4 Stunden), dreckt ein wenig (Zelluloseflocken) und hat eine gute Ökobilanz (Recycling, Altpapier). Es verträgt Feuchte zu einem gewissen Grad.

Ich kann natürlich von hier aus nicht beurteilen, ob es in Ihrem Fall angewandt werden kann, habe aber selbst gute Erfahrungen gemacht

stt



Staubt nicht,



juckt nicht, ist einfach zu Verarbeiten und ist preiswert.
Ohne chemischen Zusätze, Voll kompostierbar,dämmt und bringt Masse. Raumklimaregulierend etc.

Grüsse Thomas



Nachfrage



Ähem - was bitte? Ist aus dem Bild ja nicht unbedingt ersichtlich

stt



wie oben schon beschrieben



Lehm-Hobelspan-Dämmung

Grüsse Thomas



Ach so



Stimmt, steht da oben.

Sieht gut aus.

Frage: Brennen die Hobelspäne, wenn unbehandelt, nicht wie Zunder? Oder verhindert das der Lehm?

Gruss zur guten Nacht
stt



Die Lehm-Hobelspan-Dämmung



ist als B2 eingestuft, brennen tun die nicht, da der Lehm in den Poren des Hobelspans sitzt und somit ein brennen wie Zunder der Hobelspäne verhindert, höchstens ein kurzes aufflammen, glosten und dann erlöschen. so ungefähr

Grüsse Thomas



what a wonderful world



Es erfreut mich immer wieder, was für wundervolle Dinge es in unserer Welt gibt - und so einfach: Erde und Baum, gibt eine massive, nichtbrennbare, gut zu verarbeitende Dämmung!

Ich werde mich daran erinnern, das gefällt mir.

Vielen Dank für den Tip

Grüsse
stt

ach ja:
http://www.youtube.com/watch?v=vnRqYMTpXHc&feature=related