Boden - Unebenheiten ausgleichen (bevor Laminat draufkommt)

06.10.2008



Wir renovieren derzeit ein Haus, das die letzten 8 Jahre leerstand. Der Boden (Spannteppich und Kartonartig Unterlage - ca. 1cm) sind draußen. Darunter befindet sich eine Teerpappe, darunter Beton. Der Boden ist schön trocken, aber uneben.
Darauf soll jetzt kommen: Dämmung (0,5cm, Styroporartig) und Laminat.
Wie gleichen wir am Besten die Unebenheiten aus? Reicht Gips? oder bröselt der davon...

Vielen Dank.





Hallo Frau Dobler,

erst mal zur Frage: es gibt spezielle Spachtelmassen um Beton Plan abzuspachteln. Mit dem Gips wird das nicht werden, irgendwann wird es schimmelig riechen. Bevor man aber etwas genaues sagen kann fehlen da noch ein paar Angaben zum Haus und den Bauteilen:

- Wie alt ist Ihr Haus?
- Handelt es sich wirklich um einen Betonboden oder aber um einen Estrich?
- Ist der Bereich unterkellert?
- Wenn ja, wie wird der unterkellerte Bereich genutzt?
- In welchem Zustand befand sich der Teppich? (Feuchte, Gerüche ....)
- Meinen Sie mit 0,5 cm Dämmung die Rollenware, die in Baumärkten angeboten wird um Sie unter dem Laminat auszurollen?

Ob Sie das Material so Verlegen können hängt sehr vom Untergrund ab.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer

P.S.: Laminat ist ein Mischprodukt aus mehreren Komponenten. Bei uns muss die Entsorgung bereits gezahlt werden. Als Verbundprodukt mit aufkaschierter "Dämmung" wird das als Sondermüll entsorgt und bezahlt.



Es wird Winter



Hallo Susanne,
da kriege ich ja schon vom Lesen kalte Füße ;-)
Da Du Teerpappe erwähnst, nehme ich an, dass es sich um's Erdgeschoss handelt. Abgesehen von den noch zu klärenden Parametern, die Christoph oben schon aufgeführt hat – mit 0,5 Zentimeter Dämmung kommst Du aber nicht durch den Winter. Und dann noch so etwas Fußkaltes wie Laminat da drauf – mich schaudert's.

Informier Dich hier im Forum lieber erst nochmal über Fußbodenaufbau und -dämmung. Und über den „Werkstoff“ Laminat – auch wenn ein Besuch im Baumarkt suggeriert, dass das heutzutage das Nonplusultra an Bodenbelag ist.

Viele Grüße, mag





Mit der Ausgleichsspachtel auf Teerpappe wird das eh nix. Ganz gleich was Sie nehmen, es wird ausbrechen!
Sie brauchen mind. eine 4cm Faserestrichplatte auf der Pappe um die Unebenheiten auszugleichen!
Was die 5mm Styropor bringen sollen bleibt mir allerdings rätselhaft(Trittschalldämmung?).

gruß jens



mea culpa,



das mit der Teerpappe hatte ich wirklich überlesen. Stimmt, so wird das nix. Kommt nun auf den angefragten Aufbau an

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



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Vielen Dank einmal für die Antworten.

Das Haus ist ca. 100 Jahre alt. Genau weiß ich es nicht.
Es ist definitiv kein Estrich darunter, es ist nicht unterkellert. Die Fläche ist ca. 40m2.
Der Teppich war nicht feucht, Gerüche.. naja - es wurde vor ca. 30 Jahren renoviert und stand die letzten 8 Jahre leer ->also ja.
Es ist nicht zur Wohnnutzung gedacht.
Zum unterlegen: ja, aus dem Bauhaus (Platten, kein Rollen) - wird als "Wärmedämmung" angepriesen.



keine Wohnnutzung?



Warum dann die unmögliche Lösung mit dem Laminat und der Schaummattenunterlage?

Eine Ausgleichsnivellierung gibt es mineralisch und wird homogen flüssig aufgetragen und ist selbstverlaufend und damit nivellierend.
Zu was ist denn nun diese 40 m² als Nutzung angedacht?
Macht hier nicht ein Korkparkett dann Sinn (Klickvariante)?
Also ähnlich dem Laminaten, aber eben wesentlich nachhaltiger!

Grüße Udo Mühle



danke



ok, danke für die Info.
Klickvariante ist gute Sache.
(es soll übrigens ein arbeitsraum/büro werden)
Die Unebenheiten sind nur kleinflächig - also nicht so tragisch.

Meine bessre Hälfte hat schon begonnen. Mit Laminat. Wird halbwegs...

Ich danke euch/Ihnen fürs Feedback.
Lieben Gruß



Schimmelbefall möglich



Hallo Frau Dobler,

da halte ich Herrn Mühles Variante für wesentlich sinnvoller. Sollten Sie beim Laminat bleiben schauen Sie aber mal ab und zu darunter, ich habe schon so manche "blühende Landschaften" darunter entdecken können.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



Dann viel Glück...



...mit der ewig kalten Oberfläche und den tippelnden Geräuschen.

Grüße Udo