Fußbodenaufbau auf Rohdecke?

25.10.2007



hallo!
ich habe vor kurzem ein haus erstanden an dem es viel zu erneuern gilt. was ich nicht bedacht hatte:
der Dielenfußboden ist unter einer linoleumbelag-pcv-teppich schicht erstickt. an den außenwänden ist er auf eine länge von ca. 60cm zur raummitte hin weggefault.
die bodenbeläge sind entfernt. auf der rohbetondecke, befinden sich lagerhölzer und dazwischen eine Schlackenschüttung.
geplant war nur die Dielen zu erneuern. jetzt will ichs gleich richtig angehen und einen neuen boden einbauen.
auf Trittschall muss ich keine rücksicht nehmen, die Wärmedämmung sollte gegen den Keller ausreichend sein.
mein gedanke war:
-feuchtigkeitssperre
-lagerhölzer
-zwischen den hölzern und zu den wänden hin Dämmung mit steinwolle
-auf die lagerhölzer evtl. holzweichfaserplatten
darauf dann der belag. was ich genau nehme weiß ich noch nicht, ist auch preisabhängig.

vielleicht hat jemand die Erfahrung und kann mir sagen ob so ein Aufbau funktioniert und ob ich vielleicht unter die lagerhölzer eine dämmung einbauen muss?

danke im voraus, heiko



Gleiches Problem



hallo Heiko,

ich habe genau das gleiche Problem mit genau der gleichen Ursache: Auf die Dielen haben die Vorgänger Spanplatten geschraubt und dann luftdicht PVC drüber geklebt. Ergebnis: verfaulte Lagerhölzer, teilweise Schwamm (kein HS!).

Jetzt ist der Boden schon ein 9 Monate offen, das Holz entfernt und die Schüttung mittlerweile fast durchgehend staubtrocken.
Werde jetzt aber die Schüttung austauschen gegen Split, darein wieder Lagerhölzer und Dielen drauf.

Auf die Steinwolle verzichte ich, dann brauch ich auch keine Feuchtesperre von unten.

lg Ulrich



Welche ...



...Aufbauhöhe steht denn zur Verfügung?

Grüße

Thomas



Aufbauten können vielseitig sein!



Mineralische Dämmschüttungen (spitzkörnig) oder mineralisch gebunden, darauf Holzweichfasersysteme mit integrierbarer befestigungslatte für einen nachherigen Holzdielenboden.
Herr Böhme ist dazu dann noch prädestinierter, Aussagen zu treffen.

Grüße Udo



Willkommen im Club,



unter Laminat, Teppich und Ausgleichsmasse fanden sich die Dielen, ein Aufarbeiten hat bei mir wohl keinen Sinn. Der Boden ist in einer Ecke angenagt (Käfer, habe ein paar Leichen in der Schüttung(erdähnlich und trocken) gefunden), einigebretter sind zerfaser und zu dünn. ansonsten hat sich der Boden nur leich an das darunterliegende Kellergewölbe angepassetund die Fugen sind sehr dicht
Ich habe mir überlegt erstmal Probe Bohrungen mit kleinem Kernbohrer zumachen, so hoffe ich Aufschluss über den Zustand der Unterkonstruktion, eventuelle Biotope für was auch immer, Zustand und Feuchte der Schüttung etc. zuerhalten. Wenn ich den Boden drinn lass Impregnierunng des alten Bodens mit Borax/Borsalz Lösung und die neuen Dielen drauf.

Jetzt meine Frage macht das Sinn??

Freue mich auf eure Antworten
Jan-Eric



Borax/ Borsäure



können vorbeugend wirken (die hinreichend bekämpfende Wirkung ist strittig), aber keine baulichen Gegebenheiten verändern. Insofern wäre der Einsatz möglicherweise zusätzlich sinnvoll, aber kein Ersatz für eine Sanierung.

Ich würde die alten Dielen entfernen, und die Balken inspizieren. Das macht mehr Arbeit, schafft aber die Gewissheit, nicht auf Sand zu bauen.

Grüße

Thomas