Lehm, Balken, Fußboden, Leichtbeton, Estrich

15.06.2011



Hallo miteinander!
Wir haben den Ausbau einer Wohnung über einem Gewölbekeller (Kappen) geplant. Es geht um 3 Räume - Flur, Wohnzimmer und Küche. Der aktuelle Zustand des Fußbodens in der Stube sieht folgender Maßen aus: Die alten Dielungsbretter sind abgelaufen, haben große Spalten umd wackeln vereinzelt. Die müssen also raus. Als Auflager dienen Balken mit einem Abstand von ca. 1m und mehr. Die Balken liegen mit ihrere Oberkante bündig zum eingebrachten Lehm. Die Balkenköpfe sind nicht im angrenzenden Mauerwerk aufliegend, dienen also nur zur Dielenbefestigung.
Zum Zustand der Bauteile:
An einer Ecke des Boden ist Feuchtigkeit eingedrungen (Hausecke- Regenwasser-Abfallrohr)und hat die Dielung und den Balken zerstört.
An manchen Stellen ( meist Randbereicht) ist das Holz vom Wurm befallen.
Aber trotzdem kann man von einem trockenen Untergrung sprechen. Der Lehm ist dicht und trocken).
Wir suchen also jetzt nach einen einfachen, effektiven und kostengünstigen Weg den Fußboden zu erneuern.
Der Estrichbauer war schon mal gucken und schlug vor, alles rauszuschaufeln - bis auf den Gewölbegrund. Dann soll ein Leichtbeton eingebracht werden, Dämmschicht drauf und abschließend Estrich.
Ich halte das für eine ziemlich solide Lösung, kann mir aber vielleicht einen noch einfachereren Weg vorstellen.

Kann man den Lehm nicht einfach weiter nutzen? - das ist doch eigentlich die optimale Schüttung/Dämmung. Und vielleicht kann ich mir auch die Feuchtigkeit durch das Einbringen von Estrich ersparen?
Also, falls irgendwer eine Idee hat für einen trockenen, aber sicheren Aufbau, würde ich mich sehr freuen.

MfG Uwe





Ich finde den vorgeschlagenen Aufbau auch recht solide allerdings würde ich auf dem Leichtbeton noch eine Abdichtung aufschweißen.
Es gibt aber auch Estrichelemente die man trocken Verlegen kann, wenn Dielen rein sollen kann man ganz auf Estrich verzichten.
Gussasphalt geht auch ohne Wasser und kann über verschiedene Zuschläge ähnlich chic wie Terrazzo werden.

Grüße
Oliver Struve



Lehm...



...ist keine Dämmung. Und auch "trockner" Lehm transportiert Feuchte. Andererseits sollte eine Schichtstärke von 10cm für den Estrich (oder besser dämmend: Leichtbeton) genügen, die Gewölbezwickel müssen je nach Tiefe also nicht unbedingt ausgekehrt werden.

Daß die Balken offenbar auf dem Gewölbe aufliegen (?), wäre keine gute Lösung.

Auf den Leichtbeton würde ich schon deshalb nicht verzichten, weil er eine dauerhafte Verlegeebene für die erforderliche Sperrschicht (Schweißbahn) darstellt.

Darüber kann man dann nach Lust und Laune aufbauen. Was soll den als Nutzschicht kommen?

Grüße

Thomas



Fußboden 2



Danke für die Antworten.
Wenn ich ehrlich bin, hatte ich trotzdem die Hoffnung, es kommt jemand auf die Idee, die maroden Balken durch neue zu ersetzen, bzw. die "noch guten" Balken zu lassen. Und darauf dann, wenn nötig auch zweilagig, OSB-Platten oder bessere Verlegeplatten im Kreuzverband. Der Haken an der Sache ist allerdings - ich wollte das derzeitige Fußbodenniveau eher leicht unterschreiten und nicht noch erhöhen.
Und jetzt mal ganz was anderes:
Es wird ja auch vielmals an Aufwand alles bissel übertrieben
. Wie wichtig ist denn nun wirklich eine Dämmung im Fußboden? Der Keller darunter steckt vielleicht zu 4/5 im Erdreich und hält das Jahr über gleichbleibend seine Temperatur. Im neuen Fußboden ist keine Fußbodenheizung geplant usw. Warum soll ich also irgendein neues Füllmaterial kaufen und einbringen, wenn der Lehm schon in Hülle und Fülle vorhanden ist?
Könnt ich nicht auch die alten Hölzer entfernen, den Lehm um ein paar cm (auf meine Wunschhöhe)abtragen, Lehren zum Abziehen bündig einlegen usw. und am Ende ein holzfreier, aber ebener Lehmboden entsteht, der dann als Grundlage für den Neuaufbau dient. Folie drüber und der Estrich (ob trocken oder nass) kann kommen.
Ich hoffe, dass ich nicht zu sehr nerve und bedanke mich schon mal für ihr Interesse.
MfG Uwe