Holzfussboden dämmen und laminat verlegen

02.02.2008



Hallo liebe Handwerker,

wir haben ein altes Fachwerkhaus geerbt und wollen nun die erdgeschosswohnung sanieren.

Ist es möglich auf den vorhandenen Holzdielenboden, Styropurplatten in 3-5 cm dicke zu Kleben und dann Laminat bzw. Parkett zu velegen?





Warum wollt ihr in einem alten Fachwerkhaus Laminat verlegen? Sind die Dielen so schlecht? Selbst wenn sie schlecht wären würde ich sie durch neue ersetzen.
Grundsätzlich ist es nicht gut den alten Boden so hermetrisch abzuriegeln da es euch passieren kann das die Holzdielen verfaulen (je nach Untergrund).



Holzfußboden



Möglich ist alles,
machen sollten Sie es nicht.

Viele Grüße



Industrieknechte am Werk !



Hallo,

Kunststoffe haben nur in den seltensten Fällen in Fachwerkbauten zu einer Verbesserung der Bausubstanz geführt. Es ist mit einem versiegeltem Boden zu rechnen. Jetzt muss es vom Untergrund nur leichte Feuchtikeiten geben und eure Holzunterkonstruktion wird sich in ein paar Jahren zu Holzmehl verwandeln, nur die Pilze freuen sich hierüber den denen bietet Ihr einen idealen Lebensraum unter eurer Industriefolie mit Offsetdruck (z.Z. nennen das alle "Laminat"). Sorry für die etwas ironischen Bemerkungen, aber ich kann diese Folien mit Aufdruck nicht mehr sehen. Ich mache Beruflich viele Untersuchungen an Fachwerkgebäuden und erkläre den Besitzern was Sie mit solchen Massnahmen falsch gemacht haben. Die Zimmerleute in meiner Umgebung sind ausgebucht wegen solchen Produkten. Deshalb überlegt es euch gut. Das was HerrSchmidt sagt ist diue bessere Variante. Warum eigentlich so dickes Polystyrol ?

Viele Grüße

Jürgen Jobmann



Dem



ist nichts hinzuzufügen, außer:

Über die Suchfunktion rechts oben oder den Button Dielen + Parkett links mitte mal ein bisschen zum Thema blättern.

Sanieren bedeutet etwas heilen, in Ordnung bringen - die angedachte Variante wäre das pure Gegenteil.

Grüße

Thomas



Woher entspringen diese Ideen?



Könnten wir hier vielleicht einmal erfahren, woher Ihre Ideen entspringen?

Wollen Sie fußwärmere Lösungen oder benötigen Sie Höhenausgleich.
Wenn ersteres der Fall sein sollte, so kann man auch mit Holzweichfaserplatten dämmen, auf die nachher ein neuer Holzfußboden gelegt wird.

Grübelnde Grüße

Udo



Ich würde



vorschlagen, erst mal ein planerisches Gesamtkonzept zu erstellen. Da Sie von Sanierung und nicht mehr von Renovierung sprechen, gehe ich mal davon aus, dass hier umfangreichere Arbeiten, z. B. auch im Bereich Haustechnik, anstehen. Und da ist´s schon "sinnvoll", erstmal Laminat zu verlegen, um die Dielen zu schützen.
MfG
dasMaurer



Ich frag mich immer...



was die Leute an Laminat so toll finden?

Pressspan mit ner Fototapete drauf - was ist daran so faszinierend?

Fragt sich Annette

(PCV in Holzoptik wäre auch noch eine Alternative *gg*)





und ich frag mich immer , warum leute nicht ihren eigenen geschmack haben dürfen . ausserdem spielt geld eine große rolle . liebe anette .
also immer schön ruhig bleiben



Wer am Anfang spart, ...



...wird später doppelt zahlen!
Viele Dinge haben nicht immer etwas nur mit Geld zu tun.
Es ist der Anspruch und der geht auch mit moderaten Lösungen umzusetzen.

Entspannte Grüße

der Oberlausitzer



Holzfussboden dämmen und laminat verlegen



Hallo Jürgen,
wenn ich mich nicht irre ist die Haltbarkeit von Laminat ca. 15 Jahre.
Man bedenke, im ungüstigem Fall wird es ein Holzbalken auf weniger bringen.

Grüße

Mladen





Klar, "Geschmack" ist eine Sache...

Aber ne Schleifmaschine ausleihen, die Holzdielen Abschleifen ist sicher NICHT teurer... Und viel haltbarer... und man braucht in 15 Jahren (so lang? :o) nicht die Welt mit irgendnem Schrott/Sondermüll zumüllen...

Ich hab im übrigen ganz normal gefragt :o) - kein Grund, gleich sauer zu werden.

Nur - ein Kratzer im Holz macht nix, drunter ist ja immer noch Holz ... aber n Kratzer im Laminat ... da drunter ist halt nur Pressspan (ok, auch Holz ;o) - aber nicht mit Maßerung usw...

Und hier weiß jeder, wie schnell Kratzer irgendwo drin sind...

Aber machen Sie ruhig, ist ja Ihr Haus. Wollt mich nicht einmischen - ich hab nur mal versucht, in die Köpfe anderer Leute reinzugucken - deshalb hab ich gefragt (ok, die Antwort weils billig ist kenn ich jetzt).

Grüße Annette



Mit Geschmack kann es nichts zu tun haben,



wenn man den bemitleidenswerten Abklatsch eines Originals wählt.

Und mit Geld insofern, weil der angedachte Aufbau teuerer ist, als eine bauphysikalisch und wohlfühlwohnliche Variante.

Teuerer zunächst weil der Unterbau ruiniert wird. Ob Hausschwamm und / oder Braunfäule Balken und Altdielung in 5 oder 25 Jahren zum Durchbrechen bringen, ist dabei unwichtig. Eine Schwammsanierung z.B. ist richtig schön teuer.

Teuerer aber auch, weil das fußkalte, hochverdichtete Laminat weit eher eine Dämmung braucht, als eine Dielung. Vielleicht ist ja auch etwas Dämmung schon im Aufbau enthalten? Auf Styropor / Styrodur, das auf einer alten Dielung nicht 100%ig eben liegen wird, müsste zur Lastverteilung noch eine Lage OSB mit verklebten Fugen verlegt werden. Dann das Laminat. Einigermaßen brauchbares Material kostet ab ca. 15-20€, zzgl. OSB, zzgl. Dämmung, 3x Verlegekosten (oder eben eigene Zeit).

Wer wenig Geld hat, sollte das vorhandene besonders sinnvoll einsetzen.

Ein Spruch? Billig ist teurer als gut.

Diffusionsoffenere und bezahlbare Alternativaufbauten wären denkbar.

Grüße

Thomas



Laminat verlegen



Erst einmal vielen Dank für euere Meinungen.

Die Dielen sind uralt und wirklich nicht mehr schön, alles voller Löcher und die Köpfe der Nägel schauen überall raus und die Dielen knarren wie verrückt.

Was für Möglichkeiten habe ich denn sonst, den Boden gegen den Keller zu dämmen?
Statt Laminat würde ich wahrscheinlich Parkett bzw. OSB Platten verlegen danach Teppich oder Fliesen.
Was die Höhe des Fussbodens betrifft, kann ich ohne Probleme aufbauen, die Wände sind 3 m hoch.
Die Decken werden später abgehängt und mit Panele verkleidet.

Ich freue mich schon auf euere offenen Meinungen.

Gruss Jürgen



Die Dielen...



...könnten nachgenagelt werden, dann sollte das Knarren verschwinden, und geschliffen + geölt werden, WENN ihr Zustand das erlaubt. Wenn nicht:

Der Aufbau auf krummen und schiefen Böden hat wenig Sinn. Dann würde ich die Dielen entfernen, die Balkenlage inspizieren (einmalige Gelegenheit) und im Einschub mit Liapor auf Rieselschutz dämmen. Darauf dann am besten eine Dielung, geölt, oder, wenn's denn unbedingt Parkett im Fachwerk sein soll, ein massives Nagelparkett mit Öloberfläche. So bleibt der Aufbau etwas diffusionsoffener als mit Fertigparketten und Lackoberflächen.

Decke abhängen, Paneele? Dasselbe Thema, wozu nur? Wie schaut denn Deine Decke jetzt aus?

Grüße

Thomas



Yippie jaja



Da ich immer wieder auf die unglaublichsten Vorstellungen bezüglich von Ausführungen am Bau treffe würde mich mal interessieren, woher das eigentlich kommt. Ich versuche mal eine vorsichtige Analyse und bitte um Mithilfe.

1. Da ist ja einerseits die Unkenntnis – das kann man niemanden vorwerfen. Es ist ja wunderbar, wenn man sich selbst das eingesteht und beginnt jemanden zu fragen. Selbstverständlich ist der Fragesteller – denke ich - hier richtig. Der Fragesteller geht eigentlich nicht davon aus das ihm eine Welle der Empörung entgegenschlägt. Zumindest im Baumarkt passiert das nicht und ebenso hier nicht :-)) sollte man denken.

2. Nach der Frage folgt also die Antwort, gegeben vom Nachbarn, dem guten Freund der doch auch schon mal im Keller ..., dem Ex-Taxifahrer, der jetzt im Baumarkt Laminat verkauft, ......

3. Gerüstet mit gefährlichem Halbwissen folgt nun die Phase der Materialbeschaffung. Woher bekomme ich nun das ganze Zeug? Holzdielen - ok, wie müssen die befestigt werden – mit Schrauben, Nägeln? => kommt da noch was drunter? => Warum knarrt das Holz so arg? =>zurück zu Punkt 2: Antworten besorgen!
Der Tischler gab nun zu doch keine Ahnung von der Dämmung zu besitzen, der Maler nimmt immer Nägel wenn es um so etwas geht, früher haben die Weißbinder bei Frost in die Bütte gepinkelt und die Dielen selbst entpuppen sich beim Schreiner nebenan als unbezahlbar.

4. Nach Übereinkunft mit den bisherigen Gesprächspartnern soll nun der schon angesprochene Ex-Taxifahrer im Baumarkt befragt werden. Schließlich haben die da alles was man braucht und wer alles verkauft muss ja auch von allem eine Ahnung haben.

5. Super Beratung! Kompetent, nachvollziehbar und vor allem verständnisvoll. Laminat war übrigens weitaus billiger als die Dielen, da war sogar noch der Unterboden die Schüttung und all das andere Zeug mit drin, was man da alles noch braucht. Ja, man glaubt gar nicht was man da so braucht. Ran ans Werk, es gibt immer was zu tun.


Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



Wissen



ist Macht. Nix wissen macht auch nix. ;-))).
Aber ganz gefährlich ist Halbwissen, und wenn dann noch zwei von der Sorte zusammenkommen. 1/2 x 1/2 = 1/4 .
Nachdenkliche Grüße
dasMaurer



hay



bin grad bei ziemlich ähnlichen entscheidung und da drei hunde im haus rumlaufen nehme ich laminat sonst kannst jedes jahr schleifen. und Schleifen wird einfach nicht mehr so schön.also ich nehm in weil er wiederstand fähiger ist.



Okay,



Laminat passt wirklich nicht so gut ins Fachwerkhaus.

Aber was tut man, wenn man zwei Küchen bzw. Badezimmer übereinander hat?
Das ist bei uns nämlich so, die Böden sind jeweils gefliest, die Decke vom Erdgeschoß ist verputzt und gestrichen. Irgendwelche Dampfbremsen gibt es nicht.

Kann ich jetzt den Abrißbagger bestellen?
Mir wird immer Angst und Bange wenn ich solche Diskussionen hier lese...



Dampfsperre



Da die Decke zwischen zwei bewohnten Geschossen liegt und somit innerhalb der beheizten Fläche ist Kondensatausfall nicht zu befürchten.
Dampfsperren werden bei innenliegenden Dämmungen an Außenwänden und bei Dachgeschossausbauten verwandt, nachzulesen in genau diesen Diskussionen.

Viele Grüße