Walmdach teilausgebaut - Dämmen ?

26.03.2009



Hallo Zusammen,

ich habe ein Problem, neudeutsch eine Herausforderung.
Unser hübsches Haus ist einfach unter dem Dach bei so einem Winter sehr kühl. Gut, weite Teile sind auch nicht beheizt (z.B. das Treppenhaus ind DG und der DG Flur).
Wir planen auch dem Spitzboden auszubauen und eine Art Gallerie mittelfristig, zumindest de Idee.
Der Wandaufbau ist sehr unterschiedlich: Auf dem Spitzboden ist es nichts, ich schaue auf den blanken Dachziegel.
Die Wohnräume sind in das Walmdach reingebaut und haben teilweise in den schrägen Heraklitplatten zwischen den Sparren und Heraklit als innenplatten a la Gipskarton.
Bodenaufbau und Deckenaufbau eher Traditionell mit Schlacke als Dämmstoff.
Wir hatten schon die Idee den Spitzboden zwischen den Sparren zu dämmen, nur bekomme ich unabhängig der Wahl der Materialien ein problem wenn es in die schräge der bewohnten Bereiche geht, da ich da nicht zum dämmen hinkomme.
D.h. Spitzboden wäre halbwegs gedämmt, nur eben die Wohnbereiche wie bisher nicht. Dampfbremse und Luftdichtigkeit halte ich für Utopisch, wieder wegen der x-Unterbrechungen.
Des weiteren kann ich nicht in die bewohnten Räume Sparren Aufdoppeln und eine Unterspannbahn habe ich egal wie ich dämme immer noch nicht.
Dachziegel wären ncoh nicht fällig, sind noch ok.
Verschieden Dachdecker waren da, von alles weg und neu bis zur Aufsparrendämmung war bisher alles dabei.
Und ich würde es gerne finanziel im Rahmen halten da es nicht die einzige Baustelle ist.


Unser Haus ist eher untypisch für unsere Gegend, ich gehe davon aus, dass wir nicht die einzigen sind, die solcherlei Probleme haben daher die Fragen:

1. Hat jemand eie ähnliche Situation oder kennt eine solche, wie wurde erfolgreich verfahren um umfassen etwas Wohnqualität zu gewinnen?

2. Was rät der Fachmann als Ansatz um eine Dachsanierung anzugehen?

3. Wie kann man dämmen, ohne gleich das filigrane Dach furchbar aufzublasen (jetzige Sparren 12cm)?

Bitte siehe Bild.



Eine möglicheVariante



wäre:
Für die Decken könnte ichmir folgendes vorstellen

Dielen entfernen
Schlacke entfernen
Gefache mit LDB auschlagen und Lehmhobelspandämmung
Als Boden dann wieder Rauhspund

Grüsse Thomas



Sieht Ihr Dach



so aus wie auf dem Bild?

Wen ja, kann das auch mit Lehmhobelspandämmung gedämmt werden.
Bleibt nur noch die Frage mit dem Kniesstock, ist dieser von den Wohnräumen begehbar?

Grüsse Thomas



Ich



rate zu einer Wärmedämmung von aussen.Ob zwischen den Sparren oder auf den Sparren.Nur so kann man eigentlich die markanten Wärmebrücken am Dach langfristig beseitigen.
Klar das Dach muß dann runter.Aber man kann dann ein ordentliches Wärmeschichtenpaket das auch funktioniert planen und einbauen.





Danke für die ersten Rückmeldungen
@Thomas:
Ich habe da nie reingeschaut. Die Vorbesitzer haben es mir so erzählt und auch einige Umbauspezialisten in der Familie haben mir die alte bauweise erklärt. Das Bodenthema ist bis auf den Spitzboden eigentlich Passe.
Beim Boden des DG waren die Dielen ziemlich krumm, wir haben hier mit viel Spax für Ordnung gesorgt, Faserdämmplatten und 19er OSB unter das Fertigparkett gelegt.
Den OG-Boden haben wir mit Fermacell Waben und 2x10mm+10m Dämmung gemacht.
Die beschriebene Lösung behalte ich für den Spitzboden im Auge.
Der Kniestock, oder war es ein Drempel (?) ist in einigen Zimmern, teilweise habe ich keine 50cm bis zum 'Dachanfang' teilweise ist das Ding in einem andern Raum 2 m hoch und ich könnte dahinter fast stehen, wenn ich den Zugang nicht wegen Zugluft 'versiegelt' hätte.

@Boris (und natürlich alle anderen)?:
Laienhafte sichtweise:
Ich kannte 'Dämmung von außen bisher nur als Aufsparrendämmung a la Bauder, Bayerdach oder Thermodach.Plastik auf die Hütte (was mir nicht soooo behagt, aber wie gesagt, Wahrnehmung und Bauchgefühl - nicht wissen).Die etwas reservierte Haltung zu zuviel Kunststoff ist, ich hatte beruflich viel mit zu tun und sehe das Thema langzeitverhalten als kritisch an.Aber das nur zur Erläuterung. Wenn es ums Geld geht, dann kann man plötzlich auch damit leben.

Mal angenomen man nimmt die Ziegel weg, dann schaut man im grossen und ganzen auf die Wände/Schrägen.
Wie kann man sich das denn Vorstellen mit den ganzen Dampfbremsenfolien, Luftdicht verkleben, Unterspannbahn, etc. Wir haben schon viel Zug innerhalb des Dachbereiches, kann das denn gut funktionieren?
Was für Systeme gibt es denn ausser der o.g. 3 und den zusätzlich recherchierten?
Ich habe jetzt nochRockwool Masterdach (?) und die Webseite von Pavatex gesehen.
Des weiteren habe ich etwas hier gelesen, von 'OSB aufs Dach nageln' und dann einen Dämmaufbau ausführen?


Vielen Dank weiterhin.



Also



das Aufsparrensystem von Pavatex würde ich nehmen.Luftdichte Dämmschicht mit Holzfaserdämmstoff 160mm mit U-Wert 0,21.
OSB auf das Dach ?? Ne lass mal.
Ansonsten Sanierungsdach von Delta mit Zwischensparrendämmung und Delta Maxx Comfort als Unterspannbahn.
Aber alles nichts für Laien.





Zur Ergänzung: Das mit dem OSB fand ich hier

http://www.fachwerk.de/wissen/folie-steinwolle-20433.html

vg



Ja gut



könnte man nehmen,aber bei den z.b Pavatexplatten hast du Luftdichteschicht und Dämmung zusammen.Bei OSB hast du keine Dämmung.Die mußte dann noch oben darauf gebaut werden.Viele teure Arbeitsschritte.Und wenn Du dann noch Kehlen und Gauben hast wird es richtig lustig.
Ich denke der Preisunterschied wird enorm sein.



Ausser Dämmplatten aufs Dach



gibt es auch noch andere Möglichkeiten.

Hier zwei Beispiele, die schon in der Praxis umgesetzt wurden, Vorgaben waren Schallschutz, verbesserter sommerlicher Hitzeschutz, und raumklimaische Verbesserungsmassnahmen.

Das eine wäre, die vorhandenen Sparren mit in die Dämmung einzubeziehen. Hier werden die Felder der Sparren mit einer Luftdichtungsbahn ausgeschlagen (ungefähr so wie auf dem Bild oben) und aufgedoppelt, dann folgen Schalung, Dachbahn und der restliche Dachaufbau.
Vorteil ist, das Dach wird nicht gravierend aufgeblasen.

Als zweites, bietet sich eben genannter Dachaufbau an mit dem Unterschied, dass man die Sparren aufdoppelt und das Vordach verlängert und somit die Grundlage für eine Fassadendämmung schafft.

In beiden Beispielen kam Lehmhobelspandämmung zum Einsatz, wobei man auch andere Einblasdämmungen verwenden kann.

Ob diese Varianten bei Ihnen angewendet werden können ist aus der Ferne nicht zu beurteilen.
Sollten Sie dazu noch Fragen haben einfach melden.

Grüsse Thomas



Man



sollte sich Tips holen von jemanden der diese Varianten alle schon mal angewendet hat und es ausführen darf!
Da ist Erfahrung gefragt.
Sprich mit deinem Dachdecker oder Zimmerermeister nochmal und laß dir Vorschläge machen zu Holzfaserbaustoffen.



@ Skupke



Man sollte sich Tips holen von jemanden der diese Varianten alle schon mal angewendet hat.
Werden von uns angewendet auch wieterhin

und es ausführen darf! Dürfen ausführen

Da ist Erfahrung gefragt. langjährig



Tja



wenn man selbst keinen Meister hin bekommt kauft man sich einen und nennt sich Fachbetrieb für alles mit langjähriger Erfahrung in allem.Natürlich GmbH wegen der Haftung.LTD währe besser.Geringere Haftung.



Nun ja



wenn Sie meinen, ich hatte meinen Meistertitel schon vor Ihnen.
Aber das gehört nicht hier her, hier geht es um Lösungsansätze und nicht um irgendwelche Streitereien, die zu nichts führen.
Wir können nun auch eine Diskussion anfagen, welches Material das Beste ist, aber da müssen Sie zuerst die Frage beantworten, welches Auto das Beste ist.

Mit was schlussendlich gedämmt wird entscheidet der Fragesteller.





Ich würde es befürworten, wenn man sich hier auf meine Problematik beschränkt.
Kaltes Dach-möchte warm.

Bitte euren Zwist evtl. privat austragen.

Eine Nachfrage: Muss man mit diesen Folien arbeiten? Ich habe verstanden dass die Dampfbremse (Luftdichtigkeitsschicht) von aussen um die Sparren geschlungen würde. Ich bin nicht überzeugt dass die Kleber und Klebestellen über Jahre halten, ausser es kommt zu einer 'Schweisswirkung' zwischen Folie und Kleber.
Des weiteren die Frage, ob dann evtl. die Sparren gammeln, da sich ja evtl. Feuchtigkeit im innenraum drumrum sammelt?
Gibt es bezahlbare alternativen zu diesem Kunststoff-Zeug?

Sorry für mein Halbwissen, aber das habe ich bisher verstanden.



Bin der gleichen Meinung,



Das sind keine Folien, es sind Membranbahnen, die für diesen Anwendungsbereich entwickelt wurden, eingehendere Informationen zu diesem Thema finden bei proclima de.
da finden Sie Info's über die Bahnen und im Downloadbereich auch eine Studie und mehr.

Was nun realisiert werden kann, sollte vor Ort geklärt werden.


Grüsse Thomas



Langzeitstudien



über Kleber und Sanierungsdampfbremse gibt es wohl noch nicht.