Dampfsperre vor Laminat?

02.01.2009



Hallo!
Ich arbeite in einem kleinen Raum daran den Boden neu aufzubauen mittels Holzkonstruktion. Der Boden (auf dem ich aufbaue) ist eine Holzbalkenboden mit einer Bretterbeplankung (alles staubtrocken).
Ursprünlich war dort eine tonnenschwere Beschüttung die ich aber entfernt habe.
Unter dem Raum (Erdgeschoss) ist ein gleichgroßer Schlafraum der beheitz ist.

Ich habe vor, den Hohlraum der neuen Bodenkonstruktion mit Perlit zu beschütten.
Meine Frage:
muss ich noch vor der Dämmung(Perlit) eine Dampfsperre Verlegen oder
direkt unterhalb der Verlegeplatten oder
unterhalb des Laminat/Parkett
oder brauch ich überhaupt keine?

Ich habe vor, einen Laminat zu verlegen.
Fungiert der Laminat auch als Dampfsperre oder bleibt die ganze Konstruktion diffusionsoffen??
(Angst um Tauwasserbildung unterhalb des Laminats)

Danke für Antworten!



Bevor Sie....



...an die Laminatgeschichten gehen (übrigens Schrott, fußkalt und außerdem Sondermüll!!), sollten Sie schnellstens wieder Gedanken machen, wie Sie die Masse auf oder in Ihre Holzbalkendecke bekommen.
Denn nur mit der Masse verringern Sie den Schall und die Schwingungen der Konstruktion.
Sonst kann es Ihnen passieren, dass das gute Glas- oder Speiseservice aus dem Schrank fällt, wenn Sie in dem Raum sich bewegen.
Und als Alternative für Ihr "kaltes" Laminat, vielleicht der Gedanke an einen vernünftigen Holzdielenboden oder eventuell ein gutes Korkparkett oder einen Linoleum-Klick-Boden.

Nachdenkicher Gruß
Udo





Das Laminat Schrott oder Müll stand eh nicht zur Debatte.
Wir haben in der unteren Wohnung in der Küche seit 10 Jahren einen Laminatboden drinn und der hält ausserordentlich gut und hat keine Schäden.
Der Boden hat vorher mit Beschüttung leicht geschingt beim begehen, jetzt aber nicht mehr.Bemerke keinerlei Schwingungen.

Wie siehts denn nun mit der Dampfsperre aus?
Brauch ich eine?



Debatte hin oder her!



Fest steht jedenfalls, dass Laminat ein Industrieprodukt ist und bei eventuellem Rückbau zu erheblichen Entsorgungskosten führt.
Vorausgesetzt, Sie werden es nicht im Ofen entsorgen!

Natürlich wollte ich Ihnen keine ökologischen Gewissensbisse beibringen, aber eben nur die eventuellen Alternativen noch etwas näher aufzeigen.

Wenn Sie Laminat gekauft haben, wird es ja die entsprechenden Verlegeanleitungen dazugeben. An die ganz einfach halten!!

Das größere Problem bleibt ganz einfach die entfernte Masse in Ihrer Balkendecke!
Das Perlite wird es leider nicht kompensieren, dass die Deckenbalkenkonstruktion federn bzw. vibrieren wird.
Auch wenn Sie vom EG etwas anderes behaupten bzw. deuten wollen.
Wie sind beide Konstruktionen aufgebaut?
da wird es sicherlich Unterschiede geben.

Nachfragende Grüße
Udo Mühle



Zur Frage der Dampfbremse kann



man allgemein sagen, dass diese zwischen 2 beheizten Räumen nicht erforderlich ist.
Ansonsten schließe ich mich Udo an. Wieviel Schallschutz man braucht soll jeder für sich alleine entscheiden - ich gehe davon aus, dass beide Räume zur gleichen Wohnung gehören.
Bzgl. des Laminatbodens kann ich nur sagen, dass es sich um ein völlig überflüssiges Produkt handelt, mit schlechten bauphysikalischen Eigenschaften und das ein solche Produkt eigentlich gar nicht hergestellt werden sollte.



Keine Dampfsperre



Hallo Gandalf09,

mal abgesehen vom Schrottfaktor wie von Udo beschrieben: Es wird keine zusätzliche Dampfsperre/-bremse zwischen zwei gleichbeheizten/ähnlich genutzten Wohnräumen benötigt.

Problematischer ist eher, dass Laminat (und auch die meisten Fertigparkette) bereits als Dampfbremse/-sperre funktionieren und somit über beispielsweise nicht unterkellerten und/oder anders beheizten Räumlichkeiten nichts verloren haben. Erst recht nicht auf Holzbalkendecken über Bädern.

Die Gefahr des Tauwasserausfalls und der Schimmelbildung ist hier zu groß und nicht zu kontrollieren.
Ich habe im vergangenen Jahr eine dieser Schimmelhöllen unter Laminat beseitigen lassen, der Unterboden des nicht unterkellerten Bereiches (Dielen & Balken) war innerhalb von ca. 6 Jahren "aufgelöst".

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



Holzdielenboden auf Verlegeplatten?



Nun denn, ich würde mich für einen Holzdielenboden als Alternative entscheiden.
Allerdings habe ich die Bodenkonstruktion für die Bodenverlegeplatten (19mm) vorbereitet.

Kann ich die Holzdielen problemlos auf die Verlegeplatten legen?

Welches Material würde als Beschwerung zur Verwendung kommen? (Sand, Schotter?)

Grüße
Marco



In oder auf die Decke?



In welche Ebene soll denn nun die Lastfüllung eingebracht werden?
zwischen die Balken auf einen Einschub incl. Rieselschutz oder auf die angesprochene Bodenverlegeplatte?
Bitte konkretisieren!
Vielleicht auch noch ein Bild davon beistellen.

Grüße Udo



Hallo!



Die neue Beschüttung und das Perlit sollen in den neuen Zwischenraum zwischen original Boden und neuem Bodenaubau(siehe Bild!)

Ich habe mich nun für eine Beschüttung aus normalen Kiesel entschieden.
Quartzfrei und laut Verpackung umweldschonend und Zusatzstoffrei. Korngröße 2-4mm.
Einen Sand wollt ich nicht nehmen, weil der ja durch jede Ritze geht.

Also, was meinen Sie Herr. Udo wieviel kg sollten denn auf die Decke um Vibrationen zu vermeiden?
Der Raum ist 10-11m² groß.
Ich dachte da an 200-300kg? dazu kommt noch die Perlitbeschüttung obendrauf und das Gewicht der Holzkonstruktion+Holzdielen.

Die auf dem Bild zu sehende Konterlattung wird in ihren Abständen noch halbiert, somit liegen die Bretter max 25 cm auseinander. Die Holtzdielen (Fichte) kommen dann quer drauf.



Urteil fällen?



Natürlich erst einmal Danke, dass Sie uns als Plattformmitvertrauten so direkt ansprechen und eine Belastbarkeitshilfestellung erbeten.
Zu solchen Antworten bzw. Ratschlägen bedarf es aber einiger umfassenderer Zusatzinformationen, als das beigestellt Foto.
Was ist das für eine Unetrkonstruktion?
Komplett alles Balkenlagen?
Was für Räumlichkeiten sind darunter und wie wird der Raum oben dann genutzt?
War das darüberliegende Balkengerüst bereits Bestand oder ist das von Ihnen bereits neu eingebaut worden?
Als wichtigster erster Schritt wäre hier eine komplette Säuberung der Fläche vorzunehmen (Holzkonstruktion, Rand und Wandanschlußbereiche) und das am besten mit einem großen Baustaubsauger.
Dann die Randbereiche neu beiputzen, um für einen Randdämmstreifen gute homogene Anlageflächen zu schaffen. Hier könnte man Kokosfaserstreifen einsetzen.
Vorher ist aber ein kompletter Rieselschutz aus Vliesmaterial mind. ab 60 g/m² Stoß überlappend einzubauen und allumfassend an den Rändern hochzulegen.
Nun kann ein entsprechender Masseeinbau erfolgen.
Sollte aber nur so hoch ausgeführt werden, dass darüber noch eine Dämmebene von mind. 50 mm integriert werden kann.
Erst dann den Dielenboden legen.
Zum Rieselschutz ist nebenstehendes Foto mit gedacht.


Handwerklicher Gruß
Udo Mühle



Weitere Lösung denkbar



Auch eine solche Lösung wäre denkbar, zumal hier noch gute Schallschutzwerte hinzukommen. Und außerdem eine sehr geringe Aufbauhöhe möglich ist.
Für Sie z.B. wäre denkbar: Nivelliering mit Ihrem Kies, dann vollflächig Holzweichfaserbelegung und darauf der Dielenboden.
Rieselschutz aber bitte nicht vergessen!

Viel Spass beim entscheiden und finden der Lösung.

Udo



200-300 kg Kies



Wird zusätzlich zur bisherigen Belastung Kies eingebaut, rate ich dringend zur Überprüfung der Statik. Bei 5 cm Kies rechne ich mit ca. 90 kg/m² Belastung.