Bierlasur auf Treppe? wie herzustellen und wie anzuwenden - Farbton dunkel nach?

21.06.2007



Hallo,
wie uns ein Bekannter mitgeteilt hat, sind die Stellbretter unserer Treppe (ca. 1933 erbaut) mit Bierlasur gestrichen worden und dann mit Klarlack (oder ähnlichem) versiegelt worden.
Der Lack ist nun unten und ich möchte die Bretter neu nachlasieren. Die Seitenteile der Treppe sind unagetastet.
Am Besten möchte ich Bierlasur verwenden, so dass der ursprüngliche Fabton wieder hergestellt wird, und dieser zu den orginalen Seitenteilen passt.
Wie treffe ich am Besten den richtigen Farbton?
Dunkelt oder hellt Bierlasur nachträglich noch?
Ist diese Art der Lasur empfehlenswert?

Danke für ein paar Infos zur Anwendung mit Bierlasur



Bierlasur ist für die Gestaltung ---- Farbgebung



-- einer Treppe VÖLLIG ungeeignet.
Zu Zeiten, als das maserieren von Möbeln zeitgemäß und
" in " war, nutzte man die Klebrigkeit des Bieres -
speziell die des Malzbieres aus, um Farbpigmente zu binden
und aufzutragen. Die im Nachhinein aufgebrachten Lackschichten fixierten das " Maserierungsergebnis " für
viele Jahrzehnte .
Nur sind Bierlasuren ausschließlich dazu geeignet, Möbel-
oberflächen zu behandeln und zu verschönern.
Von einer Abriebsfestigkeit, wie sie vor Allem von einer
stark beanspruchten Treppenstufen - Oberfläche erwartet wird, kann hier keine Rede sein.
-
Ein Freund des Freundes meines Nachbarn ist auch sehr freundlich und möchte stets gute Ratschläge geben - - - -
- - - es möge nützen !!
-
A.M.



Bierlasur



ohne Pigmente bringt keine Farbänderung. Du müsstest schon in Erfahrung bringen, wie das Bier pimentiert wurde.
Ansonsten hilft nur probieren.
Für den Tritt ohne Schutzanstrich aber nicht geeignet!

Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik





Abestandenes Bier verwenden, frisches schäumt und perlt zuviel ! Und wie Harald schreibt,wegen des Farbtons verschiedene Pigmente ausprobieren ! Neben Pulverpigmenten kann man auch das Abtönkonzentrat Mixol verwenden ! Hat aber den Nachteil, das man die Bierlasur nicht mehr so leicht abwaschen kann wenn man was vermasselt hat und die Lasur schon angezogen hat !



Als "Bierlasur"...



wird gerne alles bezeichnet, was irgendwie maserungsimitierend aufgebracht wurde. Oft hat man das Maß selber getrunken und mit spirituslöslichen Bindemitteln wie Kolophonium oder Schellack gearbeitet, die dann passend pigmentiert wurden.

Echte Bierlasur wie auch die obige Variante benötigen einen Schutzanstrich und sind m.E. für eine Treppe nicht sonderlich gut geeignet.

Grüße

Thomas



Ach, ich vergaß in meinem obigen Beitrag zu erwähnen, ---



--- daß natürlich in das Bier unterschiedlich färbende
Pigmente eingemischt werden müssen, um die gewünschte Holzart imitieren zu können.. Weiterhin spielt(en) die Grundierung(en) ( manchmal frisch in frisch aufgetragen )
eine wesentliche Rolle, um mit speziellen Werkzeugen
auch Porenbilder ( wie z. B. Eichenporen ) zu erzeugen.
Beispielsweise kann man die frisch - bierlasierte Oberfläche eines Möbelstückes durch das Betupfen mittels eines Naturschwammes zur Maserung von Vogelaugenahorn
verhelfen. ------ Persönlich meine ich, daß die hohe Kunst
des Maserierens leider in Vergessenheit geraten ist.
-
Nun, natürlich müssen die behandelten Oberflächen abschließend wenigstens 2 x mit einem Klarlack behandelt werden um das entstandene Ergebnis zu schützen und zu fixieren. -
Übrigens kann man mit einer speziellen Maserierungstechnik auch hervorragend Marmor u.s.w. imitieren.
Es ist eigentlich schade, daß die Kunst des Maserierens in Vergessenheit geraten ist. --
-- Bei Gelegenheit werde ich einige Maserierungs - Werkzeuge aus dem Nachlass meines Opas fotografieren und die Fotos hier einstellen. --- Die Werkzeuge , welche ich
beschreiben kann, werde ich erklären --- doch für jene, welche ich nicht zuordnen kann , erbitte ich die Hilfe und die Erklärung von kompetenten Fachleuten.--
-- Jederzeit lernbereit -- Gruß -- Andreas Milling



Holzimitation



Ja Andreas, da hast du recht- die hohe Kunst des Maserierens gerät leider in Vergessenheit !
Es ist nicht leicht eine Holzart nachzumachen, meistens kommt ein Phantasiegebilde dabei raus !
Ich versuch es hin und wieder mal auf einer alten, glatten Holzplatte, die Ergebnisse sind bescheiden ! :-) Es fehlt die Übung, die Anleitung, oder gar das Talent ?
Es wäre schön, wenn es von der Treppe ein paar Bilder geben würde ! Dann könnte man evtl. erkennen, ob das noch vorhandene Könnerarbeit oder Laienphantasie ist ! Im letzteren Fall kann sich der Heiko dann mal versuchen, im ersteren läßt er bestimmt die Finger davon wenn er bemerkt das die Imitation einer sehr guten Holzmaser nicht so einfach ist wie vorgestellt !
Der wunderschöne Vogelaugenahorn- spritz mal ein paar kleine Tropfen Spiritus auf die waagrechte, frisch mit Lasur angelegte Fläche, der eintretende Effekt überrascht immer wieder !
Gruß aus der Oberpfalz-
Thomas