Neue "Farbe" (?) für die Fenster

31.07.2008 anneliese



Hallo miteinander!
Ich höre Euch schon stöhnen: "schon wieder so eine Frage - kann die nicht die Suchfunktion benutzen?"

Die Suchfunktion habe ich benutzt - aber keine passende Antwort gefunden..

Also worum geht es? Unsere Fenster von Haus 1 müssen auf der Schlagregenseite teilweise einen neuen Anstrich von außen bekommen.
Vor 5 Jahren hatte mein Mann die Fenster partiell angeschliffen und mit der Lasur des Herstellers, welche aber dickflüssig war, gestrichen.
Genauso wollte er es heute wieder machen...
Tja, ich kenne die Lasuren eigentlich nur dünnflüssig...
Mein Vater ist sich aber ebenso wie mein Mann sicher, dass das dickflüssige Lasur war.
Und genau so etwas brauchen wir, denn das Giebelfenster unter der Dachspitze ist arg hoch und ein Gerüst wollten wir für die paar Stellen am Rahmen nun auch nicht aufstellen.
Mein Mann hatte jetzt Lasur gekauft, diese ist aber viel zu flüssig und deckt damit auch nicht.
Den Hersteller gibt es nicht mehr (war schon damals so - kurz nach unserem letzten Einkauf, so dass wir dort nicht ordern können.), einen Rest haben wir auch nicht.
Außerdem bin ich der Zutatenliste gegenüber heute noch kritischer, wie früher.
Deshalb hatte ich auch schon bei Kreidezeit angefragt - aber hier ist die Lasur auch dünnflüssig.
Leinöl wurde hier im Forum auch schon beschrieben "zwei Anstriche in einem Jahr" - da würden wir streiken, weil wir haben 37 Fenster (Küche besteht aus 3 Segmenten), 2 Haustüren und 3 Kellertüren.

Welche Idee habt ihr?

Viele Grüße
Silke



Hallo Silke.



Ja, stimmt: Stöhn. (Nein war´n Scherz).

Irgendwie wird mir aus deiner Frage nicht ganz klar, was du wissen möchtest.
Lasur, dünnflüssig oder dickflüssig?? Ölen oder besser nicht?

Leinöl pur wohl eher nicht, oder? (War wohl mein Beitrag mit dem "zweimal pro Jahr").

Interessant wäre zu wissen, aus welcher Holzart die Fenster gebaut sind.
Die Holzart ist nämlich nicht ganz unerheblich für die weitere, dauerhafte Beandlung.

Ist es Nadelholz (Kiefer, Fichte, Tanne)? Laubholz (Eiche)?

Ein wenig mehr Informationen wären sicher hilfreich.

Gruß
Martin



Würde gerne eine Antwort schreiben ----



---- nur weiß ich genau, daß , wenn ich hier wiederholt
unseren Farbenlieferanten nenne, mit dessen Produkten wir seit 15 Jahren hochzufrieden sind , wieder Knüppeleinheiten bekomme. NEIN, natürlich möchte ich keinen unserer Kunden
mit nicht volldeklarierten Anstrichsstoffen vergiften. --
Mit mittelgrünen Grüßen , Andreas Milling





Hallo Martin!
Also wir hätten gern etwas dickflüssiges.

Wir haben Eichenfenster.

Ob Lasur oder etwas anderes - darum geht es mir ja gerade - was ist gut zu verarbeiten, hält lange und besteht nicht nur aus Gift?
Und wo müssen wir nicht das ganze Fenster mit behandeln, sondern nur die schadhaften Stellen ausbessern?

Hallo Herr Milling: den letzten Rest, der nicht deklariert ist, fällt ja dann wohl in die Kategorie "minimal" - oder irre ich mich da?

Viele Grüße
Silke



Lasur auf Fenster



Ein riesen Thema hier auf Fachwerk.de,eine Lasur-Anstrich solte immer dünnflüsig sein.Im Außenbereich sind Lasuren immer reperaturanfällig (zwei Anstriche im Jahr ist nicht normal).Ich empfehle immer deckende Anstriche(Kreidezeit-Naturfarben,farbiges Leinöl aus Schweden).Zum Thema Fenster-Rahmen Streichen Tischlermeister Andreas Milling kann da sicher weiterhelfen .


Freundliche Grüße Torsten Selle



Was für eine Lasur war es denn?



Wenn Kunstharzlasur verwendet wurde, dann geht nicht so ohne weiteres Leinöl oder ölhaltige Naturharzlasuren.

Wenn es unbedingt dicker werden soll, dann ist das von der Machbarkeit kein Problem. Wir haben z.B. den Wetterschutz im Programm. Ein farbloser Finish-Anstrich aus Naturölen und Naturharzen der sehr fett eingestellt ist. Man kann ihn pur nutzen oder problemlos mit den dünnen Naturharzlasuren vermischen. Aber die Grundbehandlung muss da stimmen. Sonst macht das keinen Sinn. Die Pflegeintervalle werden dann länger.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



@Torsten Selle



Hallo Torsten,

nicht das ein "falscher" Eindruck ensteht.
Die zweimalige Behandlung der Fenster bezog sich auf Leinöl, und nicht auf Lasuren.
Ich verwende derzeit ("derzeit", weil ich ebenfalls nach anderen Möglichkeiten suche) ein Produkt eines namhaften Herstellers (Fängt mit "K" an und hört mit "t" auf ;-))
bestehend aus:

Leinöl
Balsamterpentinöl
Holz-Hartöl (was immer das sein mag)
bleifreie Trockenstoffe
(Hab extra nachgelesen)

An- und Fürsich ist diese Variante (bei Eiche) nicht schlecht, zumal wirklich nur übergestrichen werden muß. Aber, und das ist der "Knackpunkt" zweimal im Jahr (bei mir zumindest).

Wird eine Lasur schadhaft, ist der Aufwand zur Instandhaltung sicher höher, da wenigstens angeschliffen werden muß. Das entfällt bei einer "Ölung". Kurz drüberbürsten, nachölen und gut ist´s.

Nur, wie gesagt: das Intervall gefällt mir nicht wirklich.

Gruß
Martin



@ Martin



Unabhängig von der Holzart sind Pigmente als UV-Schutz erforderlich, das kann Öl nicht leisten. Auch wenn das bei Dir nach einigen Jahren noch ganz passabel aussehen sollte, die Zersetzung diverser Holzbestandteile durch UV findet kontinuierlich statt. Wenn Du 2x jährlich streichst, gehe ich davon aus, daß das Produkt für diese Anwendung ungeeignet ist. Welches Kreidezeit - Produkt verwendest Du derzeit?

Immerhin hast Du einen hervorragenden Grund gelegt für die Überarbeitung mit Öllasuren oder -farben.

Das (Öl) Lasuren angeschliffen werden müssen, ist ein Irrtum, denn sie verspröden nicht. Auf die gesäuberte Fläche kann sofort gestrichen werden. Das Wartungsintervall bei "Natural" - Öllasuren, besonders, wenn sie mit Wetterschutz zusätzlich geschützt wurden, beträgt mehrere Jahre.

Probe gefällig?

Grüße

Thomas





Hallo Silke

Ich bin mir nicht ganz sicher ob du etwas dünnflüssiges oder eine Dünnschichtlasur meinen könntest.

Geht es um die Bezeichnung des gewünschten/bereits verarbeiteten Produktes oder um seine Konsistenz?
Gruß

Dorothée