Verlegetechnik von Dielen




Wir möchten demnächst Lärchendielen verlegen. Was haltet Ihr von der Meinung, die Lagerhölzer nicht auf dem Estrich zu befestigen, damit evtl auftretende Spannungen ausglichen werden können.
Dafür sollen die Dielen verkeilt werden.Wo bekommt man solche Keile her und aus welchem Material sollen sie sein?

Entschuldigt meine Unwissenheit- aber ich sammele gerade erste Informationen bezüglich dieses Themas.



Lagerhölzer



Bei kreuzweiser Verlegung der Lagerhölzer werden diese nie mit dem Untergrund verschraubt. Bei einlagiger Verlegung sollten Sie auch nicht verschraubt werden, aber es sollten federnde Unterlagen eingebracht werden (damit es nicht klappert).



Kreuzweise soso,



hallo miteinander,
soll das dann ein Schwingboden für sportliche Betätigungen werden?
Mit dem dauerhaften Verkeilen hätte ich so meine Probleme, die Dielung warscheinlich auch, resp. der Bewohner.;-)
Was sollen´s denn für Lagerhölzer sein?
Eine Latte, unbefestigt, macht das, was die Diele will. Sie gleicht die auftretende Spannung aus, nach oben. (ich sag´ nur wieder Wellenbad)

Grüße Lukas



Lattung für Dielen



hallo da draußen,
wenn die Unterlattung für einen Dielenbelag mit dem Untergrund verschraubt wird, gibt es eine super tolle Schallübertragung. Ich habe beste Erfahrungen mit folgendem Aufbau gemacht:
Lagerhölzer (kammergetrocknet, keilgezinkt und gehobelt -ist teurer aber sehr gut) kreuzweise verlegt und untereinander verschraubt (Wandabstand 20 mm nicht verkeilt) Kokos-Estrichdämmstreifen als Unterlage unter der ersten Lagerholz-Lage, die Zwischenräume mit Dämmung ausgeschüttet (z.B. 1. Ziegelsplitt - 2. Isofloc) abdecken mit Baupapier. Vollflächig OSB-Platten auf Lagerkonstruktion verschrauben und darauf Dielen verdeckt in Feder geschraubt verlegen. Super stabil - super schalldämmend

Liebe Grüße aus dem heute verregneten Bayern
Franz



Kreuzweise



Wenn genügend Höhe vorhanden ist, ist die kreuzweise Verlegung wie von Franz beschrieben die beste Verlegemethode. Das hat nichts mit einem Schwingboden zu tun sondern lediglich mit handwerklichem Kennen und Können.



Na Rainer, haste mal wieder was nicht verstanden?



Welchen Vorteil soll die kreuzweise Unterkonstruktion haben?
Soetwas wird eben zum Bau von flächenelastischen Sportböden angewendet.
Wenn schon Höhe für solche Konstruktionen vorhanden ist, dann kann man auch die Lagerhölzer entsprechend dimensionieren. Wer´s besonders schön haben möchte benutzt BSH (Brettschichtholz).
Ansonsten ist der von Franz beschriebene Aufbau sicher nicht verkehrt, verschlingt aber Unmengen an Geld in Form von Material und Zeit, ohne einen angemessenen Mehrwert zu bringen.
Allerdings ist bei Lagerholzkonstruktionen immer auf eine ausreichende Belüftung zu achten.
So viel zu handwerklichem Können und Kennen.
Gruß Lukas



Unterkonstruktion



Hallo da draußen im Cyberspace,
die kreuzweise Verlegung von der Unterkonstruktion hat für mich den großen Vorteil, daß ich leichter und schneller nivellieren kann. Es ist wie bei einer großen Platte, die ich von außen nach innen unterkeile. Geht ratzfatz und es fallen mir nicht ständig die Lagerhölz um. Auf Dauer gesehen ist die Kreuzlattung auch stabiler, wirft sich nicht so stark und noch dazu kostengünstiger mit zwei "dünnen" Latten als mit einem "fetten" Balken.
Ich habe damit die besten Erfahrungen gemacht.
Viele Grüße aus Franken im Regen
Franz



Ist schon klar,



hallo Franz,

so macht jeder seine Erfahrungen.
Meine Erfahrungen sind z.B. die:
- ein einzelnes Lagerholz lässt sich einfacher und sicherer, in Bezug auf Genauigkeit, nivellieren, als ein kippelndes Gerüst, allerdings benutze ich zum Nivellieren hauptsächlich den Linienlaser
- das Umfallen der Lagerhölzer kann ich durch eine aufgeschraubte Latte verhindern. Das mache ich aber nur auf Chaosbaustellen, wo mir 1000 Leute auf den Fingern rumtreten.
- es braucht mehr Unterfangungen, je dünner die Lagerhölzer sind
- das Raster beider Lagen muß, bei dünneren Lagerhölzern enger sein - ergo mehr Holz
- mehr Zeit zum Zusammenbau der Konstruktion
- Preisunterschied höchstens zum BSH, alles andere kaufe ich zum gleichen m³-Preis
- die OSB-Platte klemme ich mir ganz und verwende eine Diele, die die Dicke hat, daß sie allein reicht und wähle das Raster der Unterkonstruktion entsprechend.

Um noch mal auf die eigentliche Frage zurück zu kommen:
Wenn ich das mit dem Verkeilen der Dielen als Montagehilfe verstehen darf, dann spielt die Holzart eine untergeordnete Rolle. Einen Klotz in ein paar cm Abstand vor die Diele schrauben, Keil dazwischen und dann die Diele anschrauben bzw nageln. Dann Keil raus, Klotz ab und weiter geht´s.
Edith, ganz vergessen, die Keile kann man sich einfach selber schneiden.
Es gibt dafür auch geeignete Spanngurte. Die wurden eigentlich mal für die Laminat- und Fertigparkettverlegung erfunden.

Grüße Lukas