nachträgliche Dachisolierung im Fertighaus

21.08.2005



Wir möchten unsere Dachisolierung nachträglich aufbessern lassen. Im Winter haben wir fast nie Schnee auf dem Dach und die Kinderzimmer haben bei hohen Minusgraden teilweise Temperaturen um 13-15°C. Aktuell ist das Dach von Innen nach Aussen betrachtet wie folgt aufgebaut:

Holzdecke --> durchsichtige PVC-Folie --> 10cm Glaswolle (28cm Platz vorhanden)--> Unterspannbahn --> Dachlattung --> Ziegel

Ob die Folie eine Dampfbremse ist weiss ich nicht. Die Verlegung sieht nicht professionell aus auch die Dichtigkeit ist fragwürdig.
Die Dachdecker bieten verschiedene Möglichkeiten an aber ich weiss nicht was richtig ist.
Alle machen es von Aussen durch Abdecken, einer will 16cm Klemmfilz draufpacken und eine neue Diffusionsoffene Unterspannbahn einbauen. Der andere will eine Diffusionsoffene Dampfsperre um die Sparren herum legen, weil die alte Ihm nicht dicht genug erscheint und dann ebenfalls die alte Glaswolle mit zusätzlichem Klemmfilz verstärken. Aber er muss für die Hinterlüftung auflatten was das Dach ca. 3cm anhebt.
Der nächste will mit Flocken arbeiten und mit Spannplatten zumachen.

Hat jemand eine Empfehlung? Wäre sehr dankbar für einen Rat.



Von Innen oder Außen



Wie sieht denn die Dacheindeckung aus? Muss die erneuert werden? Ist eine Konterlattung vorhanden?
Wenn eine Konterlattung vorhanden ist und die Dacheindeckung noch 10 Jahre draufbleiben kann, ist es wirtschaftlicher das Dach von Innen zu dämmen.
Aufbau: Lattung seitlich an die Sparren, Holzweichfaserplatte, Sparrenaufdopplung, feuchteadaptive Dampfbremse, luftdicht verklebt, Sparschalung, Hohlraum mit 20 cm Zellulose ausblasen.

Anmerkung zum Fertighaus: Bedenken Sie, dass bei Fertighäusern bis etwa Mitte der 80er Jahre krebserregende Holzschutzmittel wie PCP verwendet wurden und dass Formaldehyd und Schimmelpilze häufig anzutreffen sind.



Antwort



Hallo Herr Stasch,

die Dacheindeckung sieht noch gut aus und muss nicht erneuert werden (Braas Frankfurter Pfanne). Das Haus wurde 1989 von Schwörer erstellt. Eine Konterlattung ist nicht vorhanden, dafür ist die Traglattung 60x50mm (BxH)stark. Darunter liegt dann die grünliche Gewebefolie auf.

Hinter den Trempelwänden kann man laufen und sieht hinters Dach. Dort ist nichts "giftiges" zu riechen noch sind Schimmelpilze vorhanden. Es ist trocken und riecht normal.

Mir wurde von einem Handwerker eine Isolierung von Aussen angeboten. Zuerst Dach abdecken (ca. 220-240qm)und Traglattung entfernen. Zusätzlich zur 10cm Glaswolle ein 16cm starken Klemmfilz mit neuer Diffusionsoffener Unterspannbahn aufbringen. Wieder die alte Lattung und Ziegel drauf für unter 10.000€. Die Traglattung ist denke ich so stark weil die Sparren fast alle ca. 1,17m Abstand haben. Ist das eine gute Lösung? Was ist mit der Belüftung, reicht das dann noch aus wenn die Sparrentiefe von 28cm fast aufgebraucht ist mit 10+16cm???

Im voraus Danke



Dachdämmung



warum sollen Sie ein teures Gerüst aufbauen, das Dach teuer abdecken und teuer wieder eindecken? Diese Maßnahme ist extrem unwirtschaftlich - es sei denn Sie haben den Drang dem Handwerk unter die Arme zu greifen?!

Vorschlag: Lattung seitlich an die Sparren, Holzweichfaserplatten zwischenschneiden, feuchteadaptive Dampfbremse + Sparschalung Hohlraum mit Zellulose ausblasen - fertig.