Rößiger

03.03.2008



Hallo ich würde gern eure Meinung zum leidlich oft diskutierten Thema trockenlegen hören. In bezug auf Meine Situation:
Ich besitze ein ca. 120 Jahre altes Haus, welches nur gering unterkellert ist.
Da es sich um eine leicht Hanglage handelt war vom Wasserdruck hinten bis zum Durchfluss von Regenwasser alles dabei.
Aus diesem grund habe ich beschlossen Die zum Hang hinzeigende Rückseite und die Seiten (drei Seiten) Aufzugraben und Klassisch trocken zu legen.
Ich sehe auch jetzt schon erste erfolge da Tonfließen trocknen.

Jetzt interessiert mich wie ich weiter vor gehen soll ich möchte demnächst eine Bodenplatte aus Beton einziehen und diese auch mit einer Feuchtigkeitssperre (Folie) versehen.
Damit wäre die Mauer von außen und der Boden von ihnen versiegelt.
Sollte man zusätzlich noch eine Horizontalsperre einziehen oder ist das überflüssig.

Problematisch ist das bei Hochwasser, großen Regenfällen das Wasser im Keller bis 1m unter der Decke steht.

Danke für eure Tipps! René



Hochwasser bis unter die Decke



Wenn Sie jetzt den Keller pulvertrocken legen, dann wird der hydrostatische Druck ihr Haus letzten Endes aufschwimmen lassen wie ein Boot, wenn es sich wieder auf Grund setzt, wird es schief stehen. Ich kenne das von Häusern am Rhein, deren Besitzer die Arche Noah nachahmen wollten.

Es gibt aber die Möglichkeit im Innern eine Flächendrainage zu legen und in einen Brunnenring als Senke zu entwässern, dieses Drainagewasser pumpt man dann weg (wohin ? muß örtlich entschieden werden, da die Gemeinden kein Drainagewasser haben wollen. Meistens braucht man einen Teich oder eine Rigole.
Ergebnis ist dann ein "dauerfeuchter" aber nicht mehr nasser Keller.

Grüße vom dauerfeuchten Niederrhein



Und



da das Haus nur teilunterkellert ist, wird´s auch nur teilweise "aufschwimmen". Die Folge wären enorme Rissbildungen, die zum Totalschaden führen können.
MfG
dasMaurer



Drainage, Horizontalsperre



Hallo Herr Rößiger,

bei Hanglage brauchen Sie keine Bange haben wegen dem hydrostatischen Druck. Die Drainage aussen ist ok und und hält das Wasser von den Wänden weg. Eine horizontale Sperrschicht schützt vor aufsteigender Feuchtigkeit in der Mauer. Risse kann es geben wenn Sie das Wasser durch den Baugrund nach innen führen um es dort abzupumpen.

Mit freundlichen Grüssen

A. Cyba



Danke!



Erst mal danke für die guten Hinweise und Ideen!
Sie würden also mit eine Horizontalsperre auch erst mal warten wie sich die Feuchtigkeit in den Mauern entwickelentwickelt. Schöne Grüße Rene





Hallo Herr Rößiger,

vielleicht finden Sie hier die Hilfe (DRuckwasser,Kapillarwasser):

http://www.porofin.de/POROFIN_INFOMAPPE_PMD.PDF

MfG, Ralf