Lärmschutz für Gaststätte / Dachdämmung

27.11.2019 Sven NRW



Hallo an alle Forenmitglieder,

nachdem ich schon einmal eine Frage gestellt habe und super Antworten bekommen habe, hoffe ich hiermit auch auf tolle Ideen:

Das erste Problem ist mit unter das schwierigste bei dem ich am meisten abwegen muss:

In meinem Häuschen sind mehrere Wohnungen und eine Gaststätte, welche allerdings seit 5 Jahren nicht mehr betrieben wird, jedoch nachdem die Mietswohnungen vermietet sind wieder verpachtet oder durch mich selbst betrieben werden soll.

Die Gaststätte befindet sich im Erdgeschoss eines Anbaus aus dem Jahre 1969, die Toiletten dazu im Bauteil von 1875. Nebenräume wie Speisesaal, Küche, Lagerräume befinden sich in Anbauten aus den 70er Jahren die mit Flachdach an den ersten beiden Baustücken seitlich gebaut sind. Über dem Hauptgastraum befindet sich meine Wohnung. Die Deckenhöhe liegt bei ca. 2,50 - 2,70 geschätzt. Erdgeschoss laut Architekt entweder "Bimsstein" oder normal gemauert. Wieviel Abstand zwischen der Holzdecke und dem nächsten Stock also meiner Wohnung ist, keine Ahnung.
Jetzt das eigentliche Problem:
Meine Wohnung ist soweit voll im Schuss, also es sind lediglich kleine Renovierungsarbeiten zu leisten, wodrüber ich sehr froh bin, da mein nun übernommenes Elternhaus genug andere Stellen hat, die stark renovierungs- und sanierungsbedürftig sind und aus Kostengründen die Wirtschaftlichkeit einbüßen würde und es zeitlich nicht mehr stemmbar wäre. Nun möchte ich mich erkundigen ob jemand eine Idee hat, die ca. 55 qm Gastraum ( der Raum ist nahezu quadratisch, mit einem Eisenträger in der Mitte, der Zeit eine schöne rustikale Deckenabhängung aus Holz) nachoben hin gegen Lärm zu dämmen aber vom Gastraum aus, also von unten. Es muss keine perfekte Lärmdämmung sein. Die Lage der Gaststätte ist halt nicht perfekt, sodass ich da mit großer Sicherheit große Pachterträge erreichen könnte.
Die Pacht könnte ich im Höchstfall bei 500 Euro im Monat bei ca. 110 qm Gastfläche zzgl ca. 80 qm Nebenräume ansetzen, als kleiner Richtwert.

Eine weitere Frage:
Ich überlege das Satteldach zu dämmen, da sich die Fachliteratur in diesem Fall Gott sei Dank sehr einig ist, dass dort große Einsparpotenziale sind.
Der Dachboden ist aber nur ca. 1 m hoch am höchsten Punkt, ca. 1,5 m breit.
Idee ist die Zwischenbalken nur zu dämmen,da ich auch im Obergeschoss keine Kernsanierung vornehmen möchte.
Vorgehenesweise wäre:
Die Zwischenbalken, die an den Zwischensparren des Daches angebracht sind, diese liegen im Abstand von ca. 60 - 70 cm, würde ich bis die Schräge anfängt dämmen (Baustoff noch nicht sicher), von oben dann OSB-Platte, so habe ich dann die obere Seite gedämmt, die Seiten des Satteldachs sowie den Dachboden hinterlüftet und noch einen riesigen Abstellplatz für Gerümpel allerart der obersten Mietswohnung, und das noch für einen Anfänger-Handwerker.

Ist das überhaupt eine realisierbare Idee die mir die Bausubstanz nicht zerstört?
Leider ist mit den meisten Handwerkern die ich kenne darüber nicht zu reden, da heißt es wie meist:
Dach komplett runter, Mineralwolle rein, luftdicht abschließen, ggf. mit Hinterlüftung oder bei befreundeten Handwerker in der Bierlaune, ... verkaufen oder warm sanieren. :)

Falls ich irgendwas unklar beschrieben habe oder Bilder benötigt werden gerne einfach melden. Diese Maßnahmen werden eh erst frühestens im Laufe des nächsten Jahres passieren.

Über viele Tipps ohne Marterpfahl freu ich mich.

Herzliche Grüße

Sven



Decken-Schalldämmung und Dachdämmung



Hallo Sven,
Zur Schalldämmung könntest du schwere Holzfaserplatten, zB 4 oder 6 cm dick unter der Decke befestigen, die anschließend verputzt werden können (Lehm- oder Kalkputz)

Bei dem niedrigen Dachraum würde ich Zellulose lose aufblasen und nur wenn’s unbedingt sein muß eine Lagerfläche darüber anordnen

Wo steht das Haus?



Hallo Andreas !



Das Haus steht in Südwestfalen, genauer PLZ 57339.
Kann auch gerne per PN Bilder schicken.
Das ganze ist schonmal schwierig zu erklären, da ich kein Fachhandwerker bin und das ganze recht kompliziert, teils zu einfach (ver-, um-, aufge-, zer)baut, teils dem Gebrauch angepasst ist und die Frage im Ganzen Kontext nur eins der kleinen vielen Teilprobleme derzeit ist, die es in den nächsten Jahren abzuarbeiten gilt, derzeit bin ich aber mehr damit beschäftigt eine der Wohnungen bezugsfertig zu kriegen, damit diese endlich vermietet werden kann zwecks des guten alten Geldes :)
Dennoch wollte ich schonmal in der Planung die nächsten Schritte haben und das ganze ohne Bausünden und ohne teure Bauabschnitte, die in 5 Jahren wieder komplett zurückgebaut werden müssen.
Das ganze sollte kein zu teures Hobby werden!