Dielenboden ausgleichen !!!

02.12.2008



Hallo,

wir haben ein Haus gekauft das ca. 1750 gebaut wurde.In Küche und Schlazimmer sind Holzbohlen verlegt zum Abschleifen leider nicht so schön, aber noch sehr fest und stabil.

Wir wollen nun Laminat auf die Böden verlegen, haben aber Unebenheiten (Dellen) bis zu 3 cm in den Böden.

Wir haben gehört, dass die Ausgleichsmassen die hierfür angeboten werden nicht so gut wären.

Jedoch die Variante mit den Trockenestrichplatten kommt auch nicht in Frage, da wir eh nur schon eine Deckenhöhe von 207 cm haben und jeden cm Höhe retten wollen.

Hat jemand noch andere Ideen??

Wäre sehr Dankbar, wenn und jemand helfen könnte.

Liebe Grüße
Katja



Brrr! Laminat auf uralte Holzböden...



...das halt ich für einen Frevel.

Warum nicht die alten Böden abschleifen - muß ja nicht gleich mit dem großen Bandschleifer sein.

Die rustikalen Unebenheiten kann man beibehalten, das hat auch was (es gibt sogar Leute, die sich modernste Küchen aus wurmstichigem Altholz bauen lassen, also nur Mut zum Ungeraden!)

Alternativ könnte man evtl. eine neue Dielung drüberlegen, aber um Himmels Willen doch kein Laminat!

Gruß, f.h.



Da muss ich mich dem Franz mal anschließen,



auch wenn du eigentlich was anderes lesen wolltest. :-)

Aber gerade der alte Boden hat doch etwas besonderes.
Den würde ich abschleifen, und aufbereiten.

Ja , sicherlich macht das mehr Arbeit und auch viel mehr Staub als Laminat, aber ist es das dann später nicht doch Wert ? Ich sage klar ja .
Und wen du erst mal die Arbeit hinter dir hast, wirst du mir zustimmen. Das Ergebnis wird für sich sprechen.

Wir haben selbst am vergangenen Wochenende ein kleines Sägewerk besucht, das sehr schöne Eichendielen herstellt.
Tolles Material und tolle Optik.
Eine fantastische Oberfläche beim barfuss Laufen :-)

Das Laminat ist zu deinen Holzdielen ein Unterschied wie ein Fahrrad zum Auto.

Vielleicht können wir dich ja doch überzeugen.
Aber Arbeit wird es so oder so werden.
Für eine "einfache" Laminatverlegung ist der Untergrund nicht zu gebrauchen. Da ist ja auch noch Vorarbeit zu bringen , bis das alles eben ist .
Also ich tendiere bei Berücksichtigung der Arbeit auch da zu den Hobeldielen.
Schöne Grüße aus dem Saarland , Juergen



Holzbohlen



Ich erinnere mich noch daran, im alten Flur unseres Hauses unter diversen Schichten PVC einen alten, sichtbar vernagelten Bohlenfußboden mit 30-40 cm breiten Bohlen gefunden zu haben (im Bild rechts vor den Türen). War fantastisch anzusehen. Die Entäuschung nach der Untersuchung war gross, da alle Bohlen vollkommen durch Nagekäfer zerfressen waren.

Wir haben dennoch versucht, zumindest die Optik zu den angrenzenden Fussböden dadurch zu erhalten, dass in diesem Bereich die neuen Dielen (an den Grenzen zu den beidseitig entfernten Flurwänden) quer verlaufen. Sieht gut aus, den optischen Eindruck der alten Bohlen gibt die Dielung jedoch nicht her.

Einfach mal mit einem Schleifer einen Teil der alten Bohlen säubern und die Maserung mit etwas Speiseöl zur Probe hervorbringen. Ihr werdet dann die Restarbeit mit Freude erledigen und in einigen Jahren nur den Kopf darüber schütteln, an Laminat gedacht zu haben.

Gruss Eckard



Schmerz!





laminat:



pfui teufel, und das nicht nur bei so alten häusern. und wenn schon ein noch brauchbarer alter boden da ist, würd ich mir die mühe machen, ihn zu erhalten. er gehört zum haus! andere leut zahlen eine erkleckliche summe, um sowas zu kriegen.
über die geplante tat entsetzte grüße, carmen



Modernes "Make-up" für den Fußboden?



Schließe mich hier jeden bisherigen Kommentar meiner Forum-Kollegen an. Wenn schon jeder Zentimeter Bodenaufbau gespart werden soll, um so mehr. Wenn bereits solche Unebenheiten vorhanden sind (und womöglich der Boden stellenweise leicht nachgibt) wird der Laminatboden nicht lange neu aussehen, da an den Fugen das Laminat im Laufe der Zeit abplatzen wird. Laminat ist laut, rutschig, wasserempfindlich (wenn zwischen den Fugen Wasser eindringt, quillt die Trägerplatte auf) und kostet beim Entsorgen nochmal extra. Möglich wären 4-6mm Korkplatten die auf die Bodenbretter geklebt und dann geölt werden. Passender sind entweder "neue" Dielenbretter oder die alten abschleifen. Hoffe zur Entscheidungsfindung beigetragen zu haben.
MfG Bernhard Fürstberger



Die Antworten sind ja eindeutig ....



natürlich auch von mir der Tipp: Macht Euch die Mühe und schaut, dass Ihr den Boden durch Schleifen und Ölen wieder beleben könnt. Gerade auch wegen Eurer genannten Deckenhöhe.

Wenn Ihr absolute Schwachstellen habt, dann hilft vielleicht auch ein schöner einzelner Teppich.

@Bernhard Fürstberger
ich kann mir nicht vorstellen, wie ein Klebekork auf solchen Dielen halten soll. Dazu braucht es doch einen ebenen und ruhigen Untergrund. Sonst sind die 4mm Kork schnell augerieben.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Als letzte Alternative



kann man natürlich einen nicht mehr zu rettenden Dielenboden auch durch einen neuen ersetzen.
Über Laminat braucht man auch aus meiner Sicht gar nicht erst nachzudenken. Nicht nur die Spachtelmassen sind ein Problem, sondern auch das Laminat selber.





Hallo,

erstmal vielen Dank für die netten Worte.

Wir haben uns Gestern mal die Mühe gemacht und versucht die schon vorhandene Ausgleichsmasse von den Holzdielen zu kratzen, dabei haben wir gesehen, dass eine Diele komplett fehlt und hier jemand einfach Beton oder ähnliches reingegossen hat.

Wir sind total im Zeitdruck und wissen nicht wie wir das hinbekommen sollen.

Nun hätte ich doch gerne ein paar Tipps von den Laminatverfächtern ;o)

Danke und liebe Grüße

Katja



Dielen vs. Laminat ......



Hallo Katja,

wenn es sich beim Boden noch um original Dielen handelt würde ich immer zuerst versuchen den Boden aufzuarbeiten, das ist es meistens wert und dauert auch nicht so lange.

Wenn es sich schon um einen einfachen, oft gestückelten Nadelholz-Ersatzboden handelt würde ich diesen - je nach Zustand - einfach ersetzen. Das dauert auch nicht länger und die Preise beginnen bei einfachem Material (Hobeldielen) bei etwa 15€/qm, je tiefer man im MTK in die Berge fährt desto günstiger dürften die Sägewerke sein.
Beim Dielenkauf sollte man sich selbst ein Baumarktverbot auferlegen.

Das mit dem Laminat bitte schnell vergessen, das wir nichts auf solchem Untergrund und passt gewiss nicht zum Haus. Wenn dann noch der zu belegende Bereich nicht unterkellert ist bedeutet ein Laminatverlegen auch das kurz- bis mittelfristige Ende des Unterbodens. Schon mal den Unterboden inspiziert?

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



Jenseits der Tatsache,



daß Sie mit Laminat den Sondermüll von morgen zwischenlagern, es zahlreiche technische und baupysikalische Nachteile bietet und nur einen Vorteil hat: es ist (meist) billig (aber eben nicht preiswert), jenseits dessen können Sie auf den Dielenboden, so wie ein 250 Jahre alter Boden halt aussieht, kein Laminat und auch kein Fertigparkett legen. Selbst wenn Sie mit großen Mengen Ausgleichsmasse eine ebene Fläche hinbekommen, werden sich die (sicherlich) stumpf aneinandergestoßenen Dielen jede für sich durchbiegen, die Ausgleichsschicht wird reißen und in der Folge wird es Schäden am Laminat geben. Sie müssten also auf die Ausgleichsschicht erst noch eine OSB-Platte von wenigstens 22mm legen...

So die Dielen wirklich hinüber und nicht reparabel sind, ist herausreißen und neu raumlange Dielen verlegen die schnellste und werthaltigste Lösung.

Grüße

Thomas



So viele eindeutige Argumente und noch immer nicht überzeugt?



Warum denn unbedingt diese melaminharzbeschichtete Sondermüllplatte?
Wegen der Höhe? --> kann nicht sein:
==> Dielen abschleifen (mit einem großem Tellerschleifer - gibt es bei Fußbodenlegern zum ausleihen, oder machen lassen.
==> alte Dielen raus und neue (auf alt getrimmte) rein.
Weil es schneller geht? --> Das alles dauert kaum länger als ein Klick- (und Klapper-) boden und hält länger.
Wegen dem Preis? --> Billig heißt nicht preiswert, noch dazu auf die Lebensdauer + Enstorgung.

Ein loser Teppich (wie Frank schreibt) ist sicher eine gute Alternative für diverse Schwachstellen. Als Rutschhemmung kann stellenweise ein Gumminetz (Antirutschmatte) daruntergelegt werden.

Der Klebekork wäre nur als Möglichkeit gedacht, besser ist sicherlich abschleifen bzw. neu verbrettern.
Wenn, dann muß ein elastischer (Kautschuk- ) Kleber genommen werden, die Korkplatten müssen ohne eine Korkfurnierschicht sein. (Diese ist idR meist nur 0,5 - 1 mm dick und würde an den Stoßkanten zu schnell abgetreten werden.) Die Korkplatten einige Tage zum klimatisieren in dem entsprechenden Raum lagern und ölen (ja nicht lackieren).
Der Boden müßte einigermaßen eben geschliffen werden und die Korkplatten fest auf den Untergrund gedrückt und beschwert werden bis der Kleber ausgehärtet ist. Evtl. Bretter über die geklebten Korkplatten legen und mit mehreren Latten gegen die Decke abspreizen. Aufwändig und keinesfalls besser als die vorhandenen Bretter zu nutzen bzw. durch andere zu ersetzen.
MfG Bernhard Fürstberger



Altes Holz hat Flair,



natürlich sollte man es mögen!

Die meisten Antworten wurden ja bereits gegeben und Ihnen der Laminatteufel versucht auszutreiben.
Laminate sind fußkalt und man hört jedes Getrabbel!

Wo ist denn Ihre Baustelle, um Ihnen u.U. die bestmöglich Beratung am Objekt zukommen zu lassen?
Denn es sind im Endeffekt noch so viele Kleinigkeiten dabei zu beachten, die das Endergebnis dann beeinflussen könnten.

Grüße in den Abend
Udo Mühle





Hallo kann mir einer verraten wie pflegeleicht so ein boden ist und wie gut zu reinigen.

Wir haben das Glück einen super schönen in sehr guter Qualität unter unserem PVC gefunden zu haben und werden ihn erst schleifen und dann lasieren

aber ich mache mir ein wenig gedanken das dann meine Hausarbeit mehr wird, da ich ggf beim leicht feucht wischen überall flusen am Holz hängen haben
oder wird das so glatt durchs schleifen wie eine laminatboden oder fliesen???

Verzeiht mir meine unwissenheit



Gut schleifen und heiß ölen



Der Bestandsboden wird ganz einfach überarbeitet.
Nachgeschaut für eventuelle Nachbefestigungen, dann geschliffen und abschließend im Heißverfahren geölt und gewachst.
Der Pflegeaufwand ist dann auch nicht höher wie bisher.
Und ebenso strapazierfähig.
Weitere Info's dann auch bei Restauratio.

Grüße Udo



Nix Lasur



Bitte nur mehrfach und jeweils dünn ölen, Überstände abnehmen.

Dann wird es ein strapazierfähiger Boden.

Grüße

Thomas



... und während der Arbeit ...



... auch nicht so auf das Kabel rumsabbn ... sonst gibts eine besondere Veredelung...

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de