Holzdiele auf Rauspund, Bodenaufbau

02.09.2007



Hallo Forum,
mir bereitet der Bodenaufbau einer Holzbalkendecke im Bauernhaus anno 1885 einige Probleme. Die vorhandene Decke zwischen EG und 1.OG ist folgendermaßen aufgebaut (von unten nach oben): Tragbalken Abstand 130cm, Lagerbalken 8x10 Abstand 70cm, Rauspund Nut-Feder, Spanplatte 12mm, Teppich. Die viel zu dünnen Spanplatten quietschen (kein Knarren!) und müssen raus. Dafür möchte ich endlich meinen Wunschfußboden Eichendielen 22mm verlegen. Der Rauspund kann nicht raus - da stehen die Wände drauf. Insgesamt kann ich mir als Bodenaufbau oberhalb des Rauspund nicht mehr als 55mm erlauben - ein "vernünftiger" Aufbau mit Gutex etc. scheidet damit aus. Wie läßt sich eine einigermaßen nützliche Trittschalldämmung realisieren?
Vielen Dank
Michael



Schwimmende Verlegung



Eine schwimmende Verlegung wäre bei Ihnen sinnvoll, doch diese schließen Sie ja aus angegebenen Gründen (Aufbauhöhe!) aus.
Zu präziseren Details bestenfalls Plattformer:

Restauratio GmbH
Thomas W. Böhme
Pillnitzer Landstraße 124
01326 Dresden
Tel.: 0351 2685949
Fax : 0351 2685948
eMail: mail@restauratio.com

kontaktieren.

Grüße Udo Mühle



Hallo,



dem Udo entgeht nichts :-)

Sie könnten entweder mit einer 20mm ( es gibt auch 15mm)Dreischichtdiele Eiche arbeiten, die schwimmend auf 30mm Holzweichfaserplatte verlegt wird,oder aber

zwischen 30er Holzweichfaserplatten (oder überlappend 15/15 bzw. 12/18) 28er Lagerhölzer legen, auf die sie die massiven Eiche-Dielen schrauben. Die Lagerhölzer werden hochgezogen. Das ist freilich sehr wenig Platz zum Schrauben, da die Schrauben nicht in den Rauhspund kommen dürfen, sie würden als Schallbrücken wirken.

Der erstere Aufbau ist nicht für massive Dielen geeignet!

Grüße

Thomas



Dünne Lagerhölzer



Dünne Lagerhölzer hatte ich mir auch schon überlegt. Wie kritisch seht Ihr denn eine Stärke von 28mm? Andererseits tragen die ja nicht und dienen nur dem Verbund der Dielen (warum heißen die eigentlich "Lagerhölzer"?).

Die Bodenfläche ist zwar grundsätzlich eben, aufgrund des relativ groben Rauspunds sind aber Höhenunterschiede zwischen den Brettern von 1-2mm vorhanden. Wie empfindlich reagieren die Holzweicherfaserplatten darauf?

Viele Grüße
Michael



Auf Lagerhölzern...



...lagern die Dielen. Hier freilich wäre die exakte Bezeichnung eher "fliegender Unterzug" .Sei's drum.

Die Leiste kann natürlich keine Lasten aufnehmen. Damit die Schrauben etwas mehr Grip haben, würde ich eine festere Holzart wählen (wenigstens Lärchenkernholz, besser Eiche).

Geringe Toleranzen im Untergrund kompensiert die HWP gut.

Grüße

Thomas



Unebenheiten



Da es sich beim Rauhspund ja nur um kurzwellige Unebenheiten handelt, ist eine "Verformung" der aufgelegten Holzweichfaserelemente nicht zu befürchten.
Ansonsten eben so, wie's unser "RESTAURATIO" empfohlen hat.

Gutes Gelingen

Udo