Holzwurm verdrängen ja/nein als Waffe. der Maulwurfschreck




tja. die Überschrift sagt ja eigentlich alles.

ist vielleicht nen bisschen infantil, aber ich glaube, daß der gemeine Holzwurm zu viel Bewegung nicht mag (so wurde es mir berichtet).

Da auf meinem Dachboden aktiver Befall vorliegt (in den Bodenbrettern und teils im aufsteigendem Gebälk) wäre meine Idee einfach 5-6 Maulwurfschreck (Batteriebetriebene Wackelgeräte) dort hinzulegen und somit aktive Bewegung zu simulieren.

Ist das totaler Schwachsinn oder einfach mal nen Versuch wert?

Danke für Eure bitte nicht ganz spöttischen Meinungen



Jeder Versuch...



... der ohne Chemie-Keule auskommt ist es wert...
Es gab hier auch in letzter Zeit mal den Vorschlag einer Musikbeschallung... Natürlich sollte das keine Holzwurm-Disko werden, aber erfahrungsgemäß mögen die Biester eher ruhige Umgebung, insofern ist "Action" in Form von Bewegung, Beschallung und Vibration im Holz sicher nicht kontraproduktiv...
Wäre ja mal ein spannendes Thema für eine Studienarbeit im Bereich Holzbau...

MfG,
sh



Versuche



Ich würde auch sagen, dass es auf einen Versuch ankommt.

Darf ich mich mal in das Thema einklinken?
Wo es gerade um Bekämpfung ohne die chemische Keule geht. Ich habe vor, meine Dachsparren gegen Insektenbefall zu behandeln. Zuerst wollte ich Anti-Insekt von Remmers nehmen, aber mittlerweile habe ich als Alternative das Wood-Bliss 1 von www.holzschutz-profis.de entdeckt. Es soll das Holz für die Nager unkenntlich machen, statt sie abzutöten...
Was haltet Ihr davon? Hat damit jemand Erfahrung bzw macht das Sinn?

Ich hoffe, es ist ok, dass ich mich hier einklinke, statt ein neues Thema zu eröffnen. Ansonsten löschen oder Bescheid sagen...

Viele Grüße,
Sepp



Käferlarven



So etwas ähnliches hatten wir schon mal:

http://www.fachwerk.de/fachwerkhaus/wissen/balken-totenuhr-191748.html



Der Maulwurfschreck...



aus dem Baumarkt hilft schon gegen Maulwürfe kaum...

Das ist völliger Quatsch, und Du hast bei Deinen "Versuchen" auch keinerlei Kontrollmöglichkeiten. Oder wie willst Du feststellen, daß sich die Larven wegen Taumeligkeit totgekotzt haben?

Ein klassisches Thema für's Sommerloch.

Grüße

Thomas



Käferlarven



Wenns denn fürs Sommerloch sein soll:

http://www.youtube.com/watch?v=A7rZYwoPMPw



Ja, ja,



der Klassiker alternativer Mückenabwehr :-)



Habituation und "Keulen"



Um es noch einmal klar und deutlich zu sagen:

Die Methode funktioniert leider nicht.

Nicht jeder Versuch der Holzschädlingsbekämpfung der ohne "Chemie-Keule" auskommt, ist es wert verfolgt zu werden. Auch die vorgeschlagene Studienarbeit im Holzbau wäre leider umsonst, denn das Phänomen der Habituation (Lernverhalten, auf bestimmte Reize nicht zu reagieren, so dass ständig vorhandene Reizmuster aus der Wahrnehmung ausgeblendet und dem Tier „unnütze“ Reaktionen erspart bleiben) ist bei Tieren gründlich erforscht.
Es gibt also leider bisher keine tragfähige Strategie die zu einem Suizid der holzzerstörenden Larven führt.
Zu in diesem Zusammenhang leider nochmals angebotenen Produkt "Wood Bliss" und deren nach meiner Ansicht sehr eingeschränkten Wirkungsgrenzen habe ich mich bereits ausführlich geäußert.

Gruß aus Bayern

L. Parisek

PS: Im übrigen sollte mal langsam einmal über den Begriff "Chemische Keule" im Holzschutz neu nachgedacht werden. Durch die Biozidverordnung des Europäischen Rates von 2012 und der Europäischen Reach Verordnung, hat sich die Situation im chemischen Holzschutz massiv verändert. Viele Hersteller steigen inzwischen komplett aus der Herstellung von Holzschutzmitteln aus, viele wirkliche gute schonende Produkte werden aus formalen Gründen überhaupt nicht mehr hergestellt und die Anwendung am Holz ist durch die neue DIN 68800-2:2012-02 und 68800-4:2012-02, sowie der geänderten Zulassungspraxis von DIBt und BAuA nunmehr erheblich eingeschränkt.

Man kann hier inzwischen also meist nur noch von einer "Schreckschusspistole" reden.




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