Kellergewölbe freilegen

25.07.2006


Hallo !

Ich möchte demnächst den neuen Fußboden über einem Teil des Gewölbekellers aufbauen, Fläche ca 3m x 3m. Aufgefüllt ist der Raum über dem Gewölbe momentan offenbar mit dem Erdaushub des Kellers, zeimlich lehmig, das soll raus und durch Schotter oder Schaumglasschotter (wenn ich das Zeug ohne Riesenaufawand in dieser Kleinmenge bekomme) ersetzt werden.
Was muß ich beim ausgraben beachten, damit das Gewölbe keinen Schaden nimmt ? Beide Seiten gleichmäßig freigraben, nur stückweise freigraben und sofort wieder verfüllen, oder.... ?

Viele Grüße,
Karsten



Gewolbe freilegen



Dachog. Bei einem Gewölbe unterscheidet man das Gewölbe an sich, also den Bogen und die "Auflager" eben die Widerlager. Ich nehme an, da der Fußboden saniert werden soll, es um die Gewölbedecke geht. Bei so einem kleinen Gewölbe ist der Räümungsbeginn unproblematisch. Allerdings sollte man genau überlegen, ob das was man wegräumen will, auch richtig ist. Für das statische Gleichgewicht benötigt ein Gewölbe eine bestimmte Auflast, die horizontalen Druck auf die beiden Widerlager ausübt. Wechselt man nun den "Überbau" aus, sollte man sich auch sicher sein, daß der neue "Überbau" in seiner Wirkung dem alten entsprechend ist. Er sollte nicht leichter sein, da dann der horizontale Druck auf die beiden Widerlager geringer ist. Der seitliche Druck (Erdreich) auf die Widerlager kann nun in der Lage sein, das entlastete Gewölbe nach oben zu drücken, es weicht aus und die Kellermauern als Widerlager fallen nach innen. Also man sollte schon eine genügend schwere Auflast nehmen. Um nun die entlasteten Widerlager in ihrer Lage zu sicher, sollten sie abgesteift werden um dann erst mit dem Räumarbeiten auf der Gewölbedecke zu beginnen. So ist es dann egal wie man vorgeht, scheibchenweise oder alles mit einem Mal. MfG ut de Oltmark



Warum



soll der Lehm raus und durch Schotter/Schaumglasschotter ersetzt werden?

Lehm hat gute Speichereigenschaften und sorgt für einen Temperaturausgleich zwischen kühlem Keller und warmen Fußboden. Ich würde mir die Mühe sparen, den Lehm mit einem Rieselschutzpapier abdecken und einen Dielenboden auf Lagerhölzer verlegen.

Weil wir sehr hohe Wände haben und auf den Fußbodenaufbau nicht so sehr achten müssen, haben wir einen Rohfußboden aus Rauspund gelegt, auf dem dann die Eichendielen verlegt werden.

Grüße



Beschaffung Schaumglas



Hallo !

@Siegfried, das hört sich nachvollziehbar an, prima Erklärung.

Wenn mal jemand auf die Idee kommen sollte ein paar Kubikmeter Schaumglasschotter verbauen zu wollen, hier meine gestrige Odyssee:

Anruf bei Schaumglas GmbH: Wo kann ich denn eine kleine Menge Schaumglasschotter, ein oder zwei Bigbags, bekommen.
Nette Auskunft in tiefstem sächsischen Dialekt: Kein Problem, die Raab Karcher Niederlassungen können das über ihr Zentrallager innerhalb von 2-3 Tagen bekommen.

Raab Karcher NL Köln angerufen: Schaumglasschotter ? Was´n das ? He, Kollegen, weiß einer was Schaumglasschotter ist ? Kennen wir nicht, haben wir nicht, bekommen wir nicht.

Raab Karcher Zentrale in Frankfurt angerufen: Wie heißt der Lieferant, ja stimmt, das gibt´s ab Zentrallager, ich rufe den Kollegen in Köln an, der meldet sich dann wieder bei Ihnen. Tat er dann auch, welche Korngröße, 30, 60, 90 mm ? Na dann für meinen Zweck wohl 30mm. Nach 10 Minuten wieder Anruf, ab Lager nur in 90mm, Mindestbetellmenge für 30 oder 60mm 500 (fünfhundert) Kubikmeter.
Preis pro Kubikmeter bei Kleinmenge 179,-EUR plus pauschal 47,-EUR Transport Zentrallager - Niederlassung.

Bei der Kiesgrube des Vertrauens gibt´s Grauwackeschotter in nicht zu grober Körnung, ich denke da werde ich mir für kleines Geld zwei Hänger holen.


@Ulrike, ich glaube wir sollten nicht anfangen zu philosophieren über Folie, Beton, Styrodur, Korkestrich, Sand, Bitumen und Unterlüftung. Es ist kein Lehm, wie er trocken und steinhart an der Wand klebt, sondern Erdaushub der leicht feucht ist, die Lagerhölzer waren größtenteils weggegammelt, deshalb kommt das Zeug raus.


Viele Grüße,
Karsten