Holzrahmenhaus Fußbodenaufbau EG und OG

30.08.2005



Hallo, wir haben unser Fundament von unten mit Schaumglasschotter gedämmt. Jetzt haben wir trotzden noch eine Fußbodenaufbau bis OK-Fliesen von 17 cm im EG bzw. 16 cm im OG zu bewerkstelligen. Da ich keine weitere Dämmung, wie z.B. Styropor verwenden wollte zum Aufbau habe ich überlegt, wie es mit Sand oder Lehm wäre. Bei Sand könnte ich mir als Laie vorstellen, dass dieser doch bestimmt gut ist gegen Trittschall von Oben. Obergeschoss hat Deckenbalkenlage und darauf 22mm OSB. Fußbodenheizungsrohre können lt. Anbieter auch in Lehm eingebettet werden. Wer kann welchen Lehm hierfür empfehlen und Bezugsquellen nennen, wie ist es mit Sand zum Unterbau unter der Fußbodenheizung? Gibt es hierzu Ideen und Anregungen?



Fußbodenaufbau



Guten Tag Alina Masur
zu ihrem Fußbodenaufbau würde ich Ihnen vorschlagen folgenden Aufbau zu wählen.
Aber hier muss das Gewicht des zusätzlich in die Decke hinein gebracht wird beachtet werden (Statiker eventuell beauftragen)
1. Grünlinge in verschiedenen Formaten
2. Lehmpulver Schüttung
3. Ausgleichslattung
4. Fertigfußboden
wenn das Gewicht aber zu groß ist das eingebracht werden soll kann man durch Zuschlagstoffe wie z. B. Stroh und so das Einbringens Gewicht reduzieren dieses müsste aber genau ausgerechnet werden.

Mit zimmerlichem Gruß
Andreas Vollack
aus Hann. Münden



Lieferung von Lehmbaustoffen



Eines habe ich vergessen
wir nehmen Baustoffe der Firma Claytec
Informationen zu den Lehm-Baustoffen der Firma Claytec finden Sie im Internet unter www.Claytec.com dort sind alle Baustoffe ordentlich beschrieben und man kann dort auch Arbeitblätter über die Ausführung von Lehmbaustoffen herunterladen.

Mit zimmerlichem Gruß
Andreas Vollack
aus Hann. Münden



Fußbodenaufbau



Grundsätzlich rate ich von einer Fußbodenheizung ab. hierzu gibt es bereits mehrere Diskussionen im Forum.
Mein Vorschlag EG:
- Bodenplatte mit Bitumen- oder Kunststoffbahne abdichten
- Kreuzlattung mit Schüttdämmung z.B. Perlite oder Pavatex
- Dielenboden
- altern. z.B. in der Diele OSB, Trockenestrich und Fliesen auf Kreuzlattung oder Holzweichfaser-Platten, Trockenestrich und Pflaster in Sand oder Mörtel
Im Erdgeschoss beachten, welche Dämmwerte vom EnEV-Nachweis gefordert sind und Aufbau mit dem Aufsteller des Nachweises absprechen.
OG:
Wie Andreas Vollack beschrieben mit Grünlingen dann Weichfaserplatten mit Fugenlatte und Dielenboden. Alternativ wenn es auf einen guten Schallschutz nicht so ankommt Lagerhölzer auf Filzstreifen, Sandschüttung und Dämmung zwischen den Lagerhölzern. (Auf jeden Fall Statiker hinzuziehen !!!).



Statik okay...



Von der Statik her gibt es keine Einschränkungen, da der Statiker mit Waschbetonplatten gerechnet hat (Masse schluckt Schall) Die Frage ist nur, ob Sand geht ode halt nicht geht und wenn, wie es alternativ mit Lehm, Stampflehm etc. geht Zwecks ENEV, hier haben wir einen U-Wert für die Bodenplatte mit 0,28. Dies wird durch den Schaumglasschotter erreicht. Also weder Enev noch Statik stellen für die weiteren Aufbauten Probleme dar. Sand wäre halt extrem einfach zu verarbeiten, einfach Schaufeln und Harken, Rütteln... Oder funktioniert das dann nicht. Fußbodenheizung steht fest und wird auch nicht geändert. Ich kann Zement- oder Anhydritestrich nehmen oder auch Lehm und Lehm wäre mir am Liebsten. Kann man auch auf Lehm Fliesen Verlegen (dachte da an Terracottafliesen) oder geht das nur auf Estrich?



Vorsicht bei Holzfußboden!



Wir hatten vor ca 30 Jahren in unserem nichtunterkellerten EG einen Fußbodenaufbau wie oben beschrieben eingebaut. Also mit Lehm und Kanthölzern auf die eine Lattung für einen Parkettboden genagelt wurde.
Doch vor 10 Jahren wurde der Boden an den Außenwänden weich!! Der Grund, die Kanthölzer im Lehm und die Lattung waren vom echten Hausschwamm befallen.

Heute haben wir 10cm Kiesschüttung - Folie - 8cm Beton mit einer Mattenlage - Wärmedämmung - 4cm Estrich - elektrische Fußbodenheizung und Fliesen.

Seitdem haben wir keine Probleme mehr!



@



@Alina Masur
Wenn die Fußbodenheizung Pflicht ist, dann sollte ien Estrich in diesem Falle als schwimmender Estrich, das heißt mit einer entsprechenden Dämmung eingebaut werden.
Im OG ist doch hoffentlich keine Fußbodenheizung vorgesehen? Oder??
Die vom Statiker eingerechneten Gehwegplatten 40 mm wiegen ca. 95 kg/m², Sandschüttung oder Lehm sollten also nicht schwerer sein. Grünlinge NF-Format wiegen ca. 130-140 kg/m².





Hallo Alina,
mich würde es sehr interessieren, wie Ihr das Problem gelöst habt. Wir stehen augenblicklich vor der gleichen Fragestellung. Auch wir haben in unserem alten Fachwerkhaus den Boden, den wir an manchen Stellen fast bis zu 70 cm ausgehoben haben, zunächst mit Schotter ohne Sandanteil gefüllt und darauf dann Schaumglasschotter aufgebracht, gerüttelte Höhe ca. 25 cm (bzw. sind wir noch dabei). Zwischenzeitlich sind wir vom Dielenboden abgekommen und möchten nun Cotto verlegen und daher auch auf jeden Fall eine Fußbodenheizung legen, allerdings mit sehr geringer Vorlauftemperatur, sozusagen nur zur Anwärmung, ansonsten werden wir Wandheizung verlegen.
Nun stellt sich uns ebenfalls die Frage, welchen Untergrund wir bilden für die Cotto-Platten bzw. Cottobruch, Estrich, dann welchen?
Auf eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Grüße
Neda Übelherr