Aufbau für Dielenboden im Altbau




Hallo,

ich habe schon viel über den Fußbodenaufbau bei Dielen gelesen, habe aber trotzdem noch ein paar Fragen.
Die Dielen kommen bei uns auf 100x100mm KVH Hölzer oder auf 45x95mm KVH Hölzer. Es sind 4m raumlange Dielen von der sibirischen Lärche. Die Lagerhölzer wollte ich komplett von unten und an den Stirnseiten mit Rollkork als Trittschall versehen, oder wäre Kokosfaser besser?
Den Zwischenraum wollte ich mit Zellulose auffüllen, diese soll ja bei 10cm auch einen Schallschutz aufweisen. Ist dem so?
Als Untergrund im EG haben wir einmal Hohldielen die in Stahlträger eingeschoben wurden und einmal eine Decke wo die Stahlträger als Gewölbe ausgemauert wurden. Bis zur Höhe der Stahlträge ist das Gewölbe mit Schlacke gefüllt.
Die Decke zum OG ist eine Decke aus T-förmigen Stahlbetonträgern mit Füllkörpern dazwischen und aufgegossenem Beton. Auch hier kommen 100x100mm Lagerhölzer zum Einsatz.

Reicht es als Schalldämmung aus die 10cm mit Zellulose zu füllen? Sand ist laut Bauingenieur zu schwer. Wärmedämmung brauchen wir nicht zwingend, da selbst der Keller teilweise beheizt ist.
Können wir auf die Lagerhölzer Packpapier als Staubschutz auslegen, um Staub Aufwirbelungen der Zellulose und der Schlacke in den Raum zu vermeiden?
Wir wollten die Lagerhölzer aller 50cm legen, reicht dies bei 32mm Dielenstärke aus?
Ab und zu wollten wir in den Zwischenraum der Lagerhölzer 50cm lange Stücken einschrauben um die Unterkonstruktion zu versteifen, sinnvoll? Zumindest dort wo später der Kamin steht?

Vielen Dank.



Hallo Henrik,



im OG und EG würde ich die Lagerhölzer aller ca. 40cm auf Streifenstücke aus 6mm Bautenschutzmatte auflegen, Rollkork ist auf mineralischem Untergrund bei punktueller Belastung leicht durchgedrückt. Der Querschnitt 6x10 sollte vollauf genügen, aller 70cm (lichtes Maß) wäre bei der Dielenstärke schon überaus solide.

Was genau soll der "Trittschall" an den Stirnflächen?

Wenn Sand zu schwer ist, wäre Blähton wie Maxit Clay meine Wahl, verrottungssicher, kein Staubproblem.

Wo steht Euer Haus? Bin viel in Sachsen unterwegs, vielleicht ergibt sich ein Stop zum Plausch?

Grüße

Thomas



Hallo Thomas



Danke für deine Antwort. Das Haus steht in der Nähe von Riesa.
Kennst du eine Bezugsquelle lokal für den Blähton? Bei den Baustoffhändlern ist mir das mit fast 600 Euro pro Geschoss zu teuer.
Wir müssen 100x100 als Querschnitt nehmen damit wir eine Fussbodenhöhe haben bzw. die gleiche Aufbauhöhe erreichen wie vor der Sanierung.
Wie lang sollten die Streifen der Bautenschutzmatte sein bei einem Abstand von 40cm?
Was könnte man zw. Blähton und die Schlacke als Staubschutz machen? Packpapier?



Das Zentrallager von Maxit...



ist in DD am Heller, Vertrieb z.B. über Saxonia Baustoffe.

Zellulose ist als Schüttdämmung nicht so toll geeignet, sie sollte eingeblasen werden, was denn auch wieder die Kosten treibt. Das Material ist sehr leicht, deshalb ist die Schallhemmung gering.

Für die Decke zum OG, falls Du nichts gegen Mineralfasern hast: Ich hab' gestern einen Posten hier im Marktplatz eingestellt, den ich verschenke. Reste aus einem Projekt vor Jahren, und sonst verbaue ich keine Mineralwolle.

Grüße

Thomas



Ach ja,



der Querschnitt 6x10 war stehend gemeint, ein 6cm breites Teil trägt nicht viel weniger als mit 10cm Breite, und die liegen ja eh auf.

Grüße

Thomas



Unebenheiten



Danke für das Angebot. Aber mir hat es bereits gereicht die Steinwolle aus Kostengründen im Dachstuhl verbauen zu müssen.
Wie sind Unebenheiten im Betonboden auszugleichen? Durch Unterlegen von Sperrholzplättchen oder Aufbringen von Spachtelmasse auf den Beton?
Am Gewölbe muss ich mit Sperrbolz arbeiten.



Sperrholz...



...wäre das geeignetere. Für die Feinjustierung im Millimeterbereich nehmen wir Furnierreste (es geht auch Hartkarton).

Holz sollte aber nie direkt auf einem Estrich gegen unbeheizt liegen.

Grüße

Th.



Einen unbeheizten Keller



haben wir nicht. Die Hälfte des Kellers wird dauerhaft beheizt da Büroräume. Im anderen Teil ist der Heizungsraum und Wirtschaftsraum. Ich denke wegen Kondensat an den Hölzern müssen wir uns nicht sorgen. Ansonsten ist ja auch noch die empfohlene Bautenschutzmatte dazwischen.
Ich werde also div. Sperrholzstücke besorgen und diese mit Stiften annageln.
Trotzdem noch zwei Fragen. Lohnt eine Querversteifung der Unterkonstruktion, zumindest im Kaminbereich?
Die Dielen samt KVH Hölzer soll jetzt zwei Wochen bei uns im Haus liegen. Wir haben diese schön gestapelt bei ca 17Grad. Ist das ok?

Danke + Grüße
Henrik



Dielen...



...sollten foliert klimatisiert werden, und nach 2-3 Tagen eingebaut werden. Ein Feuchteausgleich ist bei werksseitig korrekt getrockneten Dielen nicht erforderlich.

Grüße

Thomas



Die Dielen



liegen bei uns bereits. Die Folie herum ist teilweise beschädigt und bei ein paar mussten wir sie entfernen. Die Dielen stammen aus der unbeheizten Halle des Lieferanten und lagen da schon eine gewisse Zeit. Deshalb hat er uns zur Klimatisierung geraten. Eine Klimatisierung ist doch aber kein Problem oder?

Grüße
Henrik



Habt Ihr...



...die Holzfeuchte gemessen?

Wenn nicht, solltet Ihr das wenigstens jetzt nachholen. Sollten die Bretters der offenen Pakete weit von 9% HF entfernt sein, sollten sie mit Latten eingestapelt werden und im beheizten Raum Zeit für den Feuchteausgleich bekommen. Das kann aber länger als 2 Wochen dauern.

Habt Ihr wenigstens einen anständigen Nachlass bekommen? Diese Art der "Lagerung" ist bei Massivholz problematisch.

Grüße

Thomas



Leider nicht



Wir haben die Feuchte nicht gemessen. Hm, da muss ich mal schauen wo ich am Besten so ein Messgerät herbekomme. Kosten lagen bei 35Euro netto/m2.

Gruß
Henrik



Holzfeuchte gemessen



Die Holzfeuchte der Dielung schwankt je nach Messpunkt und Paket zw. 7 und 10%. Die Stirnseiten sind halt trockener. Das KVH ist genauso bis auf ein paar kleinere Balken die bei 14% liegen.

Eine Frage zur Verlegung. Die Lagerhölzer dürfen ja ebenfalls nicht an die Wände anstoßen? Ich denke hier müssen ebenfalls die 1,5cm Luft gehalten werden um Bewegungen des Holzes auszugleichen oder?

Danke + Gruss
Henrik



Etwas Abstand...



...ist vorteilhaft.

Wenn Ihr nach der Verlegung an einer sehr dauerhaften Art der Ölung (Heißöl) interessiert seid, meldet Euch doch noch 'mal, Riesa ist nicht aus der Welt, ich hab' mein Lager in der Nähe.

Grüße

Thomas



Heisöl



scheint ja recht gut zu sein. Habe dir dazu eine Mail geschickt.
Aber noch eine Frage. Was meinst du mit Bautenschutzmatte? Irgendwie meint jeder Baustoffhändler darunter was anderes zu verstehn. Habe jetzt aktuell so ein hellblaues, Schaumstoff ähnliches Zeug da. Nimmt man glaube auch zum Verhindern dass Trittschall von Estrich auf Wände übertragen wird. Was Anderes hab ich nicht bekommen. Gab dann glaube noch so Gummiematten.

Grüße



Bautenschutzmatte...



ist nie hellblau. Vielmehr ein Gummigranulat (überwiegend schwarz) ab 6mm aufwärts in der Stärke.

Grüße

Thomas