Mal wieder Tritt-/Schallschutzdämmung für Holzdielenboden

23.02.2005



Hallo,

bin dank Google auf dieses informative Forum gestoßen :-) Habe auch schon einige Threads gelesen, und trotzdem bleiben in paar Fragen:

Folgende Situation: Ich wohne in einem Altbau (um 1900) im Erdgeschoss. Leider sind die Fußböden im Geschoss über mir noch nicht erneuert worden und somit ist der Schall/Trittschuzt dort gleich 0. D. h. ich höre jeden Fußtritt meines Obermieters in voller Lautstärke (das Problem scheint weit verbreitet zu sein, hab sehr viele Beiträge hier im Board gefunden).
Der Fußboden des Obermieters besteht aus Holzdielen, die untendrunter mit Sand ausgefüllt ist. Erste Versuche Löcher in den Fußboden zu bohren und die Hohlräume mit einem extra Bauschaum (Schallhemmend) auszuspritzen sind mehr oder weniger misslungen (obwohl ein bisschen was hat es gebracht, aber leider nicht den erwünschten Effekt). Die letzte Alternative die jetzt noch bleibt ist über den bestehenden Fußboden Laminat zu Verlegen (die alten Holzdielen rauszureißen, den Sand rauszuscheppen und dann richtig zu verlegen würde leider zu lange dauern, damit wird der Mieter wohl nicht einverstanden sein).

Könnt ihr mir da etwas empfehlen? Es gibt ja diese grünen Trittschutzmatten für unter den Laminat (hab ich jetzt selbst in meiner Wohnung), aber bring der etwas?

Fällt jemandem vielleicht noch eine komplett ander Lösung ein? (Dürfte halt nur nicht so lange dauern, die Wohnung ist 60qm)...

Vielen Dank im Voraus!!

Gruß
Martin



Trittschalldämmung!



Hallo

Also das mit dem "spezial - Bauschaum" ist eine Fliegenfalle:
Da verdient nur einer!

Den Trittschall mit Entkoppeln in den Griff zu bekommen.
Ich würde aber kein Laminat verlegen!
Da gibt es ein Gedicht von mir:
"Der Bauherr - hatt er Laminat
er ärgert sich von Früh' bis spat!"

10mm Holzfaserdämmplatten
18 - 22 geschliffene OSB Platten
Linoleum nicht flächig verklebt
oder die OSB - Platten nur ölen
und Teppiche drauf - Natur - ohne Schaumrücken

je starrer die Konstruktion - desto schneller die Schallübertragung
je weicher desto langsamer / leiser

Wenn Sie unter der Decke was machen wollen ist das gegen den "Luftschall" z.B Stimmen etc.

Den Sand nicht raus - der ist Masse und den braucht mann zur Schalldämpfung!

Grüsse aus Nürnberg


Florian Kurz



weiter



Hallo,

danke erstmal für deine Antwort.

Das mit dem Bauschaum dachte ich mir schon so halb :-)

Jetzt hätte ich aber noch Fragen: (bin leider sehr großer Laie auf dem Gebiet).

Bekommt man diese Holzfaserdämmplatten und OSB Platten im Baummarkt. Was kostenen die denn so ca. in qm.

Generell, was sind OSB Platten? Sind die 18-22 auch mm? Dann wäre ja die Unterkonstruktion mind. 30mm, oder?

Da unsere Vermieter auf jedenfall Laminat legen möchte, kann er das auch auf diese Konstruktion?

Was hälst du von solchen Schallschutzmatten für unter den Laminat?

Stimmen und Fernsehgeräusche haben wir zum Glück nicht, da unsere Decken gut abgehangen sind (mit Glaswolle).

Danke nochmal für deine Hinweise!

Gruß
Martin



Laminat sollte



auf keinen Fall verlegt werden (laut, Schadstoffe, Sondermüll, nach kurzer Zeit hässlich). Hier muss ich Florian Kurz recht geben (Übrigens, darf ich das Gedicht verwenden?).
Ich würde an Stelle der 10 mm Holzweichfaserplatten 17/16 Pavapor-Trittschalldämmplatten verwenden. Die OSB-Platten sind Grobspanplatten in 18 oder 22 mm Stärke. (22 mm ist besser).
Die Kosten bitte Anfragen.



22 mm OSB Verlegeplatten



Werden bei schwimmender Verlegung ( nur Nut/Feder werden durch Klebstoff miteinander verbunden keine Verbindung zum Unterbau da Schallübertragung )empfolen da bei ihnen die Nut/Feder Verbindung stärker ist. Plattengrösse 67,5x250 cm erhältlich auf jeden Baustoffhandel. Von Laminat würde ich ebenfalls abraten aus oben genannten Grund . Na dann noch frohes Schaffen aus der tief verschneiten Oberlausitz.



22 mm OSB Verlegeplatten



Werden bei schwimmender Verlegung ( nur Nut/Feder werden durch Klebstoff miteinander verbunden keine Verbindung zum Unterbau da Schallübertragung )empfolen da bei ihnen die Nut/Feder Verbindung stärker ist. Plattengrösse 67,5x250 cm erhältlich auf jeden Baustoffhandel. Von Laminat würde ich ebenfalls abraten aus oben genannten Grund . Na dann noch frohes Schaffen aus der tief verschneiten Oberlausitz.



Zu hoch....



Hallo,

hab gestern mit meinem Vermieter mal über eure VOrschläge geredet und dieser meinte das diese Alternativen zu hoch wären. Mit 40mm Aufbauhöhe würde es einfach nicht gehen :-(
Diese Pavapor-Trittschalldämmplatten sind ja bestimmt besser als die normalen Dämmmatten aus dem Baumarkt, oder?

Würde denn vielleicht diese Pavapor-Trittschalldämmplatten + Laminat obendrauf auch was bringen? oder meint ihr dann kann ich mir die Mühe auch sparen?

Nochmals vielen Dank für eure Hilfe



Alternativ



würde ich Korkparkett versuchen .Hat eine Nutzschicht von Ca. 5mm ist auf eine Trägerplatte geklebt(meist MDF) und bekommt man zum Teil schon mit Trittschalldämmung versehen .Ansonsten noch einmal eine Matte aus Korkschrott darunter legen . Das Korkparkett ist 30x90cm groß in verschiedenen Mustern und Farben erhältlich und zum Teil auch schon Oberflächenendbehandelt. Es wird auch schwimmend verlegt entweder durch veleimen der einzelnen Elemente oder aber mit click System . Gesamtaufbauhöhe ca15-20mm. Mfg Steffen Opitz



Ökologische Baustoffe



Laminat verbessert auf keinen Fall den Trittschall.
Ein Hanftrittschallvlies 10 mm stark und eine Klammerdiele
oder Diele im Klickverfahren darauf gelegt ist eher empfehlenswert.Preise dazu kann ich nennen ,einfach melden.
MfG Andreas Breuer



Schallschutzdämmung



Guten Tag!
würde mich sehr freuen, wenn Sie mir Auskunft geben könnten, ob Schalldämmplatten bzw. welche man über Fußbodenheizung verwenden kann. Weiter interessiere ich mich für Schallschutz an den Fluraussenwänden zur Wohnung des Nachbarn hin. Vielleicht können Sie mir dazu erklären, welche Lautstärken dann nicht mehr zu hören sind.
Vielen Dank im voraus.
Gruß Ute Grote