Dielenverlegung im Neubau

22.04.2006



Hallo,

Wir haben zwar kein Fachwerkhaus, bin aber durch Zufall auf dieser Seite gelandet und habe festgestellt, daß sich hier viele Leute mit der Verlegung von Dielen auskennen.
Also meine Frage:
Wenn man Dielen in einem Neubau verlegt (ohne Estrich, auf Rohbeton) macht man eine Kreuzlattung oder reicht eine einfache Lattung? Hat jemand schon mal mit sog. Catsteps (Stellschrauben mit Fuß) verlegt, oder sollte man die Finger davon lassen? Wir haben Bedenken, daß das Ausrichten der Latten sehr schwierig ist, obwohl unser Rohboden relativ eben ist. Oder ist das gar nicht so schwer?
Sind dankbar für alle Tips, vor allem mögl. schnell.
Danke



Rohbeton und Dielenboden



Keine gute Lösung!
Auf eine Rohdecke/-beton sollte mit einer Ausgleichsschüttung, darauf verlegter trittfester Bodendämmung und darauf wiederum erst die eigentliche Holzdielung verlegen.
Ihre angedachte Kreuzlattenvariante können Sie komplett verwerfen, da es diesbezüglich sehr ausgereifte Aufbausysteme gibt.
DHD-Doser wäre eine Variante, wo man sofort eine Hobeldielung auf Holzweichfaser Verlegen kann.
Gute Fußbodendämmungswerte.

Grüße Udo



Seit 1986 fast nur Kreuzlattung Verlegung !



Keinesfalls kann ich dem Kollegen zustimmen, seit 1986 verlege ich Massivholzböden auf Kreuzlattung - speziell auch auf Rohbetonböden - ich schätze ca.30.000m²bereits verlegt und jeden Monat werden es mehr. Bis auf wenige Reklamationen die nichts mit der Technik zutun hatten, sondern der Verarbeitung, sind alle sehr zufrieden.
Wärmedämmwerte bei einem Aufbau von ca.12-14cm je nach Anforderung mit Zellulose-,Kork-,gep.Schiefer-, Schüttungen
besser oder Gleichwertig !
Der Höhenausgleich ist einfach zu bewerkstelligen.
Eine genaue Anleitung für den gesamten Aufbau wäre zuviel zum schreiben.



Dielenverlegung im Neubau



Vielen Dank für die schnellen Antworten.
Bin etwas irritiert über die Antwort von Udo. Das ganze Forum ist voll von Tips über Dielenverlegung auf Rohbeton und jetzt soll das plötzlich ganz schlecht sein?! Was ist an Beton so schlimm?
Der nächste sagt dann wieder das Gegenteil (vielen Dank für das positive Feed back).
Aber ich denke, wenn das seit 1986 klappt, kann es ja so verkehrt nicht sein. Noch eine Frage. Soll unter die Lattung eine PE-Folie (EG-Decke über dem Keller), kommt auf die Lattung Filz, Kork, o.ä.? Holz auf Holz soll quietschen.

Gruß Ute



Von wegen quitschen !



Hallo,
es muss eine Folie mit DIN Zulassung als Feuchtesperre eingebaut werden - wir empfehlen Gefitas!
Unter die Kreuzlattung muss Kokosfilz oder Weichfaser (Zwischen Boden und Lattung) ,
Quitschen tuts nur wenn das Rastermaß zu groß ist oder Unterkonstruktion war zu Feucht beim Einbau (über 12%) oder
Falsche Schrauben oder Dielen waren zu feucht oder zwischen Nut und Feder der Dielen ist Schmutz usw.
Wir bauen in ganz Europa baubiologische Häuser und versenden auch komplette Sätze für Fußbödenaufbauten (Eingeschweißte Unterkonstruktionshölzer, Feuchtesperre (Schadstofffrei)usw. Anleitung haben wir sogar per Bilddatei !!!
Nun, diejenigen die es nicht empfehlen -schulen wir, dann können Sie es auch, wie jeder Bauherr mit handwerklicher Begabung! Sicher ist,dass Details wie Anschlüße, Übergänge, Belastungsflächen, Durchringungen usw. eine Beratung benötigen
Gewiss haben wir auch Lehrgeld für unsachgemässe Ausführungen bezahlt abder deswegen nicht die Technik abgelehnt !
Nur Mut und richtig informieren !

Grüße Jan Diamantopoulos



Folien im Unterbau



Folien im Unterbau sind eigentlich stets mit nachteiligen Verhaltensweisen ei8nhergehend.
Ob Diffussionsoffenheit hin oder her proklamiert wird, die Aufschrift ist stets geduldig. Doch wie sieht der realistische Faktor dabei aus?
Sollte einmal ein Feuchteschaden auftreten, so würde dieser auf der Folienebene verbleiben.
Ein Rückbau wäre demzufolge unumgänglich.
Eine Aufbauvariante ohne sperrende Zwischenlage, also komplett diffussionsoffen, wäre da eher sinnvoll.

Grüße Udo