Scheunenausbau "selbstgemacht" einige kurze Fragen dazu

23.08.2010



Hallo, ich möchte gerne meine Scheune im kleinem Umfang ausbauen. D.H. nur eine Schlafstelle und ein Bad für Gäste.
Dazu hätte ich nun ein paar Fragen. Bild habe ich angehängt.

1.Oben möchte ich gerne die Wände von Innen isolieren, dh. mit Roockwool und Rigipsplatten. Soweit in Ordnung oder?

2. Alte morsche Holzbalken, welche senkrecht zur Decke stehen ersetzen, um optimale Stabilität für oben zu erreichen. Wie gehe ich da am besten vor?

Neue Holzbalken rein? und dann ausmauern? Wenn ja, wie dick sollten diese sein, aber vor allem, mit welchen Steinen am besten ausmauern, um die größtmögliche Stabilität zu erreichen. Evtl. Stahlträger mit einbauen?

Danke & Grüße



Scheunenausbau



Da wirst Du zum Statikpropheten gehen müssen.

Viele Grüße



... nicht nur



Statiker. Ein scheunenausbau ist eine Umnutzung und somit per Bauantrag zu genehmigen. Statik, Wärmeschutz, Brandschutz, Fluchtwege ....

Das ist zwar alles kein Hexenwerk, bedarf aber einer sauberen Planung und Genehmigung damit kein Schwarzbau entsteht.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer





Kann nur meinen beiden Vorschreibern recht geben.
Du brauchst da definitiv eine Baugenehmigung (landw. Gebäude - Wohnnutzung), und einen Statiker brauchste auch.

Was deine konkrete Frage betrifft: LAss die Balken mal von einem Zimmerer anschauen. Was ich da auf dem Bild sehe, würde ich jedenfalls weiter sichbar lassen, sieht doch klasse aus. Lieber zustzlich ein paar neue Stützen einziehen.



Ow



Ow - das wird was grösseres - interessiert mich jetzt schon, wie der Statiker die Windlasten nach DIN abträgt ... und so eine Innendämmung hat auch ihre Tücken - nicht daß sich hinter der Dämmung Schwitzwasser bildet ..

Gruß, Niko mit k



ja so ist es



Also ich möchte da kein Lebensprojekt draus machen. Architekt, etc.
Wände & Decken isolieren. Ein paar Fachungen ausmauern. Ein paar Holzbalken raus, dafür neue rein und dann müsste es stabil genug sein und dann gehe ich an den Innenausbau.
2 Fenster noch rein. Und Laminat legen :-)
Fertig :-)
Es soll nur eine Schlafmöglichkeit geben. Vielleicht noch ein kleines Bad :-)
Limit: 1 Monat & 5000 Euro. :-)



auch



eine Schlafstelle in der Scheune braucht das gleich Prozedere wie ein Eigenheim. Stell Dir mal vor, dein Gast ist Raucher, brennt die Bude ab, kommt um und die Staatsanwaltschaft ermittelt - und das ist ein Schwarzbau. In deiner Haut möchte ich dann nicht stecken. Oder Du streitest Dich mal mit dem Nachbarn und er scheist Dich beim Bauamt an. Dann trägst Du die Hütte eigenhändig ab.
Und die restlichen Fragen klärt Dein Planer ....



Laß es einfach,



da ist es billiger den Gästen eine Hotelunterkunft zu spendieren.



oh mann



...........ich dachte nur im Autoforum bekäme man solche Antworten.
Alles also überall gleich. eber das mit dem Rauchen stimmt schon, vor allem, wenn das noch eine schwarzgekaufte Stange war, dann komme ich noch wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung dran, evtll. auch noch wegen Umweltverschmutzung. Ja, damit habt Ihr schon recht.
Ich gehe morgen zum Amt, Architekten,Statiker und mal sehen, wen ich noch auf dem Weg treffe.
ACH JA, und dann noch zur Bank um 100 000 Euro abzuholen.

Besser so - Gute Nacht



Hallo DK



auch mit extremer Eigenleistung sind die angedachten Arbeiten kaum durchzuführen oder es werden wie geplant Materialien eingesetzt die nicht geeignet sind.

Rockwool und Gips sind absolut nicht in Ordnung.

Natürlich kann man das Projekt ohne Bauantrag und Planung durchziehen. Die Wahrscheinlichkeit einer Klage, eine Anzeige mit unklarer Konsequenz bleibt.

Ein Freischein für den geplanten Umbau gibt es hier nicht.

Grüße





Naja, DK bzw waldprophet, da hat jetzt keiner irgendwas Doofes geschrieben, finde ich. Hier hat keiner "preußische Gesetzestreue" gefordert.
Es geht den Schreibern vielmehr um etwas anderes:
Du willst ja immerhin 5000 Euro investieren - wäre doch ein Jammer, wenn dir die Behörde hinterher nen Strich durch die Rechnung macht und (allein aus Disziplinierungsgründen) einen Rückbau fordert.

Abgesehen davon wäre es doch um deine schöne Scheune (ich sehe da auf dem Bild altes Fachwerk mit Lehmausfachungen) echt schade, wenn Du sie mit ein paar kleinen Fehlern in Sachen Statik und Bauphysik ruinierst. Vergiss nicht, das sind ein paar gravierende Eingriffe, die du da vorschlägst: Innendämmung mit Rockwool und Gipskarton (taupunktmäßig hochproblematisch!), alte Balken ersetzen (das ist Arbeit für einen Zimmerer), ausmauern (trägt der Aufbau im EG das?) etc.

Ich weiss schon was du meinst, in vielen Foren sind viele besserwisserische Bedenkenträger unterwegs. Aber die Schreiber in diesem Thread meinen es gut mit dir und haben (leider!) Recht.



teilweise schon recht



ja, da stimme ich schon soweit zu.
Ich kann nur meine Meinung & Erfahrung hier kundtun.
Denn ich habe ein Zwangsversteigerungshaus gekauft. 120qm mit 600qm Grundstück. Die Erfahrung mit dem Umbau, d.h. es musste erst eine Heizung komplett eingebaut werden, neue Fenster, Böden, Decken, Abwasser, Komplett Strom etc....
Bekannte meinten, das würdest Du nie alleine schaffen unmöglich, Umbaukosten von mindesten 60000 Euro etc. Nur dumme Rederei :-)

Ich habe jeden Tag über 14 Stunden gearbeitet - 2,5 Monate lang - und höchsten 20000 Euro reingesteckt & und alles ist wunderbar geworden. Buderuns Anlage etc.

VON DAHER reagiere ich immer etwas allergisch auf solche Äußerungen.

Und nehmen wir mal an, es käme wirklich heraus, dann sind zwar 5000 Euro weg. Aber diese wäre ja schon für Bauamt, Architekt etc. draufgegangen.
Und mal im Ernst, da bisschen Statik bekomme ich schon selbst hin.

Zum Thema: Ich wollte nur wissen, wie ich es am besten isoliere etc., um kein Kondenswasser, Schimmel etc. zu bekommen. Aber streiten sich ja auch alle.

Manche sagen so, die anderen wieder so.
Und was spricht gegen 200er Glaswolle Isolierung und unten ein paar Stützen hinein und den Rest ausmauern, dass muss doch ohne Probleme alles aushalten.

Grüße





Na dann



Scheunenumbau



Ein schönes Schlußwort.