Holzlasur lösemittelfrei oder lösemittelhaltig?

18.09.2013



Hallo,
ich habe noch eine Frage.
Die Firma mit A und O bietet für die Öllasur im Außenbereich einmal eine Lasur mit, und einmal eine Lasur ohne Lösungsmittel an. Welches ist weshalb die bessere Wahl, auch auf der Wetterseite?
Danke für eure Hilfe,

chreich



Holzlasur mit oder ohne Wasser?



Die lösemittelhaltige Holzlasur ist die "ursprünglichere" - also die Holzlasur, die sich seit vielen Jahren schon bewährt hat. Als Lösemittel werden Balsamterpentin und Orangenschalenöl eingesetzt. Beide Lösemittel, die Allergien hervorrufen können. Das Delta-3-Caren im Balsamterpentinöl war z.B. Verursacher der Berufskrankheit "Malerkrätze". Das ist aber schon ein paar Jahrzehnte her und die Hersteller achten heute darauf, dass sie Lösemittel verwenden, die einen Maler nicht so belasten.

Die wasserhaltige ist die neuere Holzlasur, die den aktuellen VOC-Bestimmungen vorauseilt und ohne VOC angeboten werden kann. Die Öle müssen dort mit einem Emulgator versetzt werden, damit sich das alles in Wasser lösen kann.
Damit erfüllt man die immer schärfer werdenden Verordnungen. Allerdings auch mit Verlust an Leistung. Wasser lässt die Holzfaser quellen. Dadurch kann weniger Öl in die Faser einziehen. Der Schutz der wasserhaltigen Lasur entsteht mehr auf dem Holz als im Holz. Dadurch wirken die Farben auch mehr deckender als die ölhaltigen Lasuren. Durch das Quell- und Schwindverhalten kann diese Schicht aber reissen. Dann muss sich der Tiefenschutz in der Holzfaser bewähren, den ich persönlich bei den wasserhaltigen Lasuren als schwächer einschätze als bei den lösemittelhaltigen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural Naturfarben



wo steht da die Ölfarbe?



Ich bin nämlich auch gerade am Überlegen. Das neue Gebälk vom Vordach braucht einen Anstrich.
Nach deinen Ausführung steht nur noch lösungsmittelhaltige Lasur und Ölfarbe im Raum.
Was wäre dein Favorit?



Öllasuren...



bieten einen guten Schutz und bleiben, besonders mit dem Schlussantrich des speziellen Wetterschutzes, sehr gut und einfach zu warten.

Wenn's deckend sein soll, ist auch eine harzarme Leinölfarbe eine gute Lösung.

Lösemittel im Außenbereich sind unkritisch, überhaupt trifft der Lösemittelradikalismus die Naturfarben zu unrecht. Das schreibt ein Terpentinallergiker, der auch mit Terpentin hantieren kann und Öl-Wasserdispersionen nicht auf den Pinsel nehmen würde, aus o.g. Gründen.

Grüße

Thomas