Außendämmung zur Gebäudeschließung im Winter




Hallo,

wir sind mit unserem Baufortschritt leider nicht so vorangekommen wie erwartet und stehen vor dem Problem in einem teils offenen FWH wohnen zu müssen. Stadthaus, Grundfläche 8x6m, Die 8m-Giebelseiten grenzen jeweils direkt an das Nachbarhaus. Die Nordseite ist offen, da erst nächste woche die Schwelle und 3 Ständer gewechselt werden, also größtenteils das FW bis UK 2.OG, insgesamt ca. 25qm offene Wandfläche. Für Lehmputz und Lehm-Mauerwerk jahreszeitbedingt etwas spät.

Der geplante Wandaufbau (von innen nach außen):
2cm Lehmputz
15cm Lehmsteine (Gefachtiefe ca. 18cm
3cm Stohlehm
100 oder 120mm Holzfaserdämmplatte
30mm Hinterlüftung
20mm Lärchevorhangbretter

Um das Gebäude nun schnell dicht zubekommen, überlege ich die Holzfaserplatten(N+F) direkt auf das FW zu schrauben und die Gefächer später auszumauern.
alternativ eine Lattenkonstruktion und flexible Hanf oder Holzweichfaserplatten vor/zwischen die Latten bauen.
Die Dämmplatten den Winter über, mit Unterspannbahn oder ähnliches vor der Witterung schützen bis zum Frühjahr.
Welche Holzfaserdämmplatten eignen sich hierzu?
Ich hatte an die bewitterungsfähigen etwas festeren Platten zur Aufsparrendämmung gedacht.
Kann die Unterlattung für den Vorhang bei 4m Höhe auch tw direkt in die Dämmung geschraubt werden?

Wichtig ist mir eben nicht schon innen mauern zu müssen.

Gruß
Detlef



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Hallo Herr Selle,

schauen Sie bei den üblichen Verdächtigen (Steico, Pavatex, Gutex, u.v.a. ) nach Platten die für den Holzrahmenbau und u.U auch speziel für die Außenbeplankung zugelassen sind. Meist sind die identisch zu Aufdachdämmplatten, müssen aber nicht. Zusätzlicher Witterungsschutz Außen kann sicher nicht schaden! ... Wenn Sie aber drinnen wohnen, sprich heizen wollen, wäre ich hier vorsichtig! Wie wollen Sie ohne zusätzliche Maßnahme innen die Taupunktproblematik in den Griff bekommen?

Gruß aus Berlin,



Kann auf die Dämmplatten geschraubt werden ?



Hallo,

der offene Teil des Gebäudes im EG und 1. OG ist nicht direkt bewohnt oder beheizt,jedoch Durchgang in das bewohnte 2. OG DG. Im EG liegt die Technik (Heizung etc.) der Rest ist Baustelle. Um oben nicht zu "erfrieren" muss das Gebäude unten zu, auch um die Leitungen zu schützen. Spannpltten o.ä. halte ich nur als Provisorium für unsinnig. Das Ausmauern der Gefache soll dann im Frühjahr erfolgen.
Kann auf die Dämmplatten geschraubt werden oder ist generell
eine tragende Lattenkonstruktion, wo die Dämmplatten zwischengedrückt werden nötig. Ohne Latten ist die Dämmung sicher weniger durchlässig.


Gruß
Selle





Die Dämmplatten für die Außenbeplankung sind in der Regel mit Nut und Feder versehen. Die Aufdachdämmplatten meist nur mit Stufenpfalz.

Erstere dürfen im Prinzip mit fallendem Stoß sogar geklammert oder genagelt werden. Für eine hinreichende Befestigung sollte die Fixierung der Dämmplatten aber mit der Traglattung für die Fassadenschalung kombiniert werden. Nicht zum Zwischenklemmen entlang der Stöße ala Fußbodendämmung, sondern über der Platte: ... siehe z.B. http://www.steico.com/fileadmin/steico/content/pdf/Marketing/German/Application_instructions/STEICO_Verarbeitung_de_i.pdf


Das mit den Verlegeplatten macht sicher keinen ökonomichen Sinn, aber ist manchmal auch einfach nur technische Notwendigkeit. Ob es bei Ihnen so ist, vermag ich von hier nicht einzuschätzen! Einfach gesagt tut's ansonsten für den Winter auch eine sauber verlegte Folie. Oder aber Sie sorgen für entsprechenden Luftaustausch, heißt entsprechend niedrige Temperaturen.


Gruß aus Berlin.