Bruchstein-Streifenfundament

15.04.2005



Hallo.

Ich wollte meine schon gestellte Frage über eine Bodenplatte neu formulieren.
Wie es sich durch die Antworten bestätigt hat, soll ich die teilweise erhaltenen Striefenfundamente wieder in Betrieb nehmen und die fehlenden neu aufbauen.
Bruchsteine sind genügend vorhanden. Als Mörtel möchte ich gerne Luftkalk (franz.: chaux arienne/ Fa. Socli) verwenden.
Wie breit und tief muss so ein Streifenfundament ausgelegt werden, dass genügend Stabilität da ist.
Die Mauern sollen die Geschoßdecke (Holz) tragen, plus den Wänden (Holz mit Lehmausfachung) des zweiten Geschoßes.

Wer hat sowas schon gemacht? Wer hat Erfahrung damit?

Grüße aus Nürnberg
Dirk Jaletzky



Nachtrag



Hier eine Skizze des rechten Gebäudeteils.



Lastermittlung nötig



Um die Fundamente dimensionieren zu können, sollte man die Lasten darauf ermitteln. (Überschlägig reicht und dann Zuschlag auf der sicheren Seite liegend).
Außerdem muß der Boden bezüglich Tragfähigkeit eingestuft werden, dann kann man die Fundamentgrößen neu festlegen.
Am besten nehmen Sie einen Statiker zu Hilfe, der Zeitaufwand dafür sollte nicht zu groß sein. (max. 2h Büro, wenn Planunterlagen vorliegen). Angaben zum Boden in Südfrankreich sollten Sie vor Ort/von Bekannten erfragen (bzw. ungünstig annehmen).
Schöne Grüsse aus Höchstadt.



Lastermittlung



Hallo Herr Leyh.

Danke für Ihre Antwort.
Ich habe bereits die Gesamtlast der Decke errechnet. Mir fehlen allerdings noch die Wände, sowie die Decke, des zweiten Stockwerks.
Mit dem Boden habe ich so meine Schwierigkeit. Es wurde zwar in der Nähe von uns gebaut, aber Nähe bedeutet hier 2km. Dieses Gebäude wurde zudem noch an einem leichten Hang gebaut und wir liegen ein paar Meter tiefer in einer flachen Ebene.
Lassen sich solche Daten schätzen? Oder muss man mit dem "worst case" rechnen?

Gruß aus Nürnberg
Dirk Jaletzky



Verkehrslast/Nutzung nicht vergessen



Vergessen Sie bei Ihrer Lastermittlung die Verkehrslast bitte nicht, für eine Holzbalkendecke 2 kN/m² + evtl. Schnee aufs Dach (Südfrankreich? je nach Region und Dachneigung).
Für die zulässige Bodenpressung kann man wohl ungünstig 120-150 kN/m² annehmen (außer Moor/Schwemmland/etc.). Wenn Sie vor Ort sind machen Sie eine Probeschürfe/Loch und beschreiben Sie den Boden (sandig/tonig/Kies/etc.), dann lassen sich eher bessere, aber immer noch grobe Aussagen zur Fundamentgrösse machen.
Ich würde vorsorglich dann die Fundamente ca. 1,5-fach breiter ausführen wie errechnet.
Viel Spaß beim Graben.



Lastannahme



Hallo Herr Leyh.

Ich habe zur Bestimmung der Deckenbalken eine Verkehrslast von 2,5kN/m² angenommen. Die Dachlast ist meiner Meinung nach nicht von Interesse, da das Dach nur auf der Außenmauer liegt (Tragwerkskonstruktion). Ebenso verteilt sich die Deckenlast, zu Teil, auch auf die Außenmauern.
Die zwei "kleineren" Mauern sollen zudem kein tragendes Element der Decke bilden, sondern nur die Zwischenmauern bilden.

Gruß
Dirk Jaletzky