werde ich das alleine schaffen?

25.05.2008



hallo meine frage ist werde ich es alleine schaffen ein altes haus zu verhalten können.ist ein altes reihenhäuschen bin ledig weiblich und habe endlich genug davon in miete zu leben aber ich weiß nicht ob es die richtige entscheidung ist. kostet 57t und man muß alles neu machen, habe aber leute die mir helfen.auf was muß ich beim Kauf achten kann mir jemand helfen oder tips geben? auch wegen der finanzierung?!



Wo steht das den gute Stück?



Viele Grüße aus Koblenz Gerd



...dann mal ran.



Also, man kann das auch alleine schaffen. Vor ca. 8 Jahren habe ich alleine ein Haus gebaut. Wer die Arbeit nicht scheut und keine extrem teueren Wünsche hat, bekommt das hin.

Vor 8 Wochen habe ich nun ein altes Haus gekauft, Bj 1908, welches ich nun selbst renoviere. Das Ganze gibt einem ganz schön Energie. Bin zwar männlich und verfüge über ein gutes Gehalt, aber rechnen muss jeder.

Mach Dir einfach einen Plan, was ist zu tun, was kann ich selbst machen, wie hoch schätze ich die Materialkosten ein und was kann ich verwenden, was sieht gut aus und ist nicht so teuer. Zum Beispiel Fensterbänke aus ca. 28 cm dicken Brettern, die noch an der Sichtkante über die Rinde verfügen. Oder kann ich meinen Holzdielenboden einfach nur fabig lackieren - muss er geschliffen, geschliffen, geschliffen und mit einem teuren Öl 5x geölt sein. Kann ich alte Türen erhalten, oder will ich unbedingt neue? Kann ich die Fassade selbst streichen? Brauche ich Tapete, oder reicht mit eine gespachtelte und fabig angelegte Wand. Will ich ein Wellnessbad oder ein stylisches Bad, welches nur zum Teil gefliest ist und evtl. noch andere Materialien beinhaltet (Glas, Holz, Stahl)... Gute Architektur muss nicht teuer sein. Und nicht alle Wünsche müssen Wünsche bleiben, wenn man bereit ist selbst Hand anzulegen.

Je nachdem wie alt Du bist, solltest Du eine Finanzierung anstreben, die man mit dem 55. - 60. Lebensjahr abgezahlt hat. Weiter sind die Nebenkosten grosszügig ins Budget einzuplanen.

Da ich vom Fach bin, sende doch einfach ein paar Bilder oder stellen einige ins Forum. Dann kann man sehen, wie gross es ist und was zu tun ist. Dann gibt es evtl. auch mehr Tips, da Deine Frage sehr allgemein ist.

Gruss Stefan



Als erstes würde ich mal zu deiner Bank...



Die sollen mal mit dir gemeinsam überlegen, was für eine Belastung für dich in Ordnung gehen würde. Damit kann man schon mal grob wissen, wie hoch die Gesamtkosten (Eigenanteil!?) werden dürfen.
Dann würde ich mir jemand krallen, der von Sanierung eine Ahnung hat und eine grobe Kostenaufstellung der Sanierung machen kann. Mit dem kannst du dann auch bereden, was als Eigenleistung für dich in Frage kommen könnte. Denke auch an Doppelbelastung während der Sanierung.

Gruß Patrick.

@Stefan oder @Michael: Ja wer denn nu? Die Unterschrift oder das Profil? Wenn das Profil gilt (Michael Butty), ist da aber jemand schnell zu einem vom Fach geworden...Bei Forumsbeitritt im März hat sich das etwas zaghafter angehört.



Bewohnbar



sollte das Haus heute sein, denke ich. Wenn du vieles oder fast alles alleine oder mit Freunden machen willst, werden die Arbeiten lange dauern! Ein Jahr ist da nix.
Du solltest unbedingt mit einem Fachmann das Haus anschauen. Es gibt Bausubstanzen, da ist mit einfachen, bzw. wenigen Mitteln nicht viel zu machen.
Wenn die Bausubstanz o.k. ist gibt es auch meist bezahlbare Lösungen, wenn du den Altbau nicht zum Neubau machen willst.
Ich drücke dir die Daumen. Wenn du ein paar Bilder hier einstellen kannst, bekommst du vielleicht noch andere Meinungen.
Schöne Grüße aus Lörrach. Jürgen Maier



Ja klar, aber gut überlegt



Ich bin genau in Deiner Situation, daher möchte ich Dir einerseits Mut machen - ja, natürlich kann man auch als alleinstehende Frau mit eingeschränktem Etat ein altes Häuschen sanieren, wenn man sich nicht scheut, ein paar Jahre auf einer Baustelle zu leben, in die man den größten Teil seiner Freizeit investiert.
Andererseits solltest Du aber auch bedenken, dass in
alten Häusern Arbeiten anfallen können, die Du nicht selber machen kannst und auch nicht solltest. Z.B. Erneuerung der Elektroverkabelung, was recht teuer werden kann. Also unbedingt einen Gutachter durchs Haus laufen lassen, aber auch der kann nicht in die Wände gucken. Dein Finanzierungskonzept sollte daher Luft für Unvorhergesehenes haben.
Der gute Rat, dass die Hypothek bis zum Rentenalter erledigt sein sollte und man die Nebenkosten nicht vergessen darf (für ein Haus in der Regel höher als für eine Wohnung), kam ja schon. Achte darauf, dass man Dir einen genauen Tilgungsplan gibt. Überleg Dir gut, ob Du einen niedrigen Zins und eine kurze Laufzeit oder einen höheren Zins und eine längere Laufzeit nimmst. Lass Dich bei mehreren Stellen beraten. Hol Dir vorher aus der nächstgelegenen Bibliothek ein paar Bücher über Baufinanzierung. Man wird gerade als Frau bei den Finanzberatern oft ganz anders behandelt, wenn man ein gewisses Fachwissen erkennen läßt.

Langer Rede kurzer Sinn: eine nüchterne Betrachtung Deiner Finanzsituation (und Deiner "Leidensfähigkeit") und ein solides Finanzierungskonzept ist enorm wichtig. Wenn das geklärt ist, dann nur zu. Man wächst mit seinen Aufgaben und es lohnt sich.

Viele Grüße und viel Erfolg



Kann dir nur Recht geben...



...Christiane.

Sicher meinst du aber "niedriger Zins, hohe Laufzeit, hoher Zinz, kurze Laufzeit" oder?

"Niedriger Zinsatz und kurze Laufzeit" hätt ich auch gern. ;-)))

Meiner unmaßgeblichen Meinung nach ist der Zinsatz umso höher, je kürzer die Laufzeit veranschlagt ist.

Gruß
Martin



Zins



Ich glaube Christiane meint die Zinsbindung.

LG, mag



Nachtrag zu meiner Antwort & Antwort für Patrick und alle Interessierten



allo Patrick,

tja, das mit den Namen ist so ein Sache. Meine Eltern konnten sich nicht entscheiden und gaben mit drei mit auf den Weg. Somit Erklärung eins.
Und "vom Fach" wird man wahrlich nicht in drei bis vier Monaten. Drum gibt es auch hier eine Erklärung. Nach der ersten Berufsausbildung habe ich mir gedacht, man sollte seine Träume Wirklichkeit werden lassen und habe noch einmal Architektur studiert. Und weil ein Studium nicht unbedingt einen Fachmann macht, habe ich währenddessen noch ein Haus gebaut. Und mich nebem meinem Hauptberuf noch mit der praktischen Ausübung meines Traumes weiter beschäftigt. Umbau einer Scheune zu Wohnzwecken, Sanierung und Restaurierung einer Gründerzeitwohnung, Gestaltungsprojekt Jugendstilhaus mit Aussenanlagen, Sanierung eines Arbeiterwohnhauses von 1865 und nun eben meines neuen Projektes Mehrfamilienwohnhaus 1908 mit gleichalter Malerwerkstatt und Nebengebäuden. Von Planungen und Bauausführungen für Dritte einmal abgesehen.
Und trotz dieser Erfahrungen erlaube auch ich mir ab und zu ein paar Fragen zu stellen, getreu dem Motto der Sesamstrasse.

So, nichts für ungut. Weiterhin viel Spass hier im Forum und Zuhause auf der Baustelle.

Gruss

Stefan Michael A.



Das "A." steht...



..dann wohl für den dritten Vornamen?

Sei´s drum, interessanter Werdegang. ;-)

Gruß
Martin



Margareta hat natürlich Recht ...



ich meinte Zinsbindung. Laufzeit war ja schon abgehandelt.




Schon gelesen?

WDVS auf Fachwerkfassade