Laminat, Schimmel, Drainage




Liebe Community,
ich stehe vor einem Rätsel: Unser noch nicht, aber fast gekauftes Traumhäusle (Original von 1790, untere Etage Stein, obere Fachwerk)ist an einen Hang gebaut, und zwar so, dass die hintere Giebelwand mit 1,5 Etagen direkt in den Sandstein gebaut ist. Heisst, dass wir von innen direkt auf den Fels gucken können. Das ist schön anzusehen, hat aber im Moment einen Riesenhaken: Die Wand ist feucht, von mineralischen Ausblühungen bis Schimmel ist alles dran.
Von aussen gibt es keine Drainage, statt dessen eine betonierte Terasse (mit Rissen, in die das Wasser prima direkt ans Haus kommt). Das Haus wurde die letzen 12 Monate beheizt, aber nicht wirklich gelüftet. Der Vorbesitzer hatte die Jahre davor angeblich keine Probleme mit Feuchtigkeit. Die angrenzenden Bodenbeläge sind Beton, darauf Laminat/PVC. Zwischen Laminat und Beton ist eine wasserundurchlässige Trittschalldämmung, unter die ich ein Stück weit fassen kann - auch feucht.
Nun frage ich mich natürlich, ob ich das jemals trocken bekomme, bzw. ob der Schimmel an der Wand vielleicht wirklich nur vom Heizen (es war wirklich sehr warm in der Bude) ohne Lüften kommt.
Hat hier jemensch ein ähnlich konstruiertes Haus und Erfahrungen damit?
Wie tief sollte wohl so eine Drainage im Idealfall sein? Die Realität wird da der Theorie nämlich duch den massiven Sandsteinfels vermutlich einen Strich durch die Rechnung machen.
Was kann ich von innen machen? Laminat raus, ja, aber was dann?
Die Steinwand im Haus komplett freilegen(derzeit mit Panele verkleidet)?
Hilfe, ich bin ratlos! Ich wäre Euch sehr dankbar für jeden Tipp, der mich nachts besser schlafen lässt :-)
LG, Meme.



Kondensatausfall



Vergessen Sie das mit der Dränung. Anströmendes Oberflächenwasser können Sie im Bereich der Terrasse fassen und ableiten. Was betreffs der Felswand zu tun ist hängt vom konkreten Zustand und von der Nutzung des Raumes ab. Stellen Sie ein paar Fotos ins Forum, vielleicht kann man dann mehr sagen.



Hallo,



ich hatte vor ein paar Jahren in einem Gebäude in der Nähe von Frankfurt gearbeitet , in welchem das gleiche Problem bestand.
Die eine Wand der Erdgeschoßwohnung war direkt an den Fels gebaut.
Dort wurde ca. 0,5 m vor dem Fels eine Trockenbauwand errichtet und der Hohlraum zum Fels mit Lüftungstechnik versehen.
Nach Aussagen des Besitzers hat er seitdem keine Probleme mit Feuchtigkeit.
Der Fußboden war dort sicher auf Grund eines ordentlichen Aufbaus nicht betroffen.



Kondensat im Haus



Das Niederschlagswasser durch geeignete Maßnahmen vom Haus wegleiten.
Keine Drainage.
Ggfs. nach anderem Feuchteeintrag (undichte Leitungen jeder Art; undichtes Dach) suchen und ggfs. beseitigen.
Heizen und Lüften – viel Lüften!
Ansonsten kann man ohne weitere Angaben nichts sagen.
Viel Erfolg
SG





Hallo und vielen Dank für Eure Kommentare!
Keine Drainage, ok, aber warum nicht? Ich habe bisher ja keine Ahnung von sowas, bin aber auch nicht unglücklich, wenn ich nicht den Hang komplett abbaggern/ mit Presslufthammer abtragen muss. Müsste ich bei der Variante mit der Trockenmauer ja aber trotzdem. Diese Variante hat wohl vor langer Zeit (vermutlich 60er) jemand an der vorderen Hälfte des Hauses gemacht, und da ist es auch trocken. Ob das allerdings bei der Feuchte im Boden auch hilft?

Ich komme erst am Sonntag wieder ins Haus, dann stelle ich sehr gerne Fotos rein.

Zu der Idee mit Wasser bereits draussen abfangen: Meine Idee war es, den Hang ein Stück weiter abzubaggern und dann das Gefälle des Hanges vom Haus weg anzulegen. War damit sowas gemeint? Oder eher noch ein Vordach, damit der Regen gar nicht ans Haus hinkommt?

Und was haltet ihr von der Idee, eine Fussbodenheizung im betroffenen Bereich zu verlegen? Es handelt sich um den Flur und einen Abstellraum, beides betoniert. Könnte das die Feuchtigkeit in Schach halten?
Ich habe gerade einfach Angst, mir eine Ruine anzuschaffen und bin dankbar für jeden Kommentar, jeden Erfahrungsbericht oder guten Tipp.



Kondensatausfall?



Noch mal:
Weder am Haus noch oberhalb am Hangfuß herumbaggern oder schachten! Wissen Sie zufällig was für eine Gesteinsart anliegt?
Wenn es ein Sediment ist wie verlaufen die Schichtungen?
In Hangrichtung oder entgegengesetzt?





Hmm...gute Frage! Es handelt sich um roten Sandstein. Wie die Schichten laufen weiss ich nicht so recht. Das erkennt mensch daran, ob die Streifen als Streifen oder Flecke sichtbar sind, oder? Wenn dem so ist, bin ich mir ziemlich sicher, dass der Hang gestreift ist (sieht man im Nachbardorf sehr gut). Was bedeutet das denn wohl?



Das...



werden Sie wohl als verkaufsfördernde Lüge abheften können:

"Der Vorbesitzer hatte
die Jahre davor angeblich keine Probleme mit
Feuchtigkeit."

Grundsätzlich gäbe es eine Trockenlegungsmöglichkeit durch Einrammen von Blechen vertikal an der Hauswand. Über Sinn oder Unsinn dieser Maßnahme kann aber tatsächlich nur vor Ort entschieden werden.

Grüße

Thomas