Fußbodenaufbau

26.05.2013 diapedese



Hallo alle,
in meinem Fachwerkhaus soll neuer Boden rein. Es steht Massivdiele in Eiche oder Lärche zur Disposition. Das Perkett ist schon raus, jetzt soll auch noch die Spanplatte raus. Es handelt sich zum einen um ein Dachgeschoss von etwa 40qm, zum anderen um das 1. Geschoss. Es soll erstmal ums DG gehen.
Den grundsätzlichen Aufbau zeigt meine Skizze anbei. Ich stelle es mir so vor: in den unteren Hohlraum kommt Masse, also Lehm mit Sand oder ähnliches, in den oberen Hohlraum wieder die groben Holzspäne oder einfach gar nix (Raum darunter beheizt). Auf die vorhandene Lattung (Latten haben 30-40cm Abstand) wollte ich dann trittfeste Holzfaserplatte mit 2cm Stärke befestigen (schrauben) und darauf dann direkt die Dielen ebenfalls so veschrauben, dass die Schrauben bis in die Latten reichen. Was ist davon zu halten in Bezug auf technische Sinnhaftigkeit, Trittschall und allg. Schalldämmung? Knarren möchte ich verhindern!
Die dicken Quadrate stellen übrigens die tragenden Balken dar.
Danke recht herzlich



Deckenaufbau



Die Deckenfüllung gehört auf den Einschub, also in den oberen Hohlraum!
Ist das DG bewohnt?



Sind...



die Latten&Platten nicht entbehrlich?

Eine direkte nivellierte Verlegung von raumlangen Dielen 28mm auf die Balkenlage wäre mir weitaus sympathischer und spart Aufbauhöhe.

Grüße

Thomas



laut



der Skizze gehen viele cm in Aufbau und Abhängung verloren !
Lieber das Geld für stärkere Dielung ausgeben und einen Ausgleich nach trad. Art erreichen, gegebenenfalls durch Beilagen. Abgesehen davon sind die Holzfaserplatten ja auch wieder zusätzliche Belastung ( - und ev. mit Kleber gebunden?). Wenn man massive Eichendielen legt, wird das DG wohl bewohnt werden. Anschlüsse möglicher Dampfbremsen an den Deckenbalken vorher planen (ev. unter die Dielung "Anschlußfahnen" )



Das DG...



... ist bewohnt, ja. Die Bauhöhe der Decke/des Bodens ist egal. Das DG hat 3,4m Höhe und einer der Drempel ist auf 2,8m hochgezogen, an Raumhöhe mangelt es also nicht und aus mehreren Gründen muss ich mind. noch 2cm höher kommen, wahrscheinlich eher 3cm: Es befinden sich 2 statisch wichtige Konstruktionen im Fußboden, die eine gewisse Bauhöhe haben, und die ist der "Schrittmacher" bei der ganzen Sache. Ich kann also auch nicht ohne weiteres einfach auf die Balken schrauben, die sind ohnehin so unterschiedlich hoch, dass das keinen Sinn macht, und die Lattung ist absolut ok. Von schädlichem Kleber in den Holzfaserplatten höre ich jetzt das erste Mal. Die Diskussion drehte sich bei mir bisher immer um Spanplatten (deswegen sollen die ja raus) und OSB-Platten, bei denen die Diskussion offenbar noch kontroverser ist.
Einzig ein gewisser Verlust an statischer Stabilität ist zu erwarten, da das DG mit den Holzfaserplatten keine zusammenhängende Fläche mehr bildet, es sei denn, ich verleime sie untereinander.

Wozu soll ich denn in einem Boden zwischen zwei beheizten Räumen eine Dampfsperre anbringen? Welchen Sinn hat das?

Danke



die



Dampfsperre ist der Anschluß an die Dachschräge (ich kenne keine Details) - muß nicht aber sollte geprüft werden. Durch die Dielung oder sogar Eure Latten habt Ihr eine guten "Anpresslatte". Details sind natürlich vor Ort zu klären.



ah, ok,...



... gute Idee, aber die Latten liegen im 90° Winkel zum Längsverlauf des Daches und auch der andere Drempel ist mehr als 1 m hoch. Der Boden braucht sicher keine Dampfsperre, zumal die Diffusionsoffenheit jetzt eher besser werden dürfte.
Gibt es noch Anmerkungen zu meiner Planung? Ist ein Knarren zu erwarten? Wenn ja, wie kann man Knarren besser verhindern? Evtl. soll auch noch eine Küche auf den Boden. Bleibt da die Dämmplatte formstabil?



Wie stark ...



...sind die Latten, und wie weit (Achsmaß) sind sie auseinander?

Holzweichfaserplatten halte ich an der angedachten Position für verfehlt. Entweder wird direkt raumlang auf die Latten gedielt, oder aber es kommt eine OSB4 statisch passender Stärke, in Nut und Feder verklebt,und darauf eine Rohfilzpappe und 20mm Dielen. Im letzteren Falle könnten auch Systemdielen verwendet werden.

Grüße

Thomas



die



Lattung hat einen Achsabstand von etwa 30-40cm. OSB wollte ich, wie gesagt, eigentlich vermeiden. Wie sieht es mit Rauhspund unter den Dielen aus - dazwischen vielleicht noch Filzpappe?
Was mache ich in den Einschub? Sand? Stampflehm? Bis oben hin? Wird das nicht zu schwer?
Vielen Dank einstweilen



Statt...



OSB wäre auch ein 28er Rauhspund möglich; der sollte aber dieselbe Holzfeuchte haben wie die Dielung, also 9%. Üblicherweise ist der Rauhspund viel feuchter. Die bessere Verlegefläche bietet halt eine OSB-Platte.

Aber nochmal: Wie stark ist die Lattung, und wie groß ist der Balkenabstand der Balkenmitten? Mir fehlt noch die Überzeugung, daß die Lattenlage ausreichend tragfähig ist.

Grüße

Thomas